Redaktion Der Bund
25. Januar 2019
62 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Gepinnter Kommentar

Beitrag der Redaktion:

Liebe Leserinnen und Leser, besten Dank für Ihre rege Teilnahme an der Diskussion. Wir haben Ihre Beiträge in einem redaktionelle Artikel zusammengefasst. Diesen finden Sie an dieser Stelle: «Polizisten ticken anders».




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Thomas Schlegel

Ich habe meine eigenen Erfahrungen mit Polizei und Staatsanwaltschaft gemacht. Leider sind/waren diese nicht sehr positiv. Was ist aus dem ‚Freund und Helfer‘ bloss geworden? Wenn man sich den Fall Wilson und die damit verbundene Urteilsverkündung vor Augen führt, ist es angesichts der Umstände und Beweislage nicht nachvollziehbar, weshalb es zu einem Freispruch der beteiligten Polizisten kam. Die Unabhängigkeit von Staatsanwaltschaft und Polizei ist anscheinend nicht mehr gewährleistet, wenn man die diversen Berichterstattungen liest. Was soll man von der Polizei schon halten, wenn Korruption, Polizeigewalt und Fehlverhalten sogar von Gerichten toleriert und begünstigt werden. Ein trauriges Abbild eines Rechtsstaates, der leider immer mehr zum Unrechtsstaat (Bananenrepublik) verkommt.




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Hans Niederer

Die vier Berner Polizisten, in Zivil gekleidet, haben offensichtlich gefeiert, sie waren betrunken, im letzten Zug der Nacht, mit mir (Glatzkopf) und einem anderen Mann. „Hey, ein Tamil!“ hat einer gerufen. Sie haben bei ihm ein bisschen umgehackt, dann verlangt, dass er „Ich bin ein Bub von Trub“ singt. Er könnte die Aufgabe nicht erledigen. Prompt, einer drückt auf dem „Halt auf Verlangen“ knopf, der „Tamil“ muss raus. Letzter Zug, in einem Bernischen Halt auf Verlangen Ort, tja, dieser Mann hat die Nacht sicher auf dem Perron verbracht.

Sie fragen sich warum habe ich nichts gesagt? Einfach, ich hatte angst von diesen Faschisten.




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Hans Meier

Schade, wurde das Gesetz angenommen und dadurch suggeriert, dass es keine Kritik gäbe.




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Beat Jurt

Als bald 65 jähriger, aktiver Mensch und Gewerkschaftsvertreter der etliche Mal auch im Demosicherheitsdispositiv aktiv war, erlaube ich mir einige Bemerkungen zu diesem Gesetz einzubringen. Es gibt ja eigentlich keine neutralen Meinungen und Menschen, jeder hat und darf seine freie Haltung dazu jederzeit äussern, s.h. die Art. 16: «(1) Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.
(2) Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.Art. 9 Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Neben den guten Artikel im Gesetz, sind im Bereich der Meinungsfreiheit und dem Demorecht zu grosse Differenzen vorhanden was die Staatsgewalt tun und nicht tun darf. Es fehlt die unabhängige Beschwerdestelle, nur diese kann eine einigermassen gerechte und mit einer (relativen) Unabhängigkeit entscheiden. Es schränkt so für alle die Demofreiheit massiv ein. Zuviel Punkte an diesem Gesetz zwingen mich zu einem klaren Nein!




