Muss die Altstadt vom Auto befreit werden? | Der Bund | Stadtgespräch – die «Bund»-Communityplattform
Redaktion Der Bund
31. Januar 2018
44 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar
Stefan Mei
    Lucas Anonymous

    Ich gebe Ihnen völlig Recht was die Zubringer angeht.

    Ich persönlich sehe allerdings keinen Zusammenhang zwischen einer lebendigen, lebenswerten Wohnzone Altstadt und Anwohner-Parkplätzen direkt vor dem Haus. Als ehemaliger Anwohner weiss ich: Wohnen in der wunderbaren unteren Altstadt ist ein Privileg. Eines dass sich viele wünschen. Ich kann mir deshalb kaum vorstellen, dass beim Wegfall von Anwohnerparkplätzen eine Entvölkerung stattfinden würde.

    Weiter bin ich der Meinung (und wünsche mir das auch), dass weitere Quartiere früher oder später mit massiv weniger Parkplätzen vorlieb nehmen müssen. Dass die Altstadt diesen Schritt früher vollziehen muss, ist für mich nachvollziehbar. Denn die Altstadt gehört neben den Bewohnern halt allen Bernern (und selbst den Touristen) ein bisschen und verfügt im Vergleich zu anderen Quartieren über vielfältigere Anspruchsgruppen.




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    Ich finde es absolut zumutbar, dass man sein Auto in einer Tiefgarage abstellt und dann halt ein paar Meter laufen muss. Wer in der blauen Zone täglich einen Parkplatz suchen muss findet diesen auch nur selten direkt vor dem Haus und muss eine oder zwei Strassen weiter weg parkieren. Das ganze ist ein Kompromiss, Herr Mei. Ein komplettes Fahrverbot könnte so vermieden werden.
    Rolf Helbling




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Gepinnter Kommentar
Stephan Grossenbacher
Gepinnter Kommentar
Jürg Von Allmen

Eigentlich stört doch alles das Bild der schönen Fassaden, und Bauten. Dazu gehören aber nebst den Autos auch Velos, Blumentöpfe, Gartentische, Kerichtkübel, etc. und damit es das alles nicht mehr braucht müssen doch einfach alle Menschen raus aus der Stadt, weg von den schönen Fassaden und Gebäuden.




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Katharina Zutter

Wenn die Autos aus der Altstadt müssen, dann bitte für günstige Parkplätze schauen, Shuttlebusse gratis sowie die Spital- und Marktgasse von den Bussen und Trams befreien.




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Aline Anonymous

Das schöne ist ja, dass man Kompromisse machen kann. Die Nebengassen (Brunn-, Junker-, Rathhausgasse) wären mehr als Zumutbar ür die Anwohner und behindern auch nicht den ÖV. Ich versteh leider nicht, warum man mit einem grossen Auto durch diese engen Gassen fahren muss und hab als Fussgänger schon fast keinen Platz daneben.
Die Frage ist bei den meisten aber wohl eher: Will ich mehr Trubel in der Altstadt? Und da schreien doch viele Anwohner*innen ersteinmal NEIN.




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Katharina Müller

Es ist spannend zu lesen, wie viele sich ein Leben in der Altstadt mit Parken im Parkhaus vorstellen. Grosseinkäufe – entweder verzichtet der Altstadt Bewohner darauf oder er schleppt Tasche um Tasche vom Rathausparking in die Junkerngasse. Skiferien, alle Utensilien werden einzeln ins Parkhaus getragen, die Altstadtbewohnerin hat ja Zeit. Grosskinder hüten, diese müssen geholt werden, da es den Eltern ja nicht möglich ist, auf dem Arbeitsweg zum Haus zu fahren und die Kinder direkt zu übergeben. Der Altstadtbewohnerin wird wohl das nötige Kleingeld haben, um sich mit einem Taxi zu einem Arzt chauffieren zu lassen bei Krankheit und Gebrechen, oder für die Physiotherapie. Der zukünftige Altstadtbewohner ist überzeugter Antiautofahrer, finanziell gut betucht und sozial über die elektronischrn Medien vernetzt oder er bezahlt seinen Gästen das Parkhaus und macht sich keine Sorgen um die Sicherheit. Wieviele Befürworter habe sich ihr aktuelles Leben in Gedanken in die Altstadt gezügelt – ginge dies ohne Einschränkungen? Würden Sie sich das einfach do aufzwingen lassen?




