Die Kinos sind weg – was nun? | Der Bund | Stadtgespräch – die «Bund»-Communityplattform
Redaktion Der Bund
5. Februar 2018
30 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar
Röbu Hofstetter
Gepinnter Kommentar
Christine Schilt

Die Multiplex-Kinos ziehen den Kitag-Stadtkinos wahrscheinlich die Kunden ab. Ich gehe oft ins Kino, liebe die kleinen feinen Filme im Rex etc. Für Kinos am Stadtrand habe ich keinen Bedarf, synchronisierte Kinos sind mir ein Gräuel. Die Oberstadt leidet am „immer Gleichen“, Kleider, Handy-Shops, Schuhe – langweilig! Schön wäre es, die Stadt könnte „sinnlicher“ werden mit Läden, die die Sinne ansprechen. Esswaren, Blumen, schöne Bars. etc. All das, was wir an italienischen Städten so lieben und die untere Altstadt noch bietet. Ich hoffe sehr, dass in den schon bald „alten“ Kinosälen keine seelenlosen H&M oder Läden à la Medienmarkte einziehen.




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Durs Blaukopf

Jugendclubs müssen her, damit die Jugendlichen nicht immer zur Schützenmatte müssen.

Kantinen zur Mittagsverpflegung sind spannend. Gute günstige und nahrhafte Suppen zur Mittagszeit, beim Zusammensitzen und Miteinanderreden.

Mehr gute Programmkinos. Der einzige Sender, der gute Filme aus Europa (!) aus dem 20. Jhd. (!) zeigt, ist arte. Wir brauchen gute Kinos mit anspruchsvollen Reihen, Bergmann, Truffaut, Fellini, Wenders, Frauenfilme usw.

Kinopreise senken! Wir bezahlten neulich 37 CHF (!) für zwei Eintritte in „Billboards“, 18.00 Uhr (!). Geht’s noch? Und das Kino war zu 5/6 leer! Die Filme müssen 10 CHF kosten, das war’s.

Gruss




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Patrik Walzer

Es hat wohl viele Gründe. Unter anderem sind Kinofilme auf ein junges Ziehlpublikum zugeschnitten. Die wackligen Kameraführungen, die Realismus vorgaukeln sollen und die gefühlten 1000 Cuts und Einstellungen pro Minute sind vielen älteren Semestern wie mir ein Graus. Und das junge Publikum: Das geht nicht ins Kino sondern «saugt» sich den Film vom Netz runter.

Es ist aber auch wie überall sonst in der Stadt: Mieten sind zu hoch um bei immer weniger Gewinn – sei’s im Detailhandel oder eben den Kinobetreibern – ein Geschäft rentabel zu betreiben. Deshalb dominieren in Bern Migros, Coop, Apotheken aber auch Praxisräume. Sehr bedenklich. So wird Bern immer mehr zum «Provinznest». Ich denke aber auch, dass sich Splendid und Alhambra kostendeckend betreiben lassen würden. Es tut enorm weh als Stadtberner, diese Kinos zu verlieren. Und ja, ich war ein Kinogänger – allerdings halt auch nur noch unregelmäßig…




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von Niederhäusern Gabriela

1. Ein Transitraum fände ich toll. Da kann man hin, wenn man eben aus dem Weg ist von einer Sache zur andern, eben im «Übergang» und eine freie Stunde oder so die man gut nutzen will. Er sollte gut eingerichtet sein für den Gebrauch elektronischen Medien, also Wlan, Steckdosen um das Handy aufzuladen und mit Laptops arbeiten zu können. Man bezahlt Eintritt pro Stunde, mit Karte versteht sich, oder Abos, aufladbare Karten. Ein wenig Snacks, und Trinken vom Automaten, evtl. sogar ein stiller Ort um sich zu regenerieren, oder zu telefonieren.

2. Für die die wirklich nichts tun wollen: ein Raum der Stille.




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Hanslihans anonym

Wer nicht in der Stadt wohnt, hat keine Lust noch mind. 10 Fr. für den Parkplatz zu bezahlen. Die Filme sind ja die gleichen, der Drink danach auch – also lieber gleich ins Westside




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Beitrag der Redaktion:

Auch die Stadtberner Juso hat sich bei uns mit Ideen für die leeren Kinosäle gemeldet. In einer Medienmitteilung fordert sie, dass die Räume nicht-kommerziell genutzt werden sollen – etwa von Kunstschaffenden.

Für die Juso liegt «das eigentliche Problem» aber darin, dass das Stadtbild vor allem dadurch bestimmt wird, was rentabel ist. Deshalb fordern sie «ein demokratisches Mitspracherecht, wenn es darum geht, wo welche Geschäfte stehen». Zudem brauche es einen langfristigen Plan, wie ganz Bern zu einem Freiraum wird.

Die Juso haben zusätzlich auch eine Forderung an den Gemeinderat: Dieser soll sich jeglicher kommerziellen Nutzung der Kitag-Säle zu widersetzten und eine Strategie entwickeln, wie sich Bern zu einem Freiraum wandeln könne.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, teilen Sie diese Meinung? Und was halten Sie von der Forderung der Juso? Lassen Sie es uns wissen.




