Redaktion Der Bund
15. August 2018
60 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar

Beitrag der Redaktion:

Liebe Leserinnen und Leser, herzlichen Dank für ihre zahlreichen Beiträge.

Viele Kommentare beziehen sich explizit auf das Kirchengeläut. Was uns daneben besonders interessieren würde, ist die Frage: Wieviel Lärm muss ein Stadtbewohner, eine Stadtbewohnerin tolerieren? Ob Verkehr, Aussensitzplätze oder Konzerte: Was ist für Sie in Ordnung, ab wann ist es für Sie zu viel?




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Gepinnter Kommentar
Dieter Aeschkr
Gepinnter Kommentar
Claudio Anonymous
Gepinnter Kommentar
Susanne Innler
    Alex Müller

    Tja Frau Innler, RGM und seine Anhänger sehen das eben nicht so. Ich weiss wieso. Die RGM Anhänger wohnen ja nicht dort, wo es täglich bis vier Uhr morgens Partylärm gibt. Sie wohnen auch nicht dort, wo am Morgen der Hauseingang volluriniert und mit Erbrochenem verziert wurde. Deshalb störts ja auch keinen.




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      Urs Müller

      Ach lieber Alex, geht es nicht ohne Ihre ewige Anti-RGM Leier? Die grössten Anhänger von No-Rules und mehr Ausgang sind doch eher im bürgerlichen Lager zu finden?

      Schlussendlich finde ich, hat der ganze Lärm eine Hauptursache. Und die ist der ungehemmte Alkoholkonsum. Mit jedem Glas mehr, werden Diskussionen lauter/hitziger. Und die betrunkenen/angetrunkenen Menschen werden rücksichtsloser (Türen schletzen, rumgrölen etc.), neigen eher zu Streit und Schlägereien.




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        Susanne Innler

        Da haben Sie beide recht, die Herren Müller. Der ungehemmte Konsum irgendwelcher Rauschmittel von vermutlich einer Minderheit der Besucher ist das, was diesen Pop up-Sommer und diejenigen davor für Stadtbewohner anstrengend macht. Und ja, keiner unserer Politiker, die sich ja so hervortun mit bejubeln dieser mediterranen Kultur, wohnen neben der Grossen Schanze und klauben Glasscherben aus dem Garten und umgehen tatsächlich Kotzlachen auf ihrem Arbeitsweg durch den friedlichen Wohnweg. Aber man nimmt diesen Sommer ja eh keine Rücksicht auf uns – begonnen hat es damit, dass wir für 1.5 Stunden eine Horde FCZ Fans bespassen durften vor unseren Haustüren – unangekündigt natürlich. Danach schwammen die Glasscherben im Urin davon.




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      Lieber Alex
      Du sprichst mir aus dem Herzen. Die nächtlich gröhlenden Partygänger sind das Hauptproblem. Nicht um Mitternacht, sondern morgens um 2 bis 4 Uhr. Und das sind grossmehrheitlich nicht Altstadt -Bewohnende, die dann in oft aggressiver Stimmung durch die Gassen eines Wohngebietes ziehen. Da kann ich mich nur ärgern, wenn sich in den Quartieren Bewohner über Musik um 19.30 Uhr beschweren und noch Erfolg damit haben. Leben in den Gassen soll sein, aber diese Rücksichtslosigkeit gehört nicht toleriert.




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Simon Müller
    Alex Müller

    Danke für Ihren Beitrag Frau Müller. Ich stelle fest, dass Sie selber angegeben haben, dass Sie im Bächtelenpark in Wabern wohnen. Dort hat es meines Wissens weder Discos, noch Clubs, noch mehrere Restaurants. Also können Sie hier natürlich über die Ewiggestrigen lamentieren. Sie selber haben den Lärm garantiert nicht vor der Haustüre. Wenn Sie Lärm mögen, es hat in der Altstadt – Neuengasse, Brunngasse etc. – noch Wohnungen frei. Wieso ziehen Sie nicht in die Altstadt, wenn Sie den Partylärm so toll finden?




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      Simon Müller

      Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich habe 10 Jahre an der Seftigenstrasse in Bern gelebt, nähe Tramhaltestelle Wander. Es ist dort auch nicht ruhig. Ich habe jahrelang in Erfurt, Zürich, Düsseldorf und Freiburg gelebt und glauben sie mir, dass es dort wesentlich lauter und hektischer hergeht als hier.