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Juri Anonymous

Ich kenne keine Europäische Stadt ohne richtige Fussgängerzone.. bis auf das UNESCO Weltkulturerbe Bern.. das ist nicht nur, wie schon geschrieben, sehr peinlich, sondern je länger und mehr Verkehr aufkommend auch sehr ärgerlich. Ich weiss nicht in welcher Stadt man soviel Parkbussen, Fahrverbotsbussen und ähnliches grosszügig verzichtet wie Bern..




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Erika Daum

Altstadt autofrei? Aus der Sicht gesunder mobiler Menschen ist das absolut wünschenswert. Wer aber kranke oder gebrechliche Menschen in eine Arztpraxis oder in ein Röntgeninstitut begleiten muss, sieht sich grossen Schwierigkeiten und schier unlösbaren Problemen ausgesetzt. Mir wurde das auch erst bewusst, als ich in dieser Situation war.




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Ruedi GYGAX

BUND v. 5. Februar 2018
Titel sollte heissen: Autos und Oev ebenso schlimm …
Weiss die Mehrheit unserer Bevölkerung überhaupt wieviele TRAMS & BUSSE
pro Stunde in der Spitalgasse & Marktgasse verkehren, nähmlich ganze 126 !!!. und jetzt noch (ev. …) die allerdümmste Idee des 10er Trams ! Jetzt ist es Mathäus zum letzten, dass ein NEUES VERKEHRSREGIME
geplant werden muss. Klar muss ein klares Regime für den WIRTSCHAFTSVERKEHR gesichert sein, das in grössseren Städte wie München etc. funktioniert. OEV raus aus Spital- Marktgasse, Kramgasse und Gerechtigkeitsgasse. Alles Fussgängerzone/Flanierzone/ Beizli etc.
OEV & MIV muss getrennte Fahrrichtung haben. Als ehemaliger Ladenbesitzer an der Spitalgasse 4, und 10 Jahre Präsident des VBS (Vereinigung Berner Spezialgeschäfte) habe ich schon vor Jahren dieses Ansinnen gehabt. Leider hat sich der Detailhandel im Zentrum sehr stark gewandelt. KMU, Familien- Geschäfte sind verschwunden ! Gründe gibt es viele: Hohe Mieten, nur noch grosse int. Ketten, und vorallem das Internet. Den Kunden darf sicher zugemutet werden von den Nebengassen in die 4 Shoppingzonen zu laufen.
Die VISION einer verkehrsfreien UNESCO Stadt wäre für mich das Grösste.




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Martin Martin Messerli

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, die Altstadt von Autos zu entlasten, um den Charakter des alten Berns wieder frei entfalten zu lassen. Das Problem ist nur, dass Bern, als autofeindlichste Stadt Europas, einfach viel zu wenig Parkplätze hat. Auch die eher teuren Parkhäuser sind ja meistens überfüllt. Kostenlose Park and Ride Plätze ausserhalb des Zentrums wären sicher ein Ansatz zur Problemlösung.




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Fredy Bichsel

Interessant, eine Diskussion um den Verkehr dreht sich fast nur um das Auto. Für mich gehört zu einer Flanierzone, einer verkehrsfreien Zone jedoch auch, dass keine Fahrräder durchrasen. Wenn schon kein Verkehr dann bitte wirklich keiner und bitte auch keine Fahrräder. Die können genau so gut laufen, eher noch besser,da offenbar gesund, als alle anderen.




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Daniel Moser

Die Situation in der unteren Altstadt ist unbefriedigend: Kram- und Gerechtigkeitsgasse wollen zwar eine touristisch schöne und attraktive Flaniermeile sein, aber der öV und der Privatverkehr bringen Unruhe in den Raum. Nur selten hält sich ein Fahrzeug an die vorgeschriebenen 20 km/h. Das einzigartige Stadtbild aus dem 18. Jahrhundert wird zudem durch die vielen parkierten Autos verunstaltet. Starke Einschränkungen des Verkehrs auf diesen Strassen würden viel an Lebensqualität für Alle bringen.




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Andreas Flury

Das Konzept stimmt, Abstellplätze nur für „Zubringer und Abholer“, sog. Wirtschaftsverkehr. Von mir aus gesehen viel wichtiger wäre jedoch eine Fussgängerzone in der Spital- und Marktgasse!
Tram- und Busverkehr könnte in die Achsen Schauplatzgasse-Amthausgasse und Speichergasse-Nägeligasse verlegt werden. Und zwar im Einbahnverkehr, die eine Achse Stadt-aufwärts und die andere -abwärts. Erst dann könnte man von einer verkehrsfreien Fussgängerzone in der oberen Altstadt sprechen. Es wäre sehr schön, mitten auf den Hauptgassen vom Bahnhof bis zum Bärengraben zu spazieren, ohne dauernd von Tram, Bus oder Auto zur Seite getrieben zu werden!