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anonyma Anonymous

Hier in der Diskussion lese ich überwiegend Erfahrungsberichte mit der Polizei. Ein paar schildern gute Erfahrungen, andere schlechte. Ich finde, dass es hauptsächlich auch gar nicht um diese subjektive Erfahrungen geht, bei denen man auch nicht genau weiss, ob sie wirklich so abgelaufen sind.
Viel mehr geht es doch schon nur um die Frage; Was sollte die Polizei tun? Sie sollte für Gerechtigkeit sorgen, dafür sorgen dass Gesetze eingehalten werden, und sonst bestrafen. Aber ist überhaupt irgendein Mensch in der Fassung, zu bestimmen, was wann als gerecht gilt? Wer wann im Recht ist? Jeder Mensch hat eine gewisse Einstellung, und diese kann man nicht ignorieren, kein Mensch kann sich komplett neutral verhalten. Aber Neutralität wäre das einzige, was es braucht, um so einen Beruf auszuführen und diese Bestimmer-Macht zu erhalten. Genau deshalb ist es wichtig eine unabhängige Stelle zu haben, welche neutral urteilen kann. Diese Initiative kann sich um einiges verbessern, so wie sie jetzt daher kommt, ist es definitiv –> Polizeigesetz NEIN




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Henri Sommer

Ich hab nur dann mit der Polizei zu tun, wenn wieder mal bis zu acht Polizisten und Politessen im Sommer morgens in der Früh beim Schönausteg stehen und harmlose Velofahrer büssen. Das finde ich total unnötig, denn die Velofahrer sind die umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmer und sie schaden keinem. Im Gegenteil. Polizei sollte zum Schutz da sein und nicht zum Geldeintreiben.




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    Johann Anonymous

    Lieber Herr Sommer
    Da muss ich Ihnen widersprechen. Unnötig ist dieser Polizeieinsatz überhaupt nicht. Auch ich bin Velofahrer, aber eben auch Fussgänger. Zurecht hat man in der Stadt einige Wege den Fussgängern vor behalten, z. B. den Aareweg vom Dählhölzli flussaufwärts. Zunehmend kümmern sich aber eine ganze Menge Radfahrer nicht mehr um dieses klar signalisierte Verbot, sondern kurven mehr oder weniger „anständig“ um die vielen Spaziergänger und Wanderer: ärgerlich. Wenn man einmal ein wenig Zivilcourage zeig und Fehlbaren auf ihr gesetzeswidriges Verhalten aufmerksam macht, wird oft rüde „zurechtgewiesen“ Da müssen Sie sich nicht erstaunt geben, wenn, die Velofahrer zunehmend als Belästigung empfunden werden.




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Rosemarie Anonymous

Sehr hilfreich, menschlich, verständnisvoll, schnelle Hilfe.
Vielen Dank immer!




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Tom Rothenbühler

Meine Erfahrungen sind sehr unterschiedlich:
an Demonstrationen habe ich das Korps oft so erlebt, dass es auf mich überfordert wirkte;
in alltäglichen Begegnungen erlebe ich das Korps als sehr freundlich, entgegenkommend und auch dann und wann mit Humor und ein Auge zudrückend;

Mir stellt sich eher die Frage, weshalb ich in den Medien noch immer ähnliche Berichterstattungen und Aussagen lese, wie vor 35 Jahren als ich selbst jugendlich war. Die Jugendlichen machen seit eh und je ihre Entwicklung. Welche Entwicklung hingegen macht das Polizeiwesen?
Da hilft vielleicht eine Ombutsstelle.




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Ueli Ausn.weiseanonym

Nach einem versuchten Internet-Betrug mit viel Aufwand meinerseits rieten mir die betroffenen Firmen Anzeige zu machen. Die Schalter-Dame am Polizeiposten Bahnhof Bern versuchte mit allen Mitteln, mich nicht vor zu lassen. Ich habe aber nicht nach gegeben. Und die Aufnahme der Anzeige verlief dann hoch professionell und freundlich.

Und ich kam auch ‚mal in eine Alkohol Kontrolle: Alles freundlich und entspannt. Auf der anderen Seite die «Fuck Police», «KillCops», «JDP (Steinewerfer)», «Freunde» : Sehr sehe schwierig für die Polizei.




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Beni Röter

Als Jugendliche haben wir in den Pärkli gekifft. Kapitalverbrechen! Die Polizei kam jeweils mit einem Rollkomando und wollte uns auf frischer Tat ertappen. Da Ihnen das nicht gelingen wollte, liessen sie uns im Winter bei Minus 15 Grad ohne Schuhe und Jacken rumstehen und beschimpften uns auf unterstem Niveau.