      Ich wohne seit 2.5 Jahren im Bächtelenpark und lebe dort zwar etwas ausserhalb der Stadt, aber ruhig ist es dort keinesfalls – wie die meisten denken ;-). Die beiden Kirchen von Wabern höre ich bestens, ebenso jeden morgen ab ca. 5:30 Uhr den Lärm der durch die Waren- oder Mehlanlieferung der angrenzenden Geschäfte entsteht. Ebenso rüstet ab ca. 6 Uhr morgens das benachbarte Unternehmen die Fahrzeuge für die Baustellen. Nicht zu vergessen die BLS-Bahn.

      Ich selber war überrascht, dass es so laut ist, obwohl ich mir bewusst war, wohin ich gezogen bin. Und es ist definitiv lauter als in der Seftigenstrasse! Aber, ich habe mich entschieden dorthinzu ziehen und lebe damit ohne zu reklamieren. Andere ziehen irgendwohin, merken wie laut es ist und gehen sämtliche (rechtliche) Schritte bis sie ihren Prozess gewonnen haben.

      Weiter muss ich Ihnen entgegen halten, dass ich nie gesagt habe dass ich den (Party)lärm toll finde, ich habe gesagt dass man ihn akzeptieren soll, wenn man in solch eine Gegend zieht. Ich ziehe irgendwohin und weiss dass es laut ist/sein kann – dann akzeptiere ich es, oder ziehe nicht dorthin!

      Beste Grüsse, Simon Müller (m) – nicht Frau! > Das war eine andere..die Frau Müller, nämlich genau solch eine…




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Simone Stocker

Mich stressen wummernde, von Computern generierte Bässe, welche über Stunden andauern. Nervensystem und Herzschlag werden dadurch stark belastet. An Entspannung oder Schlaf ist dann nicht mehr zu denken.




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Eine Geplagte

Mal in die Runde gefragt: Wer von Ihnen hat das Bedürfnis nach einem Wecker, der Ihnen nachts ungefragt alle 15 Minuten laut und deutlich mitteilt, wie spät es ist?




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Der Zeitgeist

Jaja, immer an den Traditionen festhalten. Wo wären wir nur stehen gebliebenk wenn wir auf die Traditionen gesetzt hätten? Wieso nicht das nächste mal mit der Kutsche in die zweiwöchigen Ferien nach Italien fahren, wohlverstanden über den Pass (früher ging es auch) oder bei einer anbahnenden Krankheit mal auf gut Glück einen Aderlass durchführen (früher hat man es doch auch gemacht)? Klingelt es, oder hallen die Glocken unterdessen zu laut im Kopf?

Geht mit der Zeit und helft euch selber dabei. Die Kirchenglocken dienten der Zeitangabe für die Uhrlosen und war somit eine nette Dienstleistung der Kirche. Die braucht heute niemand mehr und verursacht mehr Leid als Segen. Zeitangabengeläut gehört mindestens in der Nacht abgestellt und das Feierliche soll so oft wie erwünscht feierlich bimmeln.




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Rene Robellaz

Wir wohnen seit über 20 Jahren direkt neben der Friedenskirche. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Das vertraute Kirchengeläut schafft uns das vertraute Daheim in unserer lebenswerten Stadt.




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Kirchenglocken-Geläut sollte nach 22 Uhr ganz abgestellt werden. Wer in der Nähe einer Kirche wohnt (wie ich einst) und beispielsweise starker Schmerzen wegen Mühe hat einzuschlafen (wie ich auch schon), wird mir beipflichten. Das Geläut verunmöglicht das Einschlafen vollends und gestaltet die Nacht in unerträglicher Weise.

Ich hatte bisher noch nie deswegen reklamiert (wo?), würde aber entsprechende Massnahmen in Bern oder anderswo sehr begrüssen.




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Jasmin Burgermeister

Der Lärm beginnt dort, wo der Bass von verstärkter Musik so stark ist, dass ich den Bass spüre und mit Oropax trotzdem noch höre. Kirchenglocken finde ich im Gegensatz dazu aber beruhigend und gehören zur Stadt; es ist wie ein Puls und erinnert mich an die Zeit. Das Kirchengeläut passt zur Altstadt wie der Eimer auf den Popo.