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Christoph Bürgi

In der Innenstadt herrscht Mangel an Verpflegungsmöglichkeiten, insbesondere für Schüler. In den frei werdenden Kinosälen könnten Kantinen mit vernünftigen Preisen eingerichtet werden, damit die Jugendlichen nicht bei jedem Wetter Junkfood auf der Gasse verzehren müssen.




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M Lehmann

Ich habe genug vom einfältigen Superhelden in regionalen Lichtspielhäusern. Das Clientele, das sich solchen Schwachsinn noch freiwillig antut, scheint die Dumping-Kinos zu bevorzugen. Den Benzinverbrenner fast im Saal parkieren, sich durch den Popcorn-Dunst des Kino-Shops schleifen, ohne Unterbruch einen Film konsumieren, dass scheint den Nerv des heutigen Kinogängers zu treffen. Leider nicht meinen. Wie wärs mal wieder mit einem Kino mit Klasse? Ein Abendessen mit Freunden geniessen und dann einen Film konsumieren der zu Gesprächen anregt. Es muss ja nicht der weltfremde Künstlerschwachsinn sein, der so manche Hochschule produziert. Aber vielleicht eine anregende Dokumentation?




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Paul Tanner

Seit Jahrzehnten war ich nicht mehr in einem Kino. Warum? Risiko, Opfer von Ueberfällen zu werden (Lauben und Strassen Richtung Bahnhof sowie beim Benützen von öffentlichen Verkehrsmitteln). Ausweichen auf Tagesvorstellungen? Nein, denn der jeweilige Lärmpegel bei den Vorführungen entspricht einer Schülervorstellung.




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Naomi Anonymous

Kinos sind generell zu teuer. Zumindest an Randzeiten oder nicht so günstigen Tagen sollten sie günstiger sein, siehe System in Deutschland. Sogar die AHV Eintritte sind immer teurer geworden. Jugendliche schauen Netflix usw. die Älteren gehen aber noch ins Kino.




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Selbstverständlich ist es bedauerlich wenn Kinos wie das Alhambra oder das Gotthard verschwinden. Aber das liegt weniger an der Innenstadt, sondern vor allem daran, dass viele Menschen lieber zuhause Filme schauen – Angebote wie Netflix gibt es ja Haufenweise. Kinos wird es in der Innenstadt sicher weiterhin geben, aber halt einfach viel weniger und eher mit Nischenangeboten. Dies ist sicher eine Chance für Quinnie.

Wie könnten nun die leeren Räume genutzt werden? Ich denke, da gibt es viele Möglichkeiten. Vor allem ist zu hoffen, das der Mietdruck bei der offenbar sinkenden Nachfrage nun etwas abnimmt. Aus den grösseren Kinos könnte man zum Beispiel Jugendclubs machen – vielleicht stört ein solcher im Hirschengraben oder beim Bubenbergplatz weniger als die geplante Tankere. Die Idee eines Clubs im Alhambra fände ich jedenfalls äusserst spannend!




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tom steinemann

Die Räume sollen von der Stadt übernommen und als «Dunkel-Kultur-Raum» genutzt werden: Autorenkino, Dunkelkonzerte, Blinde-Kuh-Kulinarik.




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Anna Anonymous

Das ist doch super, ein weiterer Schritt zu mehr Ruhe in der Stadt, weniger Leute, weniger Verkehr, weniger Lärm. Natürlich hätte man dann aber gerne doch ein wenig mehr aus dem Finanztopf weil irgendwer sollte ja dann doch noch Geld bringen bwz bezahlen.




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Stephanie Jampen

Schade,wenn alle Kitag Kino schliessen in der Innen Stadt.
Meine Lieblingskinos sind: Captiol, Jura und City 1+2 und 3.




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Bettina Foord

Im Westside laufen die Filme nicht in Originalsprache, sondern nur auf Deutsch. Was dort zu funktionieren scheint, klappt in der Stadt offensichtlich nicht. Wir suchten zum Beispiel vergeblich «Paddington 2» in Englisch (Film lief in Kitag-Sälen), liessen es dann bleiben.

Das zu seichte, oft synchronisierte Kinoprogramm der Mittag ist wohl Mitgrund für den Untergang – die Teenies gehen eher ins Multiplex-Kino, die Zielgruppe in der Stadt zieht wohl tendenziell gute Unterhaltung in der schöne Innenstadt und in Originalsprache (mit Untertiteln) vor. Zum Glück gibt es noch Quinnie!




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Martin Aeschlimann

Zum Glück subventioniert der Kanton jetzt dann den Flughafen Belp. Mit den Billigflügen werde ich dann im Ausland günstig ins Kino, zum Coiffeur und ins Restaurant gehen.




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Michael Müller

Es braucht nicht nur die Migros oder andere Grossverteiler. Damit die frei werdenden Flächen kreativer genutzt werden können, müssen in der Innenstadt die Nurzungsordnungen liberalisiert und der Denkmalschutz zuückgefahrwn werden.




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Rosario De Lenart

Ganz sicher ein Grund sind auch die immer höheren Parkgebühren!




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