Das ist nur eine von etwa 1000 negativen Erfahrungen. Die Berner Polizei habe ich als echt schlechte Menschen verinnerlicht. Ich bin jetzt erwachsen, nicht schief geraten. Wenn ich Polizei sehe, zucke ich jedesmal reflexartig innerlich zusammen.




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Gottfried Treviranus

Wir haben eine Polizei, die gerade auch im europäischen Vergleich und durch viele Beamtinnen bspw. auch gegenüber psychisch instabilen Personen behutsam und professionell agiert. Gerade deshalb hat die KPBE dieses Polizeigesetz nicht verdient.




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Andre Anonymous

Das Auftreten der Kantonspolizei Bern empfinde ich als äusserst schwierig. Zu oft wurde ich schon von Polizisten beleidigt, herumgerissen, angeschrien, schikaniert und ungerecht behandelt. Oft reagieren Polizisten extrem unverhältnismässig und behandeln die Bürger von oben herab. Mir fällt auf, dass sich viele Polizisten politisch rechts orientieren und auch kein Problem damit haben dies zu zeigen. Ich glaube, dass der Graben zwischen Stadtbewohnern und der Kapo immer grösser wird und eine unabhängige Ombudsstelle unverzichtbar ist um die Situation zu entschärfen.




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Robert Ven Nogtelroy

Ich persönlich habe praktisch nur schlechte Erfahrungen mit der KaPo gemacht. Übertriebene Gewaltanwendung wie unangebrachter Pfeffersprayeinsatz, Gummischrott auf Augenhöhe oder Einsatz von Teleskopschlagstöcken, Willkür wie Racial Profiling, auf Oberflächlichkeiten basierende und unbegründete Kontrollen und Festnahmen, Psychische Überforderung in Form von Drohungen, Grundloses Ziehen der Pistole, Ausnutzen der Machtposition, Schikane, Beleidigung, Provokation oder fehlendes und unkorrektes Informieren über die Rechte sind bei erlebten und gesehenen Geschehnissen an der Tagesordnung. Polizist*innen sind oftmals weder mit Namen oder Nummer an den Uniformen gekennzeichnet. Anzeigen kommen praktisch nie durch und führen oftmals noch zu Gegenanzeigen. Dazu kommt, dass viele Mitarbeitende der KaPo (natürlich nicht alle) politisch eher im rechten Lager stehen, was sich bei vielen Situationen (gerade mit Linken oder ausländisch stämmigen Personen) nur noch eskalierender auswirkt.
Die Institution Polizei stellt sich darüber hinaus hauptsächlich vor die Reichen und die Regierung, welche durch Mitwirken an Waffenverkäufen, Ölkäufen, Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur usw. auch am Elend der Welt beteiligt sind, weshalb die Polizei in dieser Form meiner Meinung nach grundsätzlich abzulehnen ist.




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    Martin Häfeli

    Lieber anonymer Schreiber. Sie mischen zu vieles miteinander und was mich dünkt berichten sehr einseitig. Wie ich das interpretiere, verkehren Sie in der Reitschule, daher Ihre Abneigung gegen die Polizei, möglicherweise verständlich. Die Polizei hat sicher auch eine Abneigung gegen die Reitschule bzw. deren Besucher, nicht alle aber viele. Sie verstehen sicher, dass die Polizei besseres zu tun hätte als die pubertierenden Wohlstandsverwahrlosten (nicht meine Erfindung) in Schach zu halten.

    Wie von jungen Leuten schön beschrieben, fand die letzte Auseinandersetzung ja auf eine eindeutige Provokation eben jener Gattung Leute statt. Und ja, wenn man dort dealen kann, würde mich die Polizei ja auch stören. Und ja, wenn der Drogenhandel von Schwarzen kontrolliert wird muss man alle anderen kontrollieren nur nicht die Schwarzen damit man ja so korrekt ist. Verkehrte Welt! Und was sagte eine Kollegin des in Haft verstorbenen Mann? Man (die Polizei) müsse den Drogenhandel besser kontrollieren und genau das verhindert die Reitschule! Komisch nicht?