Und genau dieses Kirchengeläut passt wesentlich mehr zur Stadt, als irgendwelche lärmige Musikkonzerte, deren Bass bis zu den obersten Wohnungen hallt. Viele sind sich halt nicht bewusst, dass die Altstadt das am dichtesten besiedelte Quartier in Bern ist, und denken, dass sie als Besucher das Anrecht haben bei uns so richtig die Sau rauszulassen bevor sie wieder nach Hause gehen in ihre gemütliche, stille Wohnung. Man spricht von Zusammenleben aber die Partygänger wollen einem nicht einen Millimeter entgegenkommen. Das ist nicht tolerant, das ist egoistisch.




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Walter Sahli

Ja, wenn man kein Glockengeläut will, dann soll man halt nicht neben eine Kirche ziehen. Und wenn man kein Partylärm will, nicht in die Stadt. Und wenn man keine Kuhglocken will, nicht aufs Land. Und wenn man keine heulenden Motoren will, nicht in die Agglo. Wo kann man überhaupt noch wohnen, wenn man 7×24 Lärm weder heimelig noch bereichernd findet? Die Schweiz ist laut genug, da braucht’s nicht noch unnötiger Traditionslärm.




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Irène Frei

Dass im Sommer mehr Lärm durch draussen feiernden Leuten entsteht, gehört fast dazu, ausser er zieht sich noch nach Mitternacht weiter. Die Stadtbewohner, vor allem diejenigen, die am nächsten Morgen arbeiten, haben Anrecht auf Rücksicht in Sachen Lärm.

Die Kirchenglocken stören mich persönlich gar nicht, und das Stundenschlagen wurde in der Friedenskirche nachts leiser geschaltet. Ich wohne schon lange in der Nähe dieser Kirche und finde das Geläut heimelig, ertragbarer jedenfalls als Motorengeheule von Autos, die von meist jungen Lenkern zur puren Angeberei, oft noch mit lautem Techno-Sound, daher brausen!




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christopher robert

Leider breiten sich die Lärm-Verbreiter aus, auch an Orten, wo dies auf den ersten Blick weniger stört, die Leute jedoch lange die Ruhe schätzten. Nun auch in der Bodenweid, wo der Waldrand ab 22 Uhr (Ende der Aktivitäten auf dem Sportplatz) ruhig war und nun regelmässig Bass-Gewummer (die Musik dazu hört man nicht) vom neuen Party-Lokal kommt. Nervt auch die Leute im angrenzenden Quartier auf den Balkonen oder mit offenen Fenstern. Ebenso wie die neue LED-Reklame, die die ganze Nacht leuchtet und sogar den Vollmond überstrahlt.




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Margrit Leuenberger

Obwohl nicht direkt in der Stadt Bern wohnhaft, erlaube ich mir doch folgende Gedanken zum diesem Thema, Thema, das schweizweit zu Reden gibt.

Was Menschen als Lärm empfinden, hängt von der Lärmempfindlichkeit ab. Entsteht – von mir verursacht – mehr Lärm als üblich, informiere ich die Nachbarschaft rechtzeitig und lade sie gleich mit ein an das Fest (Beispiel). Weshalb zieht es Menschen in Gegenden, wo Kuh-/Kirchenglocken etc. zur jahr(zehnt)elangen Tradition gehören? Denke, solche Menschen sollten vor dem Umzug die Umgebung checken und sich anpassen – nicht umgekehrt.

Besonders störend finde ich den Lärm um dieses Thema.




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Pee Ischglych

Manchmal, irgendwo, höre ich nachts Kirchenglocken die Stunden schlagen.
Dann erinnere ich mich. Ich erinnere mich an meine frühe Jugendzeit.
Da schlugen die Glocken unserer Dorfkirche jede Viertelstunde, Tag und Nacht.
Und zur ganzen Stunde schlugen sie zweimal.
Die Glocken begleiteten so meine Tage und meine Nächte.
Ich war vierzehn, als wir unser Dorf verliessen.

Glocken hallen nach.

