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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar

Beitrag der Redaktion:

Liebe Leserinnen und Leser. Wir sind Ihren Inputs nachgegangen, wonach im Bern ein veritables Beizensterben im Gang ist. Die meisten Beizen sind schon länger geschlossen, sagten uns Leute aus der Szene. https://www.derbund.ch/bern/stadt/die-echten-beizen-sind-schon-lange-geschlossen/story/26793390

Gleichzeitig schreitet der Wandel des Bahnhofs voran. Nun soll die Confiserie Sprüngli ins Untergeschoss zügeln, damit Massnahmen gegen die herumlungerenden Teenies vor dem Eingang ergriffen werden können. Was denken Sie dazu? Für wen bietet der Bahnhof Platz?




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Gepinnter Kommentar
Claude Mignot
Gepinnter Kommentar
Thomas Teske

In der Umgebung des Bahnhofs gibt es zahlreiche Angebote. Das allein ist sicher nicht das Problem. Was zu denken gibt, ist die Gastfreundlichkeit: fühlen sich Gäste wirklich gut bedient? Möchten sie dort verweilen oder in der 100-200m Umgebung?

Es geht in der Diskussion sprichwörtlich um Laufkundschaft. Wer rasten möchte braucht auch einen Platz und sollte diesen leicht finden können. Das Burgenspittel ist so ein Ort, der vielleicht unterschätzt wird. Aufenthalt ohne Konsum ist eine Qualität und keine Mangel an sich. Dafür sollte man sich einsetzen. Ob das Coté Sud der letzte Treffpunkt ist, hängt von den Bedürfnissen ab. Es ist ein Treffpunkt von vielen.




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Fritz Lüdi

Der Bahnhof ist auch für Leute über 70 ein Treffpunkt. Dazu gehört auch ein Restaurant, nicht nur für Vegetarier und Hippies. Das heudige Sud war absolut ideal und darf nicht verschwinden! Schon wegen der netten Bedienung nicht! Alles andere ist für Bern eine Katastrophe.




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Hans Rohner

Früher waren die meisten Bahnhofbuffets schweizweit dafür bekannt, dass man dort gut essen konnte. Schade dass sich die Essensgewohnheiten hin zum Take away gewandelt haben. Für mich ist aber der Bahnhof in erster Linie zum reisen da und nicht zum einkaufen.




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Alfred Vallotton

Zug fahren dürfen die Jungen natürlich- aber nur wenn sie sie SBB nicht stören – langsam aber sicher nimmt dieser Betrieb sehr selbstherrliche Allüren an!




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Renate Herbst

1. Ich finde es nicht gut, dass in dem Haupteingang zum Bahnhof ständig alle möglichen recht verwahrloste Leute mit Bierflaschen herumlungern durch die man sich durchkämpfen muss.
Ich benutze den Hauptausgang schon lange nicht mehr.
2. Soweit ich mich erinnere gab es einmal einen Fussgängertunnel von der Schwanengasse zur Migros Bubenberg und weiter zum Postbahnhof. Wo ist der geblieben?
3. Der ganze Zugang zum Bahnhof ist unübersichtlich.




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Liliane Hüssi

Der ort ist deshalb ein grosser verlust, weil er nicht „im zehtrum“, sondern im bahnhof ist,
Weil das personal wirklich freundlich ist und einem vermittelt, dass ein kaffee konsumation für eine 2stunden besprechung genug ist,
Weil das kaffee unaufdringlich, geschickt möbliert und sauber ist.
Es geht nicht immer um alkis und andere randständige, wenn man Einfachheit und anständige preise lobt.




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Kurt Lüthy

Versuchen Sie im Toi et moi einen Platz zu finden. Spontan unmöglich, sichere Lösung drei Tage im voraus reservieren. Ich vermisse die Haller-Restaurants mit ihren Sälen.




