Redaktion Der Bund
15. Dezember 2017
15 Beiträge

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar
Daniel Laubscher

Die Überbauung des Viererfelds war ziemlich umstritten, gerade das betroffene Länggassquartier war bei der Abstimmung besonders kritisch. Deshalb muss die ansässige Quartierbevölkerung ganz direkt einbezogen werden. Nur so kann diese Stadterweiterung gelingen. Insbesondere der geplante Stadtteilpark wird für die Bevölkerung der Länggasse wichtig sein. Also sollen sich die Direktbetroffenen auch einbringen können. Bei der Überbauung selber ist ein guter Mix von Wohnen, Arbeiten und Dienstleistung gefragt. Auch hier sollen sich die Länggässler einbringen können. Dann gibt es ein urbanes und dichtes Quartier, so wie es die Länggasse heute schon ist.




2



0
Andreas Flury

Wenn die Architekten das machen, was schon seit gut 100 Jahren im Nordquartier oder Länggasse funktioniert, kann nichts schief gehen: Eine Neuinterpretation der fünf- bis sechsstöckigen Blockrandbauten, Geschäfte oder Kneipen im Parterre der zentralen Eckhäuser, grüne Innenhöfe, Verkehr in unterirdische Parkplätze lenken, hohe Durchmischung, günstige Wohnungen für Familien, und nicht solche, die sich nur Youppies leisten können, genug Verdichtung… die gewünschte Urbanität kommt damit von allein!




4



1
Rolf Helbling
  • Ein kleines bis mittelgrosses Migros/Denner/Coop und zugehöriges Restaurant gehört in die Mitte des Quartiers, mit Aussensitzplätzen, ohne oberidische Parkplätze.
  • Ein autofreier Dorfplatz mit Bäumen, Bänkli, Brunnen, Bäckerei/Cafè + 2 oder 3 Lädeli mit Dingen für den täglichen Bedarf der Anwohner, kein Hipster-Schischi für Leute von weit weg.
  • Gartensitzplatz für alle Erdgeschosswohnungen, ohne Mauer oder Hecke zum öffentlichen Raum hin.
  • Allgemein zugängliche Dachterrassen für die restlichen Bewohner.
  • Grillstellen im Pärkli, Tische und Bänke usw.
  • Ein Teich, der den Namen verdient.
  • Die Häuser sollten alle eine unterschiedliche Höhe haben, dass es nicht wie eine Kasernenanlage ausschaut.
  • Genug günstige Wohnung mit Belegungskriterien, die regelmässig überprüft werden.



3



1
Peter Meier

Praktisch bei jeder Neubausiedlung raufe ich mir die Haare vor allem wegen der Aussenraumgestaltung (die Gebäudearchitektur selbst mal beiseite gelassen…): viel zu ästhetisch, zu steril, zu gerade, zu sauber, zu aufgeräumt. Meines Erachtens auch ein wichtiger Grund, wie saftiges Quartierleben im Keim zu ersticken ist.

Das einzige mir bekannte gute Beispiel der letzten Jahre ist die Siedlung Oberfeld in Ostermundigen. Diese wirkte schon richtig belebt, während die letzten Wohnungen längst noch nicht bezogen waren.

Es braucht «ungepflegte» wilde Freiräume. Und in der Jury fehlt der allerwichtigste Part: die Bewohnerinnen und Bewohner (egal, ob genau diese dann dort wohnen oder nicht!). Denn es geht um einen LEBENsraum, und nicht um einen Landschaftsarchitekten-, Soziologen- und Verkehrsplanerraum.




3



0
Paul Rohner

Da bin ich der gleichen Meinung wie die Stadtplaner in Sachen Brünnenquartier, visavis von Holenacker und Gäbelbach. So verblödet man dermassen grosse Ackergebiete mit schlecht ausgenützten 4 Stöckigen bebauten Ueberbauungsfelder. Wenigstens haben zuständige Kunst – Beauftragte der Stadt Bern, auf das neue Brünnen Schulhaus mit den vier Pseudo Bauvisieren mit «4 zweiseitig gespannten Mettalpfosten» moderne Kunst montiert. So verschleudert man wertvolles Steuergeld.




3



0

Ich habe den Eindruck, Bern sei seit seiner Gründung baulich und planerischen im «Achsendenken» verhaftet. Ein Achse (Gasse, Strasse) mit links und rechts neben reinem Wohnen auch etwas öffentlicher Nutzung. Die Linearität zeigt sich besonders schön an den ÖV-Achsen.

Urbanität entsteht nach meiner Sicht erst, wenn in der Fläche gedacht und geplant wird. Querdenken im wörtlichen Sinn ist gefragt!




4



1

Rentner, denen ihr EFH in der Stadt Bern zu gross wird, sollten im Viererfeld eine adäquate Wohnung erwerben können. Zum Wohl auch von jungen Familien.




8



1
Nach oben