Wenn ich Kirchenglocken höre in der Nacht, habe ich oft ein bisschen Heimweh. Nach den Glocken des Dorfes meiner Jugend. Nach Geborgenheit. Nach Heimat. Nach irgendetwas Grossem, Unfassbarem.

Mehr als dreissig Jahre später verbrachte ich wieder einmal eine Nacht in meinem Dorf, beruflich.

Und immer noch schlugen die Kirchenglocken, jede Viertelstunde, Tag und Nacht.
Wieder begleitete ihr Ton mich durch die Nacht. Es war wie früher. Voll von Erinnerungen.
Schön.

Die Glocken liessen mich träumen.

Dann wollten ein paar Ruhebedürftige die Glocken zum Schweigen bringen.
Kurz vor Weihnachten verhinderte dies das höchste Schweizer Gericht.
Es gibt sie noch, die kleinen Wunder!




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Eva Anonyma

Endlich nächtliche Ruhe auf dem Veielihubel, wie schön! Freue mich für alle, die nachts schlecht ein- und durchschlafen konnten.

Zum Stadtlärm: In der Stadt gibt es mit Tram, Bus, Auto, Aussenbestuhlung bei Restaurants und Ähnlichem vollauf genug Lärmquellen. Es ist nicht wünschbar, die Öffnungszeiten von Restaurants und Bars weiter zu verlängern oder immer mehr öffentliche Plätze und Parks mit Kinos oder Konzerten zu beschallen. Für Letzteres gibts schliesslich genügend spezielle Einrichtungen. Die Stadt wird dadurch nicht lebendiger oder wohnlicher. Im Gegenteil. Je mehr Leute wegen des Lärms die Stadt als Wohnort verlassen, desto mehr verkommt sie zur Geschäfts- und Spassmeile. Als solche war sie aber schon bei ihrer Entstehung nicht geplant, Wohnnutzung war immer vorgesehen.




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Erwin Anonymous

Mich stört am meisten der Verkehrslärm, weil er konstant ist und alles andere überdeckt. Stimmen, Musik, Kirchenglocken sind dagegen ein Klacks, sie sind das, was das Leben schön macht.

Niemand wird von Kirchengeläut geweckt. Die ewigen Nörgler nerven sich darüber nur, weil sie daran merken, wie lange sie schon wach liegen und nicht (wieder) einschlafen können. Solche Schlafstörungen haben aber andere Ursachen. Stress? Sorgen? Ungesundes Essen? Verkehrslärm?




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Erica Koller

Ich finde, dass wenn in der Stadt was Lärmiges stattfindet, muss man unbedingt auf die Wohnquartiere Rücksicht nehmen. Es gibt auch ohne Musik noch genug Lärm von Autos, Mopeds etc. und schliesslich will man ja eine lebenswerte Stadt zum Wohnen.




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christopher robert
Dieter Beer

Es ist eine Frage vom Mass und auch der Menge. In einer Stadt braucht es Reglemente, damit viele Menschen auf wenig Raum zusammen leben können. Allein mit Rücksichtnahme und Toleranz funktioniert es leider nicht, weil es leider oft an beidem fehlt. In Stadtpärken und öffentlichen Anlagen hat es für mehr Menschen Platz, für Jung und Alt, zum Erholen, Spielen, Schwatzen, Lesen, Gymnastik u.s.w. wenn keine Musikboxen laufen. In Köln hat es eine grosse lange Treppe am Rhein, wo bei schönen Wetter hunderte von Menschen am Fluss sitzen, spazieren und die Abendstimmung geniessen können, dank klaren Regeln wie Musik- und Grillverbot.




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philippe Anonymous

Nächtliches, stündlich wiederkehrendes Kirchenglockengeläut ist völlig sinnlos.
Heute haben die Menschen teilweise nicht Mal mehr Armbanduhren und schauen für die Zeitangabe kurz aufs Handy.
Von dem her, bitte abschalten – würde all den zahlreichen zur Schlaflosigkeit Verdammten schampar weiterhelfen… (aber dann bitte nicht vergessen, nachts auch das Handy möglichst auf Flug-Modus zu stellen das Modem auszuschalten;)




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Katrin Anonymous

Wunderbare Entscheidung der Friedendkirche. Nächtlicher Lärm macht krank. Sehr gut, dass die Friendskirche nachts keinen nutzlosen Lärm mehr macht. Die nächtliche Zeitansage hat keine religiöse Bedeutung. Endlich kann unsere Familie wieder durchschlafen.