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Florian Wissmann
    Simon Anonymous

    der bhf ist ein öffentlicher ort. als solcher müsste er vielleicht nicht nur den neoliberalen maximen der gewinnmaximierung folgen. ich braucht das cote sud regelmässig zum verweilen und essen, ja die menschen gibt es noch. ein restaurant ausserhalb aufzusuchen un innerhalb 30‘ zu essen wird meist knapp. und gute restaurants in bhf nähe sind doch eher dünn gesäht oder dauernd ausgebucht. sie glauben einen sehr realistischen und abgeklärten blick zu haben. liberale gedanken sind eine ideologie und wie es um die gastronomie bestellt ist ihnen auch nicht klar. nennen sie doch mal 5 restaurants die qualitativ mit dem cote sud mithalten, preiswert sind und in denen man nicht reservieren muss. viel glück….




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Peter F.

Ich bin seit über zehn Jahren Pendler und Stammgast im Côté Sud und trinke dort regelmässig mein Feierabendbier. Auch gegessen habe ich dort öfters, war immer zufrieden und wurde immer freundlich bedient. Natürlich gäbe es auch einiges zu bemängeln. So habe ich z.B. mal in einer Gästeumfrage geschrieben, dass das Côté Sud «eine als Restaurant/Bar getarnte öffentliche Bedürfnisanstalt» sei; dies wegen der nicht enden wollenden Karawane von Leuten von ausserhalb, die sich an der Bar vorbei bewegt, um die Toilette aufzusuchen und dann gleich wieder zu verschwinden.

Ich bevorzuge dieses Lokal im Bahnhof trotzdem, weil es nicht in den «Katakomben» liegt, weil man Ausblick ins Freie hat, wegen den (für die Lage im Bahnhof) günstigen Preie für Speisen und Getränke und dem bunten Gästemix, den man dort antrifft. Aber ich fürchte, dass das Preisniveau nach dem Einzug von Tibits sich drastisch ändern und mein Budget zu sehr strapazieren wird und somit auch der Gästemix nicht mehr so vielfältig sein wird wie heute. Vielleicht ist das von den SBB so gewollt, die weniger Zahlungskräftigen sollen in den Untergrund verschwinden – oder das Bier beim Coop kaufen und zu Hause trinken. Mein Feierabendbier werde ich künftig wohl in der Altstadt geniessen müssen – der Weg zum Zug wird dann halt einfach etwas länger.




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Françoise Kästli

Haben Sie schon versucht, mit einer gehbehinderten Person, mit Rollator, im Bahnhofareal einen Kaffee trinken gehen? Der einzige Ort, wo das gemütlich möglich ist, ist das Côté Sud. Ist Tibits bereit, einige Tische für solche Personen zu reservieren – und wäre das Personal bereit, diese Tische auch zu bedienen? Man kommt sich als ältere Person im Bahnhofgebiet als „nicht erwünscht“ vor.




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Bruno Spycher

So grandios ist das Côté Sud sicherlich nicht, ein bedientes Lokal, jedoch ohne spezielles Flair. Das Tibits ist nun einmal für die Vermieter lukrativer und entspricht zudem dem heutigen politisch-korrekten Zeitgeist perfekt.

Wie wäre es stattdessen, wenn man den früheren alten Noppen-Bodenbelag wieder auferstehen lassen würde? und anstatt McDonald und Co. ein Bahnhofsbuffet wie, im HB-Zürich, die Brasserie Federal einrichten würde? Träumen mag ja noch erlaubt sein…




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René Weiss

Als Restaurant-Alternative bietet sich noch das Lokal ganz hinten in der Christoffel-Unterführung an, zzt. heisst es Viva La Vida (min. das vierte Konzept in 10 Jahren). Dort kann man auch etwas länger verweilen oder einen Drink nehmen. Ist zwar nicht mein Lieblingslokal der Stadt, aber gerade für einen Absacker mit Leuten, welche auf den Zug müssen, sehr geeignet. Gegessen habe ich dort noch nie, aber was ich bis jetzt gesehen habe, sah nicht mal so übel aus. Gerade die Getränke-Auswahl kann sich sehen lassen. Vornedran kann man sogar rauchen und offensichtlich sind dort auch Leute mit kleinerem Budget willkommen.




