Redaktion Der Bund
10. Oktober 2017
17 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Vinzenz Jung

    Das Münster ist ein Highlight. Es gibt dort aber nicht nur Kitsch zu kaufen. Das Berner Bilderbuch «Das Kind vom Turm» führt auf englisch und deutsch Kinder ans Münster heran. Ebenso der Güschi (www.gueschi.ch).

    Auf dem Turm oben lebt zudem die Schweizermaus JimmyFlitz (www.jimmyflitz.ch), bekannt bei tausenden von Knöpfen aus den JimmyFlitz-Hörspielen und Büchern und der App. Weil die Besucher aus der ganzen Schweiz immer danach fragten, richteten wir mit der Turmwartin schliesslich ein Bett der Maus samt Gitarre und ihrer Briefmarke dort ein. Rund 700 Kinder besuchen aus diesem Grund alle Jahre den Turm. Er wurde zu einem „Pilgerort“ und mache Knirpse bringen an Weihnachten Geschenke hoch. Nur alle dieses Aktivitäten sind halb-privater Natur und werden in den breiten Medien weniger wahrgenommen.




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Seit Jahren bemängle ich als Musiker, einen «Walk of Fame» oder einen festen Ort an dem man die vielen bedeutenden Musiker/Sänger begehen oder anhören kann, die die «Musikhauptstadt» hervorgebracht hat. Man könnte Bild, Ton und Lieduntertitelung in einigen Weltsprachen anfügen. Das kann von Mani Matter über Monique, Christine Lauterburg, Stefan Eicher, Res Schmid & Gebr. Marti, Steff la Cheffe quer durch alle Sparten bis zum Xenegugeli gehen. All diese haben international Spuren hinterlassen. Dazu reine Berner Mundartgrössen und Lyriker wie Span, Züri West und Patent Ochsner usw




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Meines Erachtens braucht es ein geschärftes Profil mit wenigen Aspekten, über die sich die Stadt positioniert. Dazu gehören bspw. das Stadtbild mit Aare, das einzigartige Shopping-Erlebnis, kulturelle Veranstaltungen (z.B. Buskers) und als Tor zu den Alpen. Für ausl. Touristen ist das ja keine Distanz. Obwohl ich Sportfan bin glaube ich, dass Olymp. Spiele nicht dazu gehören. Also lieber weniger, das dafür intensiv vermarkten. Man kann sich mit zwar lustigen Bernhardinern, die in der Stadt der Bären aufgestellt werden, kein nachhaltiges Gesicht geben. Das irritiert völlig.




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Etwas vom Besten was Bern zu bieten hat, ist die spektakuläre Aussicht auf die Berge – und nirgends in der Stadt wird darauf hingewiesen! Ich sehe das so wie Jan Holler. Am Bahnhof sollten Wegweiser stehen:

Mountain View
10min walking to the bridge

Ein weiterer Wegweiser auf dem Weg zur Kornhausbrücke sowie einer vor der Brücke und gut wärs: kleiner Aufwand, grosse Wirkung. Auch die Sicht auf die Altstadt vom Rosengarten aus könnte mittels Schildern besser vermarktet werden, was vor allem Individualtouristen zugutekäme.




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Beitrag der Redaktion:

Liebe Leser und Leserinnen, nach der Debatte hier im Stadtgespräch hat Bern welcome bereits die ersten Massnahmen getroffen. Das schreibt Bern welcome-CEO Martin Bachofner auf Anfrage des «Bund»:

«Wir hatten ja bereits diverse Seiten zum Aareschwimmen, aber nicht bei den Sehenswürdigkeiten. Aufgrund des guten Inputs eines Lesers auf Ihrer Plattform „Stadtgespräch“ haben wir dies gestern bei der Rubrik „Sehenswürdigkeiten“ ergänzt. Momentan befindet sich der Text in Übersetzung und die Seite wird dann auch in anderen Sprachen aufgeschaltet. Überhaupt finden wir die Inputs auf der Plattform „Stadtgespräch“ sehr spannend und verfolgen die Einträge mit grossem Interesse. Es ist eine tolle Chance, auch die Meinungen der Bevölkerung zu erhalten. Wo möglich und sinnvoll, versuchen wir die Inputs gleich umzusetzen.»