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Zeno Thormann

In der Schweiz haben leider die recht, die reklamieren. Es kann doch nicht sein, dass bloss ein Anruf reicht und die Polizei muss ausrücken. Ich plädiere dafür, dass es mindestens zehn verschiedene Lärmklagen braucht, bis die Polizei aktiv wird.

Wir hatten einmal Besuch am Abend und als unser Gast uns nach Mitternacht verliess, entwischte ihm im Treppenhaus ein Furz. Als er vor der Haustüre auf sein Fahrrad stieg öffnete sich das Fenster eines unserer Lärmempfindlichen Nachbarn und Fluchwörter und Verwünschungen dieses Herrn hallten durch die Nacht…




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Martin Martin Messerli

Die Glockenschläge in der Nacht sind nicht die Kirchenglocken, sondern die Turmuhr. Das mögen technisch gesehen dieselben Glocken sein, aber der Zweck ist historisch gesehen ein ganz anderer. Die Kirchenglocken läuten morgens zur Messe, die haben also einen religiösen Zweck, während die Turmuhrglocken als Zeitangabe einen praktischen Wert hatten. Wenn wir also die Turmuhrglocken ruhigstellen, verletzen wir damit keine religiösen Traditionen.




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Andreas Flury

Am schlimmsten finde ich die Laubbläser. Das Wischen des Besens dagegen eine Wohltat. Kirchenglocken stören mich nicht, leider werden sie nun durch Handy-Antennen ersetzt. Musik ist ok, Kindergeschrei stört mich nicht, Erwachsenengeschrei schon, v.a. nach Mitternacht.
Schwierig finde ich, wenn einzelne Querulanten mit Lärmklagen eine langjährige Anlage oder Situation torpedieren, v.a. wenn der „Lärm“ schon bestand, bevor sie dort wohnten: Kornhausplatz, untere Junkerngasse, Brasserie Lorraine, Kirchenglocken, auf dem Land Kuhglocken. Es kann nicht sein, dass sich das Mass des tolerierten Lärms am empfindlichsten Nachbar bemisst. Wenn schon, müssten mindestens 100 Unterschriften vorliegen, um überhaupt Lärmklagen ernst zu nehmen.
Die Mediterranisierung kollidiert mit der Gentrifizierung und wohl auch mit der zunehmenden Überalterung.
Stadtplanung könnte einen Beitrag leisten mit dem Definieren von Nachtleben-Zonen mit höheren Lärmgrenzwerten (Obere Altstadt, Bollwerk, Schützenmatt, Bahnhof sowie alle ohnehin lärmigen Hauptstrassen) und mit dem Definieren von ruhigen Wohngebieten.
Ein Breitenrainplatz ist lärmiger als eine Elisabethenstrasse und der Falkenplatz sollte mehr Lärm aushalten als der Innenhof der Uni Tobler.
Und: Das Team von Pinto sollte am Wochenende auch nach Mitternacht präventiv intervenieren, bevor die Polizei (allzuoft) gerufen wird.




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Henri Anonymous

Was mich stört, sind die lauten Supersportwagen, die in
Bern zirkulieren. Ich glaube, das Hotel Bellevue vermietet diese, da die dort stehen. Auch Motorräder sind zu laut. Auch die Quietschetrams nerven. Ach ja, und die zu vielen Strassenmusikanten mit ihrer zumeist schlechten Musik, die mittels Verstärker noch nerviger wird.




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Marko Marffy

Ich bin über die Grafik zum Artikel «Nachts müssen die Glocken schweigen», erstaunt. Ich wohne direkt unter der Nydegg-Kirche und wache regelmässig und mehrmals pro Nacht auf, weil auch die Nydegg-Kirche viertelstündlich schlägt. Wie froh wär ich, würde die Angabe in der Grafik stimmen. Danke für eine Korrektur!




