Redaktion Der Bund
22. November 2018
14 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Mona Troja

Guten Tag
Ich habe eine Anmerkung zu dem Begriff * Fremdbetreuen*
Unsere Kinder besuchen eine Kita, in der wunderbare Frauen arbeiten. Zu diesen haben unsere Kinder eine gute bis sehr gute und vertrauensvolle Bindung. Auch wir Eltern vertrauen den Frauen und sehen die Betreuung als familienergänzend, jedoch niemals als eine Fremdbetreuung.




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    Violetta Würger

    Hallo, ich kenne eine Kita-Betreuerin, die recht böse ist. Das war einer von weiteren Gründen, meine Kinder nicht in die Kita zu bringen. Man weiss nie, was da abgeht. Zumal: die wenigsten suchen ihre Kita nach Qualitätskriterien aus, wie dies z.B. Remo Largo fordert in „Babyjahre“. Die meisten sind froh, überhaupt was zu haben, zu passenden Öffnungzeiten, in räumlicher Nähe. So eine Einjährige kann sich ja noch nicht so mitteilen, das passt dann schon. – Heute sehe ich Kita- und Tagesschulenkinder in der Primarschule. Ich kann nur sagen: die meisten haben gelernt, sich durchzusetzen, teilweise mit verbaler und körperlicher Gewalt. Aber das will man ja so. Die Gielen sollen ja Karriere machen, später. Sprechen und Kognitives: durchaus Fehlanzeige, „merkwürdig“, trotz ausgedehntem Smartphonegebrauchs. – Wenn man dann aber mal gewissenhafter auf sie eingeht, sieht man, wie dankbar manche für Vertrauen, Freundschaft, Geborgenheit, Spielideen, Neugierdeweckung, freie Zeit, Dialoge und auch ernste konstruktve Kritik sind. Wie Pflanzen, die man lange nicht gegossen hat, saugen sie alles in sich auf.




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Mia Muster

Wir erhalten keine Gutscheine, weil wir zu viel verdienen. Den grössten Teil der Kita-Kosten von monatlich 3’000.00 Franken (3 Tage, 2 Kinder) müssen wir darüber hinaus voll versteuern, obwohl es sich um klassische Gewinnungskosten handelt. Wir wenden das Geld nur auf, damit wir arbeiten können. Die Vollkostenrechnung ergibt mit Steuern Kosten von ca. 4’500.00 Franken monatlich. Das verdiene ich mit meinen 60% monatlich netto, womit ich auch zuhause bleiben könnte. So werden die gut ausgebildeten Frauen, in deren Ausbildung der Steuerzahler viel Geld investiert hat, vom Gutschein-System diskriminiert und heim an den Herd gedrängt. Wenn ich 20% mehr arbeite, zahle ich CHF 5’000.00 mehr Steuern. Der Steuerzahler hat ein Interesse daran, mich möglichst hochprozentig im Erwerbsleben zu halten. Die gesetzlichen Anreize wurden da aber völlig falsch gesetzt.




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    Barbara Anonymous

    Weshalb bleiben Sie dann nicht einfach ein paar Jahre zu Hause und legen den Grundstein für eine gute Entwicklung Ihrer Kinder? Sie werden so schnell gross und Sie können noch jahrelang Ihre gute Ausbildung amortisieren. Wir werden eh bis 70 arbeiten müssen… Die Zeit mit kleinen Kindern ist kurz aber von enormer Bedeutung. Und ja, Kinderbetreuung kostet, egal ob inder Kita oder zu Hause. Natürlich sollen Geringverdienende und Alleinerziehende Unterstützung erhalten. Aber wer es sich leisten kann, soll dafür selbst aufkommen. Es ist für mich auch eine gewisse Befriedigung, dass die Kita für meine 2 Kinder soviel kosten würde wie ich in der Zeit verdienen könnte. Allem Anschein nach ist meine Betreuungsarbeit ja doch etwas wert!




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    Friedrich Gäumann

    Frau Muster, bleiben sie zu Hause. Rechnen können sie ja. Typisch. Kinder weg, sollen die andern schauen. Es ist , für Leute wie sie, immer noch zu billig!!




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      Irma Shinoda

      An alle, die glauben, fremdbetreute Kinder hätten einen „schlechteren Grundstein in ihrer Entwicklung“: Das ist absoluter Quark. Ich bin das Kind immigrierter Eltern, die beide vollzeit arbeiten mussten, um die Familie über die Runden zu bringen. Betreut wurde ich im Kleinkindalter von der nättesten älteren Kinderdame, die man sich vorstellen kann.
      Heute bin ich 28 und Medizinstudentin, die Fremdbetreuung hat also weder meiner kognitiven noch meiner emotionalen Entwicklung geschadet. Im Gegenteil, meine Kindheit ist geprägt von den glücklichen Erinnerungen mit meiner Tagesmutter und meinen Elterm bin ich zutiefst dankbar für die Opfer, die sie gebracht haben.
      Und Herr Gäumann: Bleiben doch Sie zu Hause, wenn sie so ein Problem damit haben.




