Redaktion Der Bund
19. Oktober 2018
14 Beiträge

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Markus Heinzer

Bis jetzt konnte mir noch niemand erklären, warum das in der Wirtschaft und in Organisationen funktioniert und in der Politik nicht funktionieren sollte. Klar, es funktioniert nur soweit und so gut, wie sich die beiden organisieren. Das ist in der Wirtschaft so und würde auch in der Politik so sein.
Wenn wir das einem konkreten Team nicht zutrauen, müssen wir es ja nicht wählen. Es geht hier ja nur darum, dies überhaupt zu ermöglichen. Niemand wird gezwungen, ein Team zu wählen. Vielleicht würde gar nie ein Team die Wahl gewinnen, wer weiss? Umgekehrt: Sollten zwei tolle Kandis nur im Team antreten wollen, warum sollten wir auf sie verzichten?




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Friedrich Gäumann

Auf keinen Fall kann man diese Ansinnen unterstützen. Ist dies eventuell ein Wunsch von noch nicht gewählten die nun doch so mal auch regieren dürfen? Und welche/er wäre dann verantwortlich für die gemachten (Fehler) sicher immer der andere, oder!




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Friedrich Gäumann

Was diese Politiker alles unternemen um ja weiterhin sich in der Öffentlichkeit „Anerkennung“ zu erhalten Dieser Wunsch ist diesen nicht zu erfüllen.




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Samuel Kunz

Regieren ist eine Führungsaufgabe, kein Verwaltungsjob und daher nicht beliebig teilbar. Die bestehende Form der Kollegialregierung ist bereits das Team, das zu ausgewogenen Entscheiden führen sollte. Mit einer Teamentscheid-Kaskade würde wohl nie mehr etwas Greifbares rauskommen.
Eine Teamebene reicht, wobei es bei Teams auch immer darauf ankommt, welche Gruppe sich in welcher Art durchsetzen kann. Im Zweier-Regierungsteam würde sich evtl. auch immer dieselbe Person durchsetzen. Andernfalls vergeht evtl. viel Zeit bis Einstimmigkeit gefunden ist, oder die einstimmigen Lösungen sind schon weichgespült, wenn sie zum ersten Mal formuliert werden. Beides ist nicht wünschenswert.
Zudem, wer hindert die Gemeinderäte daran starke Amtschefs anzustellen? Gute Mitarbeiter ist die effektivste Entlastung. Zu wirksamen Teams gehören insbesondere Leute mit anderer Meinung. Wenn ich mir bspw. ansehe wie die Veloförderung zum dominanten Hebel der Steigerung des Bruttosozialglücks der Berner wurde und wie das ganze Kommunikativ umgesetzt wird, so wünsche ich mir, es würden Konflikte ausgetragen bevor die hausbackene Lösung präsentiert wird.




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Ruedi Böhlen
Danielle Frisch

Ich würde sehr gerne ein Team wählen. Am liebsten einen Mann und eine Frau, die innerhalb des Teams bereits viele verschiedene Kompetenzen und Erfahrungen mitbringen. Die Verantwortung tragen ganz einfach beide (und nicht keiner, wie befürchtet).




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Robert Lehmann

Ganz konkret: Ein Vertreter der Wirtschaft oder der Gewerkschaft oder ein Gemeinderat einer andern Gemeinde oder ein Parlamentarier möchte etwas Dringendes mit der zuständigen Gemeinderätin besprechen. Sind nun beide zuständig? Dann braucht es enorm viele Absprachen vor und nach der Besprechung. Oder teilt man die Dossiers auf? Das wäre eher machbar. Ist man dann aber auch gegen aussen nur für die zugeteilten Dossiers verantwortlich oder doch auch für diejenigen des Kollegen? Wie kommt man zu zweit an einer Gemeinderatssitzung zu einem Kompromiss mit den andern Direktionen. Muss man sich laufend zur Absprache zurückziehen? Was passiert, wenn eine der beiden Personen persönliche Fehler macht? Und viele weitere Fragen. Viel realistischer wäre, ein Amt als Gemeinderat auch zu einem reduzierten Pensum 70- 80 % zu ermöglichen und den Aufwand mit einer Aufstockung im Sekretariat zu reduzieren. Oder sonst kleinere (mehr) Direktionen zu schaffen. Jobsharing mit so viel unberechenbarer politischer Verantwortung ist für mich nicht realistisch.




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Armin Müller

Super Idee. Dieses neue Hobby-Parlamentarier-System würde dazu führen, dass überhaupt niemand mehr für ein Finanzdebakel die Schuld trägt. Der Vorteil dabei wäre allerdings, dass ein zweiter Sitz nur von einem NICHT-RGV-Vertreter besetzt werden dürfte, quasi als nötige Kontrollinstanz. So wären vielleicht die RGM-Ausrutscher beim Geldverprassen nicht mehr möglich.




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Benno Frauchiger

Der GR zeigt sich da konservativ und verkennt, dass Veranwortung bereits heute geteilt wird. Es gubt beteits heute mehrere Personen in der Exekutive, die Zeit der Alleinherrschenden ist vorbei. Wesentlich wäre allerdings dass nur Personen in Frage kommen sollten, die es sich gewohnt sind Führungsverantwortung zu teilen und weiter muss klar sein, dass der Rücktritt einer Person auch automatisch den Rücktritt der andern Person zur Folge hat.




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Rudolf Egli

Der GR hat recht, wenn er dieses Thema nicht empfiehlt. Führung und Verantwortung lässt sich nicht teilen für ein Ressort des Gemeinderates.

Das Amt ist anspruchsvoll und würde unter dem Strich mehr Koordination verlangen, mehr Ressourcen (Lohnkosten), die angedachte Lösung wird nur mehr Kosten auslösen und für Verwirrung sorgen.
Es mag sein, dass es für ein SP Generalsekretariat klappt, aber ein Amt mit Regierungsverantwortung ist eine andere Schuhgrösse.




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c. von waldkirch

Nein, sicher würde ich kein Team wählen! Nicht jede Aufgabe ist für das Jobsharing geeignet. Ich will wissen, mit wem ich es zu tun habe und nicht immer auf den anderen verwiesen werden. Der landesübliche Verschiebebahnhof in Politik und Gesellschaft ist schon heute ärgerlich. Und übrigens kennen wir das doch schon von den Teilzeitarbeitenden: 50% angestellt und bezahlt und 80% gearbeitet.

In der Politik würden die das erst recht und freiwillig machen um sich zu profilieren. Es gibt genug Hundsverlocheten, wo die Politiker meinen, hingehen zu müssen. Müssten das dann alle Mitglieder machen, damit die Spiesse gleich lang sind? Und betr. Betreuung: Diese Damen und Herren verdienen genug, um sich eine Betreuungsperson zu leisten, im Unterschied zu anderen, die sich das schlicht nicht leisten können.




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    Matthias Egli

    Sie würden kein Team wählen? Das ist völlig in Ordnung und liegt auch in unserem Demokratieverständnis. Die Initianten – und da gehöre ich dazu – wollen die Möglichkeit schaffen, dass ein Jobsharing für Gemeinderäte, das heisst eine Teamkandidatur, möglich wird. Ob ein Team oder eine Einzelperson gewählt würde liegt immer in der Entscheidung der Stimmbürger.




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