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Manuel Peter

An meinem Wohnort stören mich vor allem die Zyglogge-Schläge, die auch in der Nacht jede Viertelstunde in meine Wonung dringen. In anderen Quartieren läuten die Kirchenglocken nicht mehr, das würde ich mir auch für den Zytglogge-Turm wünschen. Ausserdem hat es zu viel Verkehr in der Altstadt. Ich finde, sie sollte nur für Lieferanten, Handwerker, Umzüge und natürlich Blaulichtorganisationen befahrbar sein. Private und Gewerbe-Garagen haben meiner Meinung nach nichts in der Altstadt zu suchen, ausser am Rand wie z.B das Rathausparking. Denn die eng beieinanderstehenden Häuser wie z.B. in der Brunngasse kanalisieren den Lärm sogar noch und machen ihn noch schwieriger zum Ertragen.




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Qnob Anonymous

Wir wohnen sehr zentral in der Stadt und können das Gejammere nicht nachvollziehen. Wir begrüssen die Bemühungen der Stadt den öffentlich Raum zu beleben. Es ist ein Hauch an Leben, an welchem wir gerne teilnehmen. Ein Konzert oder Essen und Trinken im Freien macht Freude. Scheinbar auch für Familien! Von Ruhestörung keine Rede, eher ist es eine Befreiung neuer Ideen. Gebt diesen doch eine Chance, anstatt zu jammern. Und sorry, an das Kirchebgeläute kann man sich echt gewöhnen!




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Lars Anonymous

Wir, Familie Mitte 30, 2-jährige Tochter, wohnen in einem Haus im Spitalacker/Breitenrain und sind seit 15 Jahren leidenschaftliche Stadtberner. Lärm gehört in einer Stadt dazu, und es ist für uns völlig klar, dass es gerade im Sommer Abends auch mal lauter werden darf. Auch wir geniessen die schönen Sommerabende gerne draussen und finden, dass Angebote draussen zum Stadtleben gehören. Aber seit der Zwischennutzung der Schützenmatte ist der Sommer richtig mühsam geworden. Fast jeden Abend, auch unter der Woche, bis mindestens 22.00 Uhr Konzerte, häufig wummernde Bässe, bei denen auch geschlossene Fenster und Oropax nichts mehr helfen. Treibt das wirklich nur uns zur Verzweiflung? Wir finden die Zwischennutzung eine tolle Sache, es ist super, dass der Platz belebt wird, und die Organisatoren halten sich wohl auch an die Auflagen. Auch ein, zwei Konzerte unter der Woche wären noch kein Problem. Aber muss es wirklich Party jede Nacht bis spät und für alle, welche im Umkreis von 1 km wohnen, sein? Und jetzt wird gar die ganzjährige Fortsetzung der „Zwischennutzung“ Tatsache. Bei jedem Verständnis für diese sinnvolle Lösung des Drogen- und Gewaltproblems auf der Schützenmatte wäre doch schön, wenn eine lärmtechnische für alle verträgliche Lösung im Mass gefunden würde – auch für die Anwohner, welche lange und gerne in Bern wohnen und nicht aufs Land ziehen möchten, aber auch nicht Party jeden Abend suchen.




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Verena Anonymus

Es ist klar, dass in einer Stadt viele Leute neben- und miteinander wohnen und es halt nicht immer ganz ruhig ist.

Grenzen gibt es trotzdem. Die Aareuferanwohnerschaft hat den Sommer auch genossen, war aber nicht nur erfreut, wenn in der Nacht am Ufer und im Fluss gekreischt und geschrien wird, mehr als eine Party stattfindet, die nicht einmal um Mitternacht endet und allgemein der Eindruck entsteht, dass gewisse Leute wohl noch nicht gemerkt haben, dass auch am Aareufer Menschen leben, die am nächsten Tag arbeiten müssen. Gerade laute Musik mit Bässen und Schlagzeug ist mühsam und vielen Leuten ist auch nicht bewusst, wie gut man auch am andern Aareufer alles hört.

Die Aarebar beim Marzili hat teilweise eskalierend gewirkt. Es stört mich sehr, wenn Lärm nicht einfach nur hie und da einmal zu hören ist, sondern sich mehr und mehr häuft. Und mir scheint, dass ich auch als Stadtbewohnerin nach 11 Uhr das Recht auf offene Fenster habe (ohne übermässigen Lärm), ohne gleich als Oberbünzli verschrien zu werden, die gefälligst aufs Land ziehen soll.