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Philippe Finger

Ich will jetzt auch mal meine sichtweise darstellen. Kurz zu meiner person: ich bin 20 jahre alt und studiere in bern. Ich ordne mich dem linken spektrum zu, wobei ich selber nicht politisch aktiv bin.

Ich habe sehr unterschiedliche erfahrung mit der polizei gemacht, wovon ich gerne ein par fälle schildern würde. Zum einen sehr gute. Einmal fuhr ich mit dem fahrrad über ein rotlicht, wobei ich den kastenwagen hinter mir nicht sah. Der polizist war sehr freundlich und auch humorvoll, fragte mich ob ich wisse was isch falsch gemacht habe. Es tuhe ihm leid doch das gibt leider eine busse. Ein ander mal taumelte ich mit meinen freunden spät abends durch die stadt, wobei wir aus einer offenen vitrine eine ledstange entwendeten. Ein aufgebrachter securitas rief die polizei auf den plan. Als diese eintraf reagierte sie sehr gelassen, beruhigte den securitas und erklärte uns dass wir nicht mit folgen rechnen müssen.

Auf der anderen seite erlebte ich auch das gegenteil. Auf dem bahnhofsplatz wurde ich mal „zufällig, verdachtsunabhängig“ durchsucht und zwar von 4 polizisten in vollmontur (es war irgendeine demo in der stadt). Sie waren ziemlich schroff und ich fühlte mich durchaus öffentlich bedrängt. Ein andermal machte ich spät abends eine unliebsame geste in richtung eines polizeiwagens, der auf der anderen strassenseite stand (stinkefinger, es war damals museumsnacht und an jeder ecke stand ein streifenwagen, deshalb der argwohn. Natürlich auch des alkohols wegen). Anzeige wegen beamtenbeleitigung und 2 tage sozialdienst die folge.

Ich könnte einige weiter geschichten erzähen. Was ich sagen will ist, dass ich polizisten zum teil sehr gelassen, verständnissvoll, ja fast humorvoll erlebe. Solche die wissen, dass ich sehr wohl selber verstehe was ich angestellt habe (oder eben nicht). Und andere die einen anfahren (im übertragenen sinn :), von beginn weg mit einem bösen blick unter generalverdacht stellen und ihre machtposition spielen lassen. Das nervt mich. Und diese kleinen aktion haben einen grossen einfluss auf das gesamtbild der polizei.

In bezug auf grossdemos und fanaufmärsche, kann ich leider nicht gut stellung nehmen, weil selten anwesend. Von meinen freunden höre ich allerdings wenig gutes. Gummischrott, tränengas und machtdemonstrationen kommen halt schlecht rüber, egal wie eingesetzt. Und meine freunde sind keine ultras, sondern kommen aus der mitte der gesellschaft, sind studierende oder praktikantInnen etc. die sich an einer party plötzlich in einer brenzligen situation wiederfinden und tränengas abbekommen. Da fragt man sich halt schon.




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christopher robert

Wegen eines Stalkers meiner Ex-Partnerin hatte ich inerhalb weniger Wochen mehr Kontakt zur Berner Polizei als vorher während einigen Jahrzehnten zusammen.
Natürlich gab es einige Leute, die offenbar Vorurteile hatten und nicht besonders motiviert waren um lange Protokolle aufzunehmen für Dinge, die wohl mit Aussage ge gen Aussage enden würden (würde mir vielleicht auch so gehen).
Doch ich war sehr überascht, mit welcher Hilfsbereitschaft mir begegnet wurde. Teilweise ging dies viel weiter als das unbedingt Nowendige, zum Beispiel (in der Kaffeepause nach dem Protokoll) sehr praktische Tipps wie zerstochene Fahrradreifen repariert werden konnten und wo man günstig Spezialgrössen kaufen kann. Aber auch Verständnis, als ich im Stress einige Flüchtigkeitsfehler machte (und wichtige Unterlagen vergessen hatte).
Alles in allem hatte ich das Gefühl, es mit Menschen (und nicht sturen Beamten) zu tun zu haben, die so wei wie möglich das alte Motto von „Freund und Helfer“ zu leben versuchten.