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Margareta Rudaz

Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich durch den Bahnhof gependelt, als Schülerin, Studierende, später zu Arbeitsorten. Ich fand ihn nie schön, die Oeffnung der Fassade hat nun aber die Lichtverhältnisse verbessert. Aber er hat für mich immer ein Lebensgefühl transportiert: «Weg von hier» – ins Neue, ins Andere, hin zu Erfahrung und Erlebnis, die es im Zuhause nicht gibt, wo immer dieses gerade lag. Die Ameisenstrassen der zügig Arbeitswilligen, die suchend Rollkofferschiebenden – einfach Bewegung. Ich bin überzeugt, dass alle architektonisch und politisch machenbaren Veränderungen am Bahnhof Bern dieses Lebensgefühl fördern werden!




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Margaretha Baumgartner

Ich bedaure es sehr, dass dieser «Begegnungsort» aufgehoben wird. Ich habe oft Bekannte oder Freunde die auf Durchreise durch Bern waren, im Coté Sud getroffen.




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Andreas Flury

Was soll das Gejammer? Ein Bahnhofbuffet musste auch rentieren und gibts in Bern schon lang nicht mehr, das Autogrill war auch keine Non Profit-Organisation, und wer höcklä und sich bedienen lassen will, kann ja ins Toi et Moi oder in die Brésil Bar.




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Heinz Müller

Für mich ist der Bahnhof kein Teil Berns. Er ist eine identitätslose Zone. Ein neutraler Boden mit Direktanschluss an den neutralen Boden in Zürich und anderswo. Alles auf dieser Fläche schreit mir zu ich solle gefälligst entweder etwas kaufen oder wenn schon dann zumindest so schnell wie möglich weitergehen.

So verlasse ich auch immer möglichst schnell diesen gestrandeten Wal und sorge dafür Ihn so wenig wie möglich zu betreten.




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Fred Rohrer

Das Côté Sud soll geschlossen werden? Ich hoffe es nicht. Ich bin hier regelmässig Gast am Mittag und treffe mich mit einem Kollegen. Um die Mittagszeit muss reserviert werden. Es ist neben dem Sous-Sol das letzte klassische Restaurant im Bahnhof Bern. Es stimmt eigentlich alles. Der Preis, die sehr gute Bedienung, die Menü Auswahl – auch der Gästemix: Arbeiter, Monteure, Geschäftsleute und Private fühlen sich hier sehr wohl. Somit auch ein sozialer Treffpunkt mit einem friedlichen Nebeneinander.

Ich kenne das Tibits und schätze dieses Konzept. Dieses spricht aber die Gästeschar des Côte Sud nicht an. Somit würde mit seiner Schliessung eine gewisse Kultur verloren gehen.

Sehr schade. Warum lanciert der Bund nicht eine Online-Petition?




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Hannes Müller

Mit dem Bahnhof ist es doch so wie mit allen anderen Aspekten des öffentlichen Lebens in der Stadt. Überall, wo einst Menschen sich trafen, sich in Massen unterhielten und diskutierten, sind heute entweder ein Migrolino, eine Tankstelle, eine Bank-Filiale oder ein hässlicher Neubau ansässig. Alles, was mit Begegnung, dem Austausch oder mit Kultur allgemein zu tun hat, schliesst oder wird irgendwie geschlossen. Die selbe Leider mit der Markthalle. Anstelle des schönen Holztäfers befindet sich nun ein greller Media-Markt für Anspruchslose an dieser Stelle. Tiefer kann man als Stadt nicht sinken.

Der Bahnhof Bern reiht sich tadellos in die Reihe des kulturellen Niedergangs ein – Die Art und Weise, wie er aufgewertet wurde spricht für sich. Sterile Böden, grelles Licht, an verweilen wird gar nicht erst gedacht, aus dieser Hölle will man nur schnell wieder raus. Dies war ja auch u.a. eine Massnahme um den Alkoholikertreffpunkt von damals zu verhindern. Was soll ich sagen? Der Bahnhof bietet für Konsumierende ArbeiterInnen alles, für kulurell Interessierte nichts. Und genau deshalb ist er leider am Puls der Zeit.

Falls sich Bern kulturell noch in irgendeine Richtung retten will, muss sich die Stadtverwaltung dringend überlegen welchen Eigentümern sie wie viele Rechte zuspricht. Der Migros gehört ja schon die halbe Stadt. Wenn die Mieten weiterhin steigen, führt das irgendwann zum Kollaps. Dieser hat bereits begonnen.