Kirchengeläute stört mich weniger, weil es absehbar ist. Ich weiss, wann damit zu rechnen ist und wann es vorbei ist und in schlaflosen Nächten hat es auch etwas Tröstliches. Aber ich kann verstehen, wenn es andere stört und man halt quartierweise nach Lösungen suchen muss, die für alle einigermassen stimmen.




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Henry Weber

Wie sieht’s denn aus mit extremem Baulärm? Keine Schallschutzmassnahmen seitens der Baufirmen gegenüber den angrenzenden Wohnhäusern. So festzustellen ist seit beinahe 3/4 Jahren praktisch an jedem Morgen um halb acht oder manchmal auch früher extremes maschinengewehrähnliches Rattern ohne jegliche Dämmmassnahmen auf der Grossbaustelle an der Schönburg.

Dürfen grosse Generalunternehmungen einfach machen, wie’s ihnen passt und ihnen nötig erscheint, ohne Rücksicht auf die Anwohner? Derartiger Krach ist bei Weitem extremer als jeglicher Verkehrslärm.

Und wieso muss die Stadt auf einem an Wohnhäuser angrenzenden Park nebst Spielattraktionen für die Kinder und Tischen zum Verweilen (an sich erfreulich) noch teure Fussballtore aufstellen, wo doch der Fussballplatz gleich nebenan ist? Tägliches Geschrei und Ballgeklatsche zusätzlich zusammen mit dem Gekrächze der zahlreichen Krähen etwas viel Lärm. Und das weniger als 12 Meter neben Wohn-und Schlafzimmer der Anwohner entfernt. Gemütliches Nachtessen auf dem Balkon an einem milden Sommerabend wird da so ziemlich zur Illusion.




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Oliver Lütolf

Mit links-rechts hat die Lärmfrage definitiv nichts zu tun. Als junger Mensch wünschte ich mir, dass die Alten etwas toleranter sind. Als junger Vater ärgerte mich jeglicher Lärm, welcher meine Babys weckte. Jetzt als alter Mann würde ich sagen: Lärm ist nicht gesund, versuchen wir ihn zu reduzieren. Die Jungen brauchen ihre Partys, aber bitte nicht mitten im Wohnquartier. Die Religiösen brauchen ihr kirchliches Geläut, aber bitte keine Zeitansage die ganze Nacht, heute haben alle Uhren. Verkehrslärm produzieren wir (fast) alle, also versuchen wir ihn auch kollektiv zu reduzieren.




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Betina Balitzki

Mich stört in der Tscharnerstrasse der Busverkehr von Bernmobil. Erst kommen die Busse über den Eigerplatz durch die gsnze Strasse, dann fahren sie durch die Waschanlage und kommen nochmals und nach 24.00 kimmen dann die letzten. Erst Familienwohnungen bauen, den Eigerplatz erneuern mit eine Pizzaria mit 100 Sittplätzen draussen, wo doppelt parkiert wird und der neue Veloweg und das Troittoir versperrt sind….
Busse und Pizzerialärm tagein und tagaus in einem Familienuartier…..
Stadt Bern ist einfach nicht in der Lage gesamtheitlich zu denken und zu planen.




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Daniel Moser

Wir wohnen in einem ruhigen Quartier in der Stadt, ohne grosse Lärmquellen. Dieses Quartier liegt allerdings in der Anflugroute von Bern-Belpmoos und die immer häufigeren verspäteten Anflüge nach 23 Uhr (der „Bund“ berichtete am 23.6.2018 darüber) sind ärgerlich.