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Manuel Niederhauser

Anfang dieses Jahres wurde wieder einmal auch medial darauf aufmerksam gemacht, dass bei „Kontrollen“ – wie man Festnahmen bis zu 48h freundlich betitelt – in Bern jährlich mehrere Menschen ihr Leben verlieren. Die Umstände werden dann mangels unabhängiger Behörden von der Berner Polizei und der Berner Staatsanwaltschaft (also dem Auftragsgeber der Berner Polizei) untersucht. Niemanden wundert, dass dabei nie etwas anderes als „Unfall“ oder „Suizid“ herauskommt. Die Diskussion reicht aber nicht einmal soweit, dass klargestellt würde, dass die KaPo Bern die Verantwortung über die Personen tragen muss, die sie einsperrt.

Was sind die Konzequenzen für das Nichtwarnehmen dieser Verantwortung? Wer kann den Hinterbliebenen eine lückenlose Aufklärung bieten, bei so vielen Leibesvisitationen? Ausserdem gibt es immer wieder Fälle, wo sich Minderjährige auf dem Weisenhaus-Polizeiposten ausziehen müssen. In meinem Bekanntenkreis hat man Angst um seine Kids und absolut kein Vertrauen in die Polizeikräfte in Bern.




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Eliot Mirror

An jedem Tag des Jahres zu jeder Tageszeit arbeitet die Polizei. Keine Betriebsferien, keine Unterbrechung immer und zu jeder Zeit erreichbar. Unzählige Aufgaben werden durch die Polizei erledigt und dies meist weit über den Anforderungen des Gesetzes. Wenn man sie braucht möchte jede und jeder Betroffene, dass sie so schnell wie möglich da ist. Über den einfachen Diebstahl, den Verkehrsunfall, das falsch parkierte Auto eines Nachbarn bis zum Grossereignis. Zu jeder Zeit und an jedem Ort im Kanton.

Wenn die Polizei etwas tut stehen sogleich auch sofort eifrige Bürgerinnen und Bürger bereit die es besser wissen und auch besser gemacht hätten. Obwohl sie oft gar nicht genau wissen wieso und warum es gerade so und nicht anders gemacht wurde. Dies bestimmt nämlich nicht jede Polizistin oder Polizist für sich. Da gibt es Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen wie und was gemacht werden muss und was nicht. Das ist so in einem Rechtsstaat.

Wenn man im Ausland – und da muss man nicht mal sehr weit weg gehen – sieht wie die Polizei zum Teil arbeitet. Haben wir da nicht eine sehr gute Polizei? Sind wir Kritiker und Nörgler denn selbst viel besser als all die Polizistinnen und Polizisten?

Man kann sich stets verbessern, dass ist sicher nie falsch. Unsere Polizei tut das täglich. Vielleicht muss man hie und da bei schlechten Erfahrungen zu erst in den Spiegel schauen bevor man verurteilt. Die ideologische Geringschätzung von gewissen Menschen gegenüber einer Berufsgruppe (Polizei) enthält genau die Intoleranz welche dem Rassismus zu Grunde liegt. Vielleicht braucht es einfach mehr Spiegel in den Strassen von Bern um fair zu kritisieren?




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Marco Engel

1. Man/Frau geht tatsächlich freiwillig zur Polizei. Nur gibt das niemandem das Recht, Polizistinnen und Polizisten wie den letzten Dreck oder als ideologischen Feind zu behandeln und sich aufgrund dessen herauszunehmen sie zubeleidigen, anzuspucken oder anzugreifen.