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Beat Jurt

Im Spannungsfeld zwischen materiellem Überfluss und spiritueller Not befindet sich der Mensch in einer existenziellen Krise.
(Meister Nan Huai Chin, 1918-2012)

Diese Zitat könnte man in jedem dieser neuen Konsumtempeln aufhängen! Auch ich (Jahrgang 1954)habe als Bub diesen alten, architektonisch schönen Bahnhof, mitsamt Buffet noch erlebt. Heute verdrängt man was nicht mehr passt. Sei es Alt und Gebehindert oder solche die sich gerne setzen möchten. Und wenn man nicht zur Norm des heutigen selbstgefälligen Menschentyp gehört, wird man fast schon ausgegrenzt! Na ja, wir leben jetzt in einer Gesellschaft, die sich in der neuen Digitalen Welt wohl zuerst wieder finden muss. Hetze nicht jedem Gespräch davon, denn du verpasst dabei die Seele zu schulen!




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Walter Anonymous

Als Amerika-Schweizer mache ich alljährliche Besuche nach der Schweiz. Leider erlaubte mir die relative kurze Ferienzeit nicht all meine Freunde und Bekannte an deren Wohnsitz zu besuchen. Früher, (ich bin jetzt 90) trafen wir uns im Bahnhof Büffet zu einem gemächlichen Schmaus, sei es in Bern, Zürich oder Basel. Solche Treffen wurden aber mit der modernen Zeit schwieriger.

An Stelle des relativ ruhigen Restaurant Saales verblieb uns nur noch ein Tisch in einer höchst unangenehmen, lärmigen Atmosphäre, kalt oder heiss je nach Wetter, offen zu jedem Passant. Das Cafe Sud in Bern, war nichts besonderes, aber immerhin besser als die anderen Imbiss-Ecken im offenen Bahnhof Gebäude.

Ich verstehe, es eilt die Zeit und Profit ist Priority.




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Maria Brügger

Da ich vom Intercity öfter auf den Regionalzug warten muss, würde ich vor allem abends gern in einem gemütlichen Cafe oder Restaurant in Ruhe etwas trinken oder essen. Die vielen take aways nerven ganz schön, überall stinkt es dauernd nach Essen.

Ich denke, auch gehbehinderte oder ältere Menschen würden sich über ein gemütliches gut erreichbares Beizli im Bahnhof freuen. So könnten sie sich leichter mit Freunden treffen. Auch die Buchhandlung Stauffacher dürfte etwas grösser sein. Ein paar Stühle oder ein Bänkli, um in Ruhe in einem Buch zu stöbern wäre zwar Luxus, aber doch schön.




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Raphael Richner

Das Côté Sud als Bahnhofbuffet zu bezeichnen finde ich übertrieben. Das Restaurant ist weder gemütlich noch hat es irgendetwas spezielles an sich. Es ist nur einer von vielen Betrieben der Autogrill AG. Zu dieser Kette gehören auch die meisten TakeAway im Untergeschoss.




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Man darf nicht vergessen, dass die SBB von der Politik geradezu getrieben werden, mehr und mehr Gewinne zu machen. Deshalb werden jetzt halt die Bahnhöfe zu Gelddruckmaschinen umgebaut und umsatzschwächere Mieter durch umsatzstärkere ersetzt. Die Zeiten, als ein Bahnhof auch noch eine soziale Funktion erfüllen konnte, sind definitiv vorbei. Man nur noch darauf hinwirken, dass es nicht überbordet. Persönlich finde ich es auch schade, dass überall derselbe Einheitsbrei zu finden ist.




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Roland Käser

Einerseits schade, dass wieder ein vertrautes Lokal verschwindet. Und kaum erstaunlich, dass Tibits den Platz übernimmt. Auch das Bahnhofbuffet Lausanne wird gerade in ein Vegetariermekka umgebaut. Die SBB hat in den vergangenen Jahren im Immobilienbereich enorm zugelegt. Schade, dass diese sehr rentable Sparte in der Gesamtrechnung nicht erscheint. Oder habe ich was übersehen?