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Rudolf Käser

Altstadt unbedingt autofrei! Keine Parkplätze und vor allem keine Taxis, welche die ganze Nacht mit übersetzten Geschwindigkeiten durch die Gassen lärmen. Wer in die Altstadt zieht, hat den besten ÖV schweizweit und benötigt keinen privaten PW.




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Heinz Anonymous

Die Altstadt wird von menschen bewohnt und nicht von Schauspielern in einer Museumsperformance. Und Autos gehören zu unserer art zu leben. Ich fahre zwar Velo und habe nicht mal einen Führerschein, aber trotzdem. Die erwünschte Musealität und Reinheit eines Ortes ist mir durch und durch unsympathisch.




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Eduard Balsiger

Es wäre an der zeit die verkehrssituation in der ganzen stadt neu zu überdenken und ein richtiges gesamt Konzept aufzustellen inkl öv und touristen und anwohnern alles muss einbezogen werden aber das scheint in bern nicht möglich zu sein und schon gar nicht durchgesetzt zu werden. Der öv muss durch die hauptgassen alles andere geht gar nicht. Schade für bern.




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willy loosli

Gewerbe, also Zulieferung, Reparaturservice soll mit entsprechender Vignette dort gratis parkieren (Zeit befristet). Auf die ganzen 2 Gassen aber versetzt ein Dutzend P für 15 Min damit noch eingekauft werden kann. Sonst sterben noch mehr Geschäfte. Für Arztbesuche kann eine Bewilligung per Telefon verlangt werden (diese wird beim Streifenpolizisten angezeigt). Wäre einfach.




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Stephan Anonymous

Das finde ich eine längst fällige Massnahme. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe und somit auch primär eine Begehnungs- und Flanierzone und mit weniger Parkplätzen attraktiver. Die Parkhäuser sind nah und die wenigen Anwohner mit Autos können diese locker in 5 Minuten zu Fuss erreichen.

Über günstigere Jahresparkplätze sind ja Verhandlungen angesagt. Allerdings braucht es dann happige Bussen für die notorischen Falschparkierer.




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Maja Maurer

Die Berner Altstadt ist das wohl am besten mit ÖV erschlossene Wohn/Arbeits-Quartier des ganzen Kantons. Fast jede ÖV Linie von Bern geht durch die Altstadt. Wer da noch ein Auto besitzt oder für wen es zu viel verlangt ist das Auto in einem Parkhaus abzustellen, dem ist nicht mehr zu helfen. Berner Altstadt vom Bahnhof bis zur Nydegg autofrei, Ausnahme: Zufahrten zu den Parkhäusern.




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Lilian Grindat

Ich bin für lebendige Städte mit Kaffees und Bistros mit schönen Terrassen zum verweilen. In Bern haben die schönsten Plätze und die untere Altstadt wenig Charme, weil sie ohne Leben sind. Solothurn macht es so: bis 11:00 ist die Einfahrt in die Stadt erlaubt, danach nicht mehr. Anwohner können jederzeit eine Ausnahmegenehmigung einholen. Funktioniert wunderbar. Bernmobil könnte ebenfalls umgeleitet werden wie bei der Fasnacht. So gäbe es Platz für viel Neues.




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Die Innenstädte der Zukunft sind autofrei. So gesehen gehen die geplanten Massnahmen in die richtige Richtung. Die drei neuen Flanierzonen in der Oberen Altstadt sind sehr zu begrüssen. Die Tage des Drive-in beim Migros-Zugang Zeughausgasse sind endlich gezählt. Dies wurde übrigens von mir auch schon in einem Vorstoss gefordert. Siehe: https://ris.bern.ch/Geschaeft.aspx?obj_guid=6748b78f0321439e94e328971ea4e425

In der Unteren Altstadt harzt es noch. Es darf bezweifelt werden, dass die angedachten Massnahmen tatsächlich fruchten. Die Untere Altstadt wird vorderhand eine Zone für experimentelles Parkieren bleiben.

Immerhin hat Ursula Wyss die meisten Player an einen Tisch gebracht. Bei einem nächsten Mal müssten dann auch noch die Verkehrsverbände einbezogen werden. Nur so kann eine autofreie Untere Altstadt dereinst auch wirklich umgesetzt werden.