2. die Polizei muss von Gesetzeswesen Recht und Ordnung durchsetzen – wo nötig mit Gewalt -, sonst endet unser Land in der Anarchie – evtl. Sogar gewollt? – und im Chaos.

3. Polizisten sollten aber auch über eine höhere Frustrationstoleranz verfügen. Diese und ein positives Menschenbild – nein, nicht alle angehaltenen Personen sind zum vornherein einmal potentiell Vaganten – können und müssen trainiert werden, wie der Einsatz von Schusswaffen usw. ja auch. Das ist oder wäre die Aufgabe der Führung.




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Polizist Anonymous
    Tom Rothenbühler

    Dass Sie Ihren Beitrag anonym verfassen müssen, weil Sie sich vor potentiellen Reaktionen schützen möchten, zeigt wesentlich mehr auf, als sämtlicher Inhalt!
    Wer solchermassen auf der Hut annimmt sein zu müssen.
    Welchen Einfluss hat das auf die Ausübung seiner Funktion/Arbeitsauftrags?!
    Da möchte ich nicht tauschen. Mir selbst ist als Kader zu deutlich klar geworden, dass Menschen sich – in Kürze geschrieben – sich wohl fühlen müssen, um einen guten Job zu machen!




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    “ Zuunterst in der Nahrungskette“? Sehr viel Respekt vor Demonstranten höre ich aus Ihren Worten nicht heraus, Herr Polizist. Für mich klingt das eher arogant. Sehr arrogant sogar. Für mich sind das in erster Linie engagierte Leute, die sich für etwas einsetzen.




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      Patrick Anonym

      Herr Helbling, Ihr Text ist ein klassisches Beispiel dafür, wie extremistische Idiologie entsteht: Man liest genau das, was man lesen möchte und sieht sich in seiner vorgefassten Meinung bestätigt. Dann noch ein paar übertreibende Adjektive dazu und schon ist Ihre Meinung ein wenig extremer geworden. “Zuunterst in der Nahrungskette“ sind gemäss dem anonymen Polizisten nicht die Demonstranten, sondern die Polizisten, welche an den Demos den gesetzlichen Auftrag erfüllen müssen. Aber eben…




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      alex münch

      Dass Sie anonym schreiben, zeigt exemplarisch, aus welch verlogenem Holz die Polizei in Bern geschnitzt ist. Ausserdem ist so ziemlich jeder Absatz in Ihrem Text ein Beleg dafür, dass praktisch alle Uniformträger persönlich frustriert sind (Politik, Gesetzgeber, Bürokratie usw.). Schlussendlich sind Sie aber trotz Ihrer Robocopuniform ein Mensch und können – wie all Ihre Kollegen auch – diesen Frust irgendwann nicht mehr professionell einordnen. Was dann passiert, kann man an praktisch jedem Ihrer Einsätze sehen: Gewaltsuchende Blaulichtlern provozieren anstatt zu deeskalieren, das machen Sie beispielsweise im Unterbewusstsein durch Ihr Auftreten mit Helm und Schlagstock in einer 5-er Gruppe am YB-Match gegen ein Xamax, bei dem vielleicht 15 Auswärtsfahrer auf der anderen Seite des Stadions völlig unbehelligt stehen. Natürlich läuft auf Ihrer Gegenseite nicht immer alles goldig, die Verhältnismässigkeit wird jedoch gerade von der Berner Polizei bereits im Vorfeld nie gewahrt, man sucht die Eskalation und will das persönliche Adrenalin befriedigen, einer der grössten Fehler, welche bei anderen Corps praktisch nie passieren. Im Nachgang wird dies jedoch strikte negiert oder verharmlost (z.B. Smiley, Spahr und tausend andere Beweise belegen dies). Dies wiederum führt zu einer Hassspirale, welche in Bern nun seit Jahren dreht und ihr Image, welches Sie eindrücklich beschreiben manifestiert hat. Hätte Ihre Berufsgattung in unserem Kanton eine andere, bevölkerungsnähere und deeskalierendere Strategie an den Tag gelegt, wäre es vielleicht möglich gewesen, Sie und Ihre Kollegen als nötiges Übel anzusehen, dieses Image hat sich die POLICE BE mit ihrem arroganten, überheblichen und aggressiven Verhalten längst selbst zunichte gemacht. Dass Sie bei all diesen gemachten Fehlern den Ihnen entgegenkommenden Hass immer noch nicht verstehen, zeugt schliesslich von ihrem verquerten Weltbild und eindrücklich davon, dass Sie viel zu viel verdienen und in ihrer geschützten Werkstatt einem traurigen, extrem weltfremden Leben fröhnen.