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Christoph Anonymous

Ich finde es schade. Gerade die feindselige Architektur (keine Sitzgekegenheiten, verweilen nur gegen bezahlen, sprich Restaurant) ist wohl einfach der heutige Zeitgeist. Aber in einem Bahnhof, sollte man auch einfach sitzen können, und was gibt es Gemütlicheres als ein Bahnhofbuffet mit ein wenig Patina.




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Ein Bahnhof ist mehr als ein Verkehrsknoten, wo die Menschen umsteigen. Er ist ein Treffpunkt und ein Ort zum Verweilen. Er lädt aber auch zum Essen ein und manche Bahnhöfe gleichen fast einer Shoppingmall. Wird ein Bahnhof nur noch auf Umsteigen und Shoppen reduziert, dann fehlen die anderen Teile. Menschen verlieren einen wichtigen Ort, wo sie sich treffen, sich austauschen oder auch einfach nur sein können. Dabei braucht eine Gesellschaft solche Räume. Mit dem Wegzug des Coté Sud geht wieder ein kleines Stück dieses Raums verloren.

Der Platz im und rund um den Bahnhof ist knapp bemessen. Deshalb ist es wichtig ihn sinnvoll zu nutzen. Etwas weniger Verkehr (Stichwort autofreier Bahnhofplatz) und weniger Shopping (Stichwort Kleiderläden) würde nicht schaden. Der frei gewordene Raum könnte dafür wieder zum Verweilen genutzt werden, ohne etwas konsumieren zu müssen.




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Christine Rutschmann

Schade…geht es wieder nur um den Profit? Höherer Mietzins, mehr Umsatz, noch schneller, noch hipper, noch trendiger!

Die Vielfalt wird kleiner, wenn sich Restaurantketten ausbreiten. Überall dieselben Namen, ob Kleiderläden, Restaurants. Die Farbigkeit nimmt ab. Und, wenn das Côté Sud geschlossen wird, wo gehen dann die Rentner hin, die Sozialhilfebezüger, die Menschen, die sich dort regelmässig oder täglich treffen, zu einigermassen fairen Preisen etwas trinken, verweilen, miteinander reden können, unter die Leute kommen… keinen Platz mehr.

Wenn ich die Preise im Tibits anschaue, dann kann ich sagen, das kann sich nicht jeder leisten. Aber im Bahnhofbuffet etwas trinken, verweilen, ein Eingeklemmtes essen, das können sich noch viele Leute leisten. Ich bedaure dies sehr – aber es scheint, die Menschlichkeit geht unter in all dem Kommerzialismus! Traurig.




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Ruth Nowacki

D e r Bahnhof Bern: Er ist bereits nostalgisch geschildert und auch etwas verklärt worden. Ich benutzte ihn als Umsteige- oder Durchgangsort. Die Hauptzeiten mit den Raum füllenden, oft ungeregelten Menschenströmen, versuche ich zu meiden. Der Treffpunkt hat die rote Kreisbank erhalten, welche eifrig genutzt wird. Zuweilen auch von mir. Eine der raren Sitzgelegenheiten. – Die Einkaufsmöglichkeiten übersteigen bei weitem meinen Bedarf, welchen ich anderswo decke. Ab und zu ein Mitnahme-Kaffee ist aber schon praktisch. Allerdings ist dieser Kauf dem Wägeli im Zug gegenüber nicht fair!

Das Coté Sud besuche ich ab und zu Zweit/Dritt. Dort begegne ich einer eher älteren Kundschaft, zum Teil mit Gehbehinderung. Die Letzteren werden mit Tibits nicht mehr die Möglichkeit haben abzusitzen. Dies schon, aber wer gibt für sie die Speisen auf den Teller, wer trägt das Brett mit dem Teller zur Kasse und wer bringt es zum Sitzplatz? Genau, es gibt noch die Möglichkeit im Restaurant bedient zu werden, beim Abgang zur RBS Station, aber eben im Sousol. Vielleicht sieht die Leitung von Tibits eine Möglichkeit gehbehinderten Gästen einen Service zu bieten. Dazu werde ich mich nun an Tibits wenden.




