Redaktion Der Bund
11. April 2018
11 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Rahel Berger

Es braucht keinen neuen Freiraum für Jugendliche, es braucht allgemein einen anderen Umgang mit dem Leben in der Stadt. Bern – ein Ort, der dem Kapitalismus dient. Ruhe und Entspannung nur dort, wo auch etwas gekauft wird. Das ist der Punkt.

Es gibt vielleicht das Marzili, den Kocherpark, den Bahnhofsvorplatz (haha), die grosse und kleine Schanze – aber die sind nicht ganzjährig besuchbar und der Rasen über dem Bahnhof wird (oder wurde) regelmässig mit diesem ach so tollen Kino und der überteuerten Beach-Bar besetzt. Nicht mal Zürich ist so schlimm.

Konsumbefreit und relativ gut auf die jugendliche Stimmung abgestimmt ist der Ort um die Reitschule. Man kann dort in Ruhe draussen (oder auch «überdacht») sitzen ohne gleich weggeschickt zu werden und – kaum vorstellbar – auch sein mitgebrachtes Bier dort konsumieren. Den Vorplatz und die Reitschule daher immer wieder als «Schandfleck von Bern» zu bezeichnen ist einerseits völlig falsch und andererseits wenig hilfreich. Dieser Ort ist momentan mehr oder weniger der einzige Platz in Bern, an dem sich Jugendliche ungestört treffen können.

Die unnötige Schützenmatte könnte sehr gut aufgelöst und an den Vorplatz angeschlossen als Jugendtreff umfunktioniert werden. Würde auch Sinn machen wenn sich ohnehin das halbe junge Bern dort trifft.

Die Alternative wäre ja die Hürden für die Eröffnung von entsprechenden Lokalen zu senken und sich nicht auf wahnwitzige Bauvorschriften zu berufen – soweit wird es aber natürlich nicht kommen. Und was das Bashing der SVP angeht: Wenn die Halle geschlossen wird, wird sich ihr Klientel ganz einfach an einem anderen Ort konzentrieren: «Linke Jugendliche, ab sofort auch in Ihrem Garten!»




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Stephan Wyder (toj)
Florian Müller

Lasst doch mal die Jugend mitreden bei der Bedürfnisanalyse.




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Sebastian Schafer

Als 22-jähriger regelmässiger Reitschul- und Vorplatzbesucher habe ich keine Ahnung, wer diesen Jugendclub besuchen soll. Man kann nicht einfach etwas für «die Jugend» machen – die Interessen und Ausgangs-Bedürfnisse von verschiedenen Jugendgruppen unterscheiden sich massiv.

Mit den Leuten, die am Wochenende vor dem Düdü, Bonsi oder sogar Wankdorf-Club (gibts den überhaupt noch?) rumhängen, habe ich absolut null gemeinsam – und unsere Vorstellungen von Unterhaltung gehen diametral auseinander. Ich kann mir also beim besten Willen nicht vorstellen, mit solchem Publikum einen Jugendclub zu besuchen und alle sind zufrieden.

Zudem ich gar nicht weiss, wie der dann aussehen soll! Gibt da Sitzplätze draussen (hoffentlich, das wär sonst ganz schitter und sowieso gestorben – was wahrscheinlich der Fall ist)? Gibt es Tische, wie im Sous-le-pont? Oder eine Bar? Gibts so eine Tanzfläche wie in einem Club, oder ist es mehr so ein Raum zum rumstehen wie der Vorplatz? Ich habe keinen Dunst. Ich befürchte so einen mühsam gekünstelt-angestrengten Jugendraum…




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markus kohler

Es gibt die Reitschule, dann die Dampfzentrale, den Gaskessel, den ISC, dazu eine Vielzahl von Clubs und Bars.

Jede Generation möchte dann noch ein weiteres Lokal dazu haben und es fragt sich schon, ob ein solches Angebot wirklich nötig ist.

Ich würde dafür plädieren, die Reitschule zu schliessen und auf der Allmend eine Ausgangsmeile zu errichten. Dort stört es es nicht, da ohnehin der ganze Lärm der Strasen, Autobahn, Fussball- und Eishockey-Stadien herrscht.




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Alex Müller

Ich finde es lustig, dass sich Leute in der ultra-linken Stadt Bern (vorallem im Altenberg wohnen viele Linke Wähler) über Lärm, der noch gar nicht vorhanden ist und notabene von einem städtischen Jugendtreff stammen würde, beklagt. Die Anzahl der Einsprachen ist ja sehr hoch, dieselben Leuten stören sich aber keinesweg am Lärm der Reithalle. Ich habe jedenfalls noch nie etwas gelesen, dass der Altenbergleist gegen Lärm der Reithalle vorgeht.

Es bestätigt meinen Eindruck: Die Linken fordern immer die Toleranz bei den Anderen ein. Selber haben die Linken keine Toleranz, wenn es nicht nach der sturen Linken Ideologie geht! Widersprüchlicher gehts nicht mehr!




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Estreilla Luna

Als Anwohnerin muss ich der Aussage wiedersprechen «immer wieder den Kontakt» gesucht. Es waren 3-4 Mal, nachdem das Projekt bereits fertig war. Zudem wurde der Info-Ort bei der ersten Sitzung kurzfristig verschoben, dass Interessierte den Ort nicht finden konnten, da dieser nicht signalisiert würde.

Bezüglich Zugang Nägeligssse, wusste auf genau diese Frage die Informierenden nicht wieviele Parteien dort wohnen. Ein Teilnehmer hat dann mit den Telefoneintragungen vier Parteien gefunden.

Als unmittelbare vis-a-vis Wohnerin finde ich das ganze Projekt unglücklich und ohne effektive Mitsprache der Umgebenden gemacht. Die besagte Sprecherin war nie an einer Veranstaltung dabei.




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