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        Peter Bischof

        Herr Münch, Ihre entwertende und destruktive Antwort zeigt exemplarisch auf, mit welcher Haltung einzelne in unserer Gesellschaft den Polizisten begegnen. Damit erklären sie sehr genau die „andere Seite“, die es für Konflikte mit Polizisten braucht.

        Sie könnten den Wert der Polizeiarbeit für sich vielleicht positiver konnotieren, wenn Sie sich ein Gesellschaft ohne Polizei vorstellen. Wenn Sie Länder studieren, in denen kein politisch kontrollierter Polizeiapparat vorhanden ist.




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    George Holländer

    „Der Polizei wird meistens schon feindlich oder ablehnend begegnet- das scheint heute einfach so zu sein. Weil man die Polizei nicht mehr viel sieht und der Bürger teils kein Verständnis dafür hat, dass es Gesetze gibt- NICHT von der Polizei gemacht. Aber danke, dass man alles an der Polizei direkt oder indirekt (über die Medien und so) auslässt.“

    Herr Polizist, Sie haben sich entschieden, diesen Job zu machen. Und ihr Arbeitgeber hat doch gemäss „Bund“ eine Studie gemacht, wo die Polizei so gut wegkommt in der Bevölkerung! Ihre Praxis zeigt also etwas anderes? Ein Schelm, wer denkt, dass die Polizei vielleicht doch nicht so beliebt ist in der Bevölkerung.

    Ich möchte Ihnen übrigens nicht zu nahe treten und danke für Ihre Offenheit.




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Beat Schori

Die Arbeit der Polizei ist in der Regel sehr gut. Sie verdient eine klare und konsequente Unterstützung der Politik. Da es bereits eine Ombudsstelle gibt, braucht es keine zusätzliche.




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Michael von Bergen

Polizeiliches Handeln in Bern ist bei meinen dutzenden Erfahrung kaum verhältmässig gewesen. Die Beamt*innen handeln oft völlig übertrieben, sind der Situation nicht gewachsen oder schlicht Opfer ihrer Berufswahl, wenn sie beschränkte Vorgaben der Politik umzusetzen versuchen.

Aber die schlimmste Situation ist wohl das Verhältnis der Jugend zur Polizei, dass junge Menschen im Knast sterben, ist nur ein Teil des Problems. Der Angriff auf Personen mit Gummischrot, eine Übung an Menschen am 1. September macht es einfach. Die Polizei ist der Feind.

Die Exekutive und Justiz können der Institution Polizei nichts anhaben, Polizisten schweigen wie bei der Mafia. Die Gerichte schützen die Straftäter genau so wie der Grosse Rat der sie beaufsichtigen sollte. Als damals eine Polizistin aussagte, wurde sie gemobbt bis sie sich ins Berner Oberland versetzen lies.

Den Jungen geht es oft nicht darum ob Polizist*innen Fehler machen, das sehen die meisten als menschlich, aber dass sie dafür nie zur Rechenschaft gezogen werden stösst gelinde gesagt auf Unverständnis.
Kann man da noch etwas machen? Eine Ombudsstelle? Sicher besser keine.

Ein Beamter sagte mir, wenn er denn Marsch auf Bern schütze, sei das für die Meinungsfreiheit. Viele der Angestellten halten sich für die Verfechter der Gerechtigkeit. Sie haben nur im Gegensatz zu den jungen Leuten, die FTP an die Wände malen, nicht verstanden, dass es keine gerechte Ausschaffung geben kann. Das sie nicht Recht, sondern die Interessen der Herrschenden durchsetzen.