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Stefan Fink

Wenn schon, dann richtig und konsequent! Weder Taxi, Lieferservice, Klein- sowie Lastwagen. Einkaufen kann man in der Aglo und einen Umzug durchführen kann mittels Lastenvelo durchgeführt werden. Spitex oder Ambulanz kann mittels ÖV kommen. Im ernst: Wenn schon eine Ausgrenzung stattfinden soll, dann auch mit allen Konsequenzen. Ansonsten ist es pure rosinenpickerische Verlogenheit!




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Peter Kyburz

Ich begrüsse den gewählten Ansatz. UNESCO Weltkulturerbe – schön und gut. Das Beispiel der Oberen Altstadt in Burgdorf zeigte aber eindrücklich auf, was eine verfehlte Verkehrsplanung für Auswirkungen haben kann: keine Frequenzen mehr, Gewerbe aber auch Gastrobetriebe schliessen, das Leben verschwindet aus den Strassen.
Ein vernünftiges Miteinander von Zubringer- und Umschlagsverkehr, öffentlichem Verkehr und Fussgänger macht für die Berner Altstadt Sinn.




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Marlies Kornfeld

In Bern gilt das Auto als Feind, in anderen Städten als Transportmittel, das schnellst möglich, ohne Gefährung, sein Ziel erreichen soll. Doch klar sollen Anwohner eine festen Platz in Garagen haben




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René Buri

Die «Dauerparkierer» sind auch Bewohner der Altstadt, leider wurde mit diesen Bewohnern nie gesprochen. Ihr Leute von den Quartieren fordet eine autofreie Altstadt, warum nicht auch autofreie Quartiere. In den Quartieren bezahlt man CHF 240.– für ein Parkkarte, in der Atstadt schlappe CHF 978.–, gewusst.

Mein Vorschlag, damit für uns Altstadtbewohner das Parkieren bezahlbar bleibt in der Parkhäusern, die Parkkarte in den Quartieren auf CHF 450.– anheben und den Tarif für die Altstadt beim jetzigen Preis belassen. Denn warum müssen nur wir die autofreien Zonen berappen – ihr von auswärts profitiert ja auch davon. Und gemäss Kommentaren ist dies ein grosses Anliegen.




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Judith Ruetsche

Ich stimme mit Herrn Sommer voll und ganz überein. Die Altstadt Bern und auch die Nydeggbrücke könnte noch einiges fussgänger- und velofreundlicher gestaltet werden. Ein grosses Aergernis aus meiner Sicht sind die vielen parkierten Autos insbesondere in der Postgasse. Bern gehört zum Unesco Weltkulturerbe und entsprechend wird grossen Wert auf die Erhaltung der Bausubstanz und das Erscheinungsbild gelegt. Für mich beeinträchtigen aber parkierte Autos und Suchverkehr genauso das Erscheinungsbild und die Altstadt-Atmosphäre wie eine verunstaltete oder verfallene Fassade.




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Henri Sommer

Das würde die Altstadt sicher aufwerten. Zusätzlich fände ich es gut, die Nydeggbrücke für den Verkehr zu schliessen. Ich ärgere mich immer an schönen Sonntagen, wie viel Platz die Autos beanspruchen dürfen, während sich die Fussgänger sich auf dem schmalen und hohen Trottoir pferchen müssen. Bern ist,was Verkehrberuhigung betrifft, sowieso Mittelalter und einer rotgrünen Regierung unwürdig.




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Andreas Hofmann

Früher gab es Parkplätze in der Altstadt, für die bezahlt werden musste. Dann hat man, angeblich aufgrund des «Verkehrskompromisses», alle Strassen-Parkplätze aufgehoben und gleich viele im Rathausparking dazu gebaut. Resultat: Es wurde auf den Strassen mehr parkiert als vorher, nur gratis (Auswärtige vorbehältlich seltener Bussen).

In allen Kernstädten Europas sieht man kaum jemals ein Auto, ausser im «rotgrünen» Bern. Es ist höchste Zeit, auch die Berner Altstadt von allen Autos zu befreien.




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Roland Scheidegger

Herumstehende Autos bringen kein Leben in die untere Altstadt, aber die untere Altstadt braucht Leben.




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Therese D.

Wäre gut, zusätzlich velofrei noch besser! Kürzlich gesehen: in der Altstadt standen an überall Velos herum. Dies ist auch nicht schön und behindert die Fussgänger.




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Christoph Obrecht

Altstadt autofrei? Unbedingt! Diese Massnahme ist schon längstens fällig.
Bern als UNESCO Weltkulturerbe, und da fahren noch immer Autos durch und parkieren – ist eh peinlich…




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