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Oliver Siegfried

Grundsätzlich halte ich diese Subjektfinanzierung für richtig. Zudem konnte der Aufwand durch die Einführung des Online-Portals klar reduziert werden. Bei sich signifikant verändernden finanziellen Bedingungen innerhalb der Familie (Stichwort: Einkommensverschlechterung) wird es schnell deutlich komplizierter. Diese Komplexität exkludiert automatisch viele Menschen in unserer Gesellschaft. „Verpasst“ man es, aus welchen Gründen auch immer, diese Ansprüche geltend zu machen, verfallen diese. Ganz nach dem Motto: „Nichtwissen (Nichtkönnen) schützt vor Strafe nicht“. In meinen Augen ist dies eine kläre Schwäche des Systems „Betreuungsgutscheine“ und daran muss weiter gearbeitet werden.




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Markus Muster

Von einer administrativen Mehrbelastung kann keine Rede sein wer zu faul ist sich jährlich für ein paar Minuten durch ein Online-Formular zu klicken dem ist nicht mehr zu helfen. Unkomplizierter kommt man wohl nirgends zu Geld.




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Friedrich Gäumann

Fremdbetreute Kinder sind entwuzelt. Es nützt doch nichts, wenn die Eltern!! Kinder in die Welt setzen um sie dann, aus Egoismus, weiter zu reichen. Die Kinder sind keine Ladenware. Liebe Eltern, denkt nicht nur an eure „Lebensqualität „




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Sarah Anonymous

Wir ziehen nach zwei Jahren zurück in die Schweiz und ich musste mich von neuem über das Kitasystem mit Kitagutscheinen // subventionierte Plätze // Arbeitgebervergünstigungen auseinandersetzen und hatten meine grosse Mühe, den Durchblick zu erlangen. Ich bin absolut keine Expertin und finde persönlich das System mühsam und unübersichtlich. Mich stört, dass nur Vergünstigungen am Wohnort möglich sind. Die 1 Kita in unserer zukünftigen Wohngemeinde hat 25 Kinder auf ihrer Warteliste. Da bleibt nichts anderes übrig als eine Kita in der Stadt zu suchen und den vollen Preis zu bezahlen. Dies wiederum bedeutet, dass mein gesamtes Einkommen für die externe Kinderbetreuung eingesetzt werden muss.
Im Vergleich zu anderen Ländern sind zu wenig Kitaplätze in der Schweiz vorhanden und diese sind zu teuer. Ich habe das System in Kanada hautnah miterlebt. Der Eltern-‚Urlaub‘ wurde soeben von 1 Jahr auf 18 Monate verlängert. Die Mehrheit der Mütter sind nach einem Jahr zurück an ihrer Arbeitsstelle und oft 100%. Einerseits weil Kinderbetreuung zahlbar ist und andererseits weil Blockstunden an allen Schulen herrschen. Ich wünschte mir so fest, die so fortschrittlicher Schweiz würde endlich ‚fortschreiten‘ und familienfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen.




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Brigitte Blum

Wann endlich wird den Behörden- und Politikvertretenden klar, dass nicht Angebote für die Vorschulzeit, sondern für die Schulzeit ausgebaut werden müssen?!
Tagesschulen, die am Morgen früh und bis nach 17h offen sind…




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Violetta Würger

Unterschreibe ich direkt. Sie bringen es auf den Punkt. Kommt dazu: um 4500 CHF zu verdienen, brauchen Sie einen entsprechenden Job. Und das heisst: Anfahrtszeiten, Überstunden, Engagement, Anzug/Kostüm, regelmässige Haarfrisur, Auswärtsverpflegung – da kommen schnell 6000 CHF zusammen, für die Sie dann gerade noch ein paar Hunderter an Steuern abdrücken dürfen, also insg. 6500 CHF. Jetzt verdienen Sie erst mal soviel in Teilzeit. Und damit ist noch nichts gewonnen ausser dem Stress, die Kinder morgens als erstes in der Kita aufzugeben und abends ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man die letzte ist, die ihr Kind abholt. – Der Stuerzahler: wählt die 42h-Woche, wo andere in EU dünne 35h arbeiten und noch Vergünstigungen bei Familiengründung kriegen, so z.B. insgesamt bis zu 60 Tage Urlaub in Italien – und zumindest in Norditalien ist die Wirtschaftsleistung EU-weit am höchsten! — Nee, das System hier sagt: Frauen dürfen 12h am Tag Füdli putzen und Kindergeplärre hören, während Männer sich in den Betrieb verdrücken, wo die Aperokultur blüht.




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