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Katharina Herzig

Mein heutiger Tagtraum: Ich kaufe der SBB einen Raum im Erdgeschoss des Bahnhofs ab. Dort errichte ich ein schallgedämpftes Lokal mit grossen bessonnten Fenstern. Dieses möbliere ich grosszügig mit bequemen Stühlen und grossen Tischen. Wechselnde Künstler dekorieren kreativ die hellen Wände. Gut bezahltes Personal bedient meine Gäste kompetent, freundlich und fröhlich., welche sich in ruhiger Athmosphäre ungestört privat oder geschäftlich unterhalten.

Morgens um 7 ist bei einem stärkendem Frühstück die Welt noch in Ordnung. Eilige und Verweilende können ihr Mittag- oder Abendessen wählen und geniessen. Am Nachmittag offeriere ich für «Ladys» einen britischen «Afternoon-Tea». Bei einem bekömmlichem Getränk ist mein Lokal der ideale Treffpunkt. Das Warten auf den letzten Zug ist bei einem Schlummertrank in Geborgenheit gar angenehm. Die nahen Geleise garantieren für ein stressfreies Erreichen des Zuges – wie im siebten Himmel.




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Yves Daum

Anscheinend gibt es immer noch Leute, die nicht wissen, dass die Bezeichnung «Bahnhof» nur ein Vorwand ist für die Realität: ein gigantisches Einkaufszentrum. In einem solchen soll man aber konsumieren und nicht verweilen. Wachstum und Steigerung der Gewinne sind gefragt. Schon längst kann die Frage Mani Matters bejaht werden «muess eigetlech aues fürhimmuheilandverdonneret sy ?»




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Jean-Claude Poffet

Ich finde es bedauerlich, dass nun auch das Côte Sud aus dem Bahnhof verschwindet. Ein Stück Bahnhofskultur mehr, welche wegbricht und diesen Ort mehr denn je zu dem macht, was er eh schon ist, nämlich ein seelenloser Konsumtempel. Schade.




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Ruedi Heinzer

Über Jahrzehnte war der Bahnhof Bern (natürlich das Buffet) mein Treffpunkt für Gespräche, Sitzungen, Teambesprechungen. Zuletzt gab es nur (wenigstens) noch das Coté Sud. Die Schliessungspläne machen mich nur wütend.




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Affolter E.

Eindeutig fehlen die gediegenen Restaurants in den Bahnhöfen, nicht nur in Bern. In den beiden 1. Klass Sälen und im Grill wurde man stets zuvorkommend bedient, hatte eine tolle Auswahl an Menüs und konnte sogar extra Dessertwünsche äussern.

Alles tempi passati. Eine echte Verarmung.




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Esther Brunner

Das Coté Sud wird mir sehr fehlen, ist es doch ein Ort, wo man zwischen zwei Zügen schnell einen Schwatz mit Freundinnen halten und man Menschen aus aller Welt in einem friedlichen Zusammenensein erleben kann. In dieser Art wird dies im Tibits nicht mehr möglich sein. Was mich am meisten beschäftigt ist die Situation des Personals. Gibt es einen Sozialplan? Haben alle bereits eine neue Anstellung gefunden? Werden sie vom Tibits übernommen?




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Luca Dietiker

Rührend, der Beitrag über die ältere Dame. Wir sollten uns alle mehr Zeit nehmen im Leben. Mehr Zeit, um auch mal mit einem einsamen Mitmenschen zu sprechen.

Dass Tibits ausbaut und dafür das Côte Sud verschwindet, lässt mich dennoch strahlen. Und wenn ich mir die Pläne von Tbits-Mitgründer Frei durchlese, wird das eine super Sache. Das Tibits ist immer voll, Personal total easy und freundlich, Veggie-Food Top. Wenn‘s bald mehr Platz hat, kann ich dort auch mal arbeiten. Das ist der Puls der Zeit – ich finde die Entwicklung super.




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Martha Trachsel

Was ist der Zweck der Veränderung? Ist wieder mal das liebe Geld die Ursache? Wir wurden dort immer schnell und freundlich bedient. Die kleine Pizza und ein Herrgöttli hat mir sehr gemundet. Auch ein grösseres Menue war stets gut. Guter Treffpunkt für Reisende. Schade, ob das Tibits auch meinem Gusto entspricht?




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