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Bern hat eine touristische Hardware, die für sich alleine spricht: eine spektakuläre Kombination von Natur, Architektur, Kultur und Aesthetik. Somit ist eine Inszenierung, wie das Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffe krampfhaft und mit mässigem Erfolg versuchen, nicht nötig. Einfach grossflächig zeigen, was man hat, für ein authentisches Bild gegenüber einer dies suchenden Zielgruppe. Und die Qualität der touristischen Dienstleister erhöhen, um die hohen Preise zu rechtfertigen, mit Massentourismus geht die Authentizität und Schönheit bachab.




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Bern sollte sich als «Music City» positionieren, um auch jüngere Touristen anzusprechen. Die Stadt hat bereits ein gut funktionierendes musikalisches Ökosystem. Dazu kommen mit dem Gurtenfestival und dem Buskers zwei Anlässe mit überregionaler Ausstrahlung. Was fehlt ist einerseits eine Infrastrukturplanung, andererseits das entsprechende Branding.

Infrastrukturmassnahmen würden beispielsweise bedeuten, dass im Bereich Aarbergergasse-Bollwerk/Schützenmatte endlich eine Ausgehzone eingerichtet wird. Zusätzlich könnten in die Torbögen des SBB-Viadukts vor der Reitschule Übungsräume für Bands, Tonstudio und Büroräume für die lokale Musikindustrie gebaut werden. Denkbar wäre auch ein in den Boden der Schützenmatte gebauter Konzertsaal / Club für 800 Personen, wie er in Hamburg mit dem Mojo Club bereits existiert. Der Ort würde belebt, es entstünden Arbeitsplätze und Bern würde für kreative Talente und junge Touristen attraktiver.

Es ist klar, dass dies nicht nur Aufgabe von Bern Welcome sein kann. Der Gemeinderat und das Stadtparlament müssten dieses Projekt mittragen. Ich bin aber überzeugt, dass die Chancen hierfür gut stehen. Ein Vorbild für Bern könnte Reykjavik sein, das sich erfolgreich als «Music City» positioniert hat.




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Ich teile im wesentlichen die Kritik von M. Brülhart. Ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass die Touristiker auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Ein Festival wie aktuell das Shnit bringt Bern weiter und nicht die unsäglichen Plastikbernhardiner oder Aareschwimmkurse wie hier im Forum vorgeschlagen. Es braucht mehr Klasse und weniger Masse !




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Andreas Speiser

Wir wollen gar nicht mehr Touristen.
Jetzt soll auch noch das Zollhaus beim Bärengraben für Touristen umgenutzt werden, obwohl es zu wenig Wohnungen in der Stadt Bern gibt.
Wollen wir wirklich noch mehr Leute im Sommer im Marzili?
Touristen sind von Natur aus auf den eigenen Konsum ausgerichtet, was mit der lokalen Bevölkerung passiert ist den meisten egal.
Wenn schon dann sollten unsere Touristiker besser ein paar defizitäre Berner Museen besser vermarkten. Die Touristen können solchen unterausgelasteten Infrastrukturen helfen mitzutragen, aber bitte ohne Ausbau (Kunstmuseum Bern).
Nachhaltigkeit kommt ohne Wachstum aus.




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Beitrag der Redaktion:

Liebe Leser, besten Dank für Ihre konstruktiven und kreativen Beiträge. Was sich zusammenfassend sagen lässt: Bern könnte mehr tun – vor allem die Aare könnte stärker vermarktet werden.

Was meinen Sie:
– Auf welchem Weg könnte das geschehen?
– Wie könnte mit dem Sicherheitsrisiko umgegangen werden?




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Beitrag der Redaktion:

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