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Jean-Luc Anonymous

Lärmbelastung ist oft ein subjektives Empfinden und abhängig von persönlichen Vorlieben und Abneigungen; manche stören sich an Kindergeschrei, andere an Baustellen, Laubbläsern oder Musikveranstaltungen. Ich z.B. empfinde lachende und musizierende Menschen als angenehm, skandierende als störend, genau so, wie beschallte Sportveranstaltungen oder aufheulende Motoren. Wichtig scheinen mir in einer Stadt, als den Ort, wo diverse Interessen kultureller, politischer, sozialer und (meinetwegen 😉 auch sportlicher Art aufeinandertreffen Toleranz und Gleichbehandlung. Ich bin damit einverstanden, dass Minderheiten in einer Demokratie geschützt werden müssen, denke aber, dass eine Interessenabwegung zwischen der Belastung Einzelner und der Einschränkung der Freiheit anderer erfolgen muss und die Gesetze dahingehend angepasst werden müssten, damit nicht mehr ein einziger Anwohner anonym – aus welchen Gründen auch immer – vielen anderen den Freiraum und die Aktivität untersagen lassen kann, sondern in solchen Fällen zuerst mal eine Mediation und ein Abwägung stattfindet. (Als Beispiel konnten diesen Sommer in der Lorraine keine Konzerte mehr veranstaltet werden, weil eines einmal zwanzig Minuten nach 22h endete – und wohlverstanden, es handelte sich nicht um wummernde Bässe, sondern um leiste Töne; ich sass mehrere Male keine zehn Meter von den Musikern weg und konnte mich noch in normaler Lautstärke mit meiner Freundin unterhalten). Eine Stadt soll Freiraum für zivilgesellschaftliches Engagement und Kreativität sein; ein Ort, wo sich Menschen begegnen und Ideen verhandeln oder auch einfach mal nur dem Treiben zuschauen können. Es wäre schade, wenn wir dieses urmenschliche und gesellschaftsevolutive Bedürfnis wegreglementieren, wenn doch eh schon Einsamkeit und Individualismus grassieren. Und dann soll halt von mir aus, auch mal einer seinen Töff den Muristalden rauf“drücken“, wenn er sich dann besser fühlt (sofern er niemanden gefährdet).




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    Alex Müller

    Wieso müssen Sie denn an einem Konzert unbedingt mit Ihrer Freundin reden? Solche Menschen nerven per se! Weil ich ein Konzert geniessen will, sind die Besucher um mich mit dem Dauerlautsprecher-Syndrom bestückt. Sie sprechen 2h über belanglose Sachen und hören keine Minute dem Konzert zu. Das sind Menschen, die keinen Anstand oder Toleranz haben. Wer an ein Konzert geht, der soll es geniessen und nicht plaudern. Das können Sie machen, wenn kein Konzert ist. Das ist eben die Arroganz gewisser Menschen, die den Egotrip leben und keine Toleranz den Andersdenkenden entgegenbringen können.




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Romain Markwalder

Die Kirchenglocken in Bern sind schön, doch dünkt es mich, dass gerade die Kirche in unserer Stadt das schwindende Interesse der (Stadt-) Bevölkerung am Glauben mit häufigen und (sehr) hohen Dezibels zu kontern versucht. Als Bewohner der Mattenenge und Besucher des Rathausplatzes ist es schlicht und einfach nervig, und verstärkt den Unmut über das vertraute, jedoch angesichts der Lärmdiskussion immer penetranter auftretende Gebimmel. Stundenschläge sind wohl für alle ok, aber das abendländische Wochenendorchester darf gern durch ein paar Livebands ersetzt werden.




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Andreas Steiner

Man muss einfach unterscheiden zwischen Lärm und Musik. Lärm ist grundsätzlich erlaubt und braucht daher auch keine Bewilligung. Weil Lärm bei der Arbeit entsteht und folglich ökonomisch sinnvoll ist. Beispiele: Baulärm, Fluglärm, Laubbläser usw. Musik hingegen ist nicht grundsätzlich erlaubt und braucht daher eine Bewilligung. Sie ist ökonomisch nicht sinnvoll – obwohl manche Studien das Gegenteil behaupten – und auch nicht mit Arbeit verbunden, sondern mit Vergnügen. Nach 22 Uhr ist Musik unerwünscht, denn dann müssen diejenigen ins Bett und schlafen, die am nächsten Morgen ab 7 Uhr wieder Lärm machen (müssen). Ist doch gar nicht so kompliziert, oder?




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Susanne Wagner

Die Kirche Bümpliz hat sehr wohl nächtliche Glockenschläge alle 15min. Stündlich wäre ok.




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Peter Barth

Eine Stadt macht Lärm, Geräusche aller Art, dies rund um die Uhr. Der Lärm macht eine Stadt städtisch. Letztendlich ist der Lärm pulsierende Lebendigkeit, gemacht von Menschen. Es ist nichts verwerfliches am Lärm, dem modernen Zeitzueugen .Er identifiziert mich wo mein Sein ist. Zu viel? Von was, Menschen ?




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