Die Werte sind klar in diesem Staat, die Polizei trägt Leute aus Häusern, damit diese Leer stehen können. Sie hilft dann nicht den Wohnungslosen für ihr Recht auf ein Leben in Würde sondern steht in der Kälte vor dem Haus, es muss leer sein weil es das Kapital so will. Als Polizist*in wählt Mensch die Kälte vor dem leeren Haus aber es geht auch anders, denn in Bern weiss schon jedes Kind: Niemand muss Bulle sein.




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Denis Forter

Meine seltenen Direktkontakte mit der Berner Polizei verliefen alle positiv. Die Polizistinnen bzw. Polizisten waren höflich, freundlich und hilfsbereit.




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Anonymous

Schade dass die eingeschüchterte Polizei gegen die Krawallanten nicht rigoroser durchgreifen kann. Chaoten sind dingfest zu machen und mind 48 Stunden in Haft zu belassen, damit man in der Schule oder am Arbeitsplatz feststellt wer fehlt.




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Hans Anonymous

Wenn man als Jugendlicher in der Stadt Bern aufwächst wird man von der Polizei in die eine oder andere Schublade gesteckt. Entweder man sieht aus als hätte man ihrer Meinung nach eine Zukunft oder man treibt sich vor der Reitschule rum.

Einem Kollegen mit dunkler Hautfarbe wurde bei einem Verhör gesagt er hätte keine Zukunft wenn er sich bei der Reitschule herumtreibe, worauf er sagte dass er im Moment im Gymnasium ist und eigentlich alles ganz gut laufe. Die Polizei stellte daraufhin die Frage wo sein Vater sei, wenn er denn überhaupt weiss wer sein Vater ist, da es bei Jugendlichen mit afrikanischer Abstammung eh immer so sei dass die Väter abhauen.

Ich finde es nicht gerecht, dass die Polizei sich solche Dinge erlauben kann. Es wurden auch schon zwei Freunde auf der Wache geschlagen. Wieso schaut man weg? Und was gäbe es für eine Alternative als Machtinstrument des Staates? Letzteres ist sicherlich schwerer zu beantworten.

Die Polizeiarbeit in der Stadt Bern empfinde ich als Mittel zur Machtdemonstration. Diesen Staatsmarionetten die Mittel zur Willkür aufzustocken und zu verbessern lässt mich an der Politik zweifeln.

Ich denke auch, dass einige Demonstrationen ruhiger verlaufen würden, wenn die Polizei auf Augenhöhe begegnen würde und zwar nicht mit dem Gummischrot-Gewehr! Wenn sie ihre Rüstungen, Pfeffersprays, Schilder, Schlagstöcke, Gewehre usw. weglegen würden würden auch keine Steine fliegen.




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Michi Anonymous

Wenn ich an die Kapo Bern denke, fallen mir 2 Dinge ein:

1) Wann immer ich angehalten oder kontrolliert wurde, war es, weil ich, aufgrund meines Aussehens, in irgendein Raster gefallen bin. Die Beamten haben allerdings immer sehr gut auf meine höfliche und kooperative Art reagiert, weshalb sich daraus nie ein echtes Problem ergeben hat.

2) Es gab da mal einen Vorfall, wo eine Geburtstagsparty einer Kollegin von ca. 5-10 ungeladenen Gästen „gestürmt“ wurde, woraufhin wir die Polizei alarmierten. Diese ist dann auch aufgetaucht und hat leider nur das absolute Minimum unternommen. Es wurden Ausweise kontrolliert, danach hat sich der Kastenwagen in sicherer Entfernung aufgestellt und weiter zugeschaut, wie Gäste der Party massiv bedroht wurden. Es gingen Scheiben zu Bruch und ich sah mich mit der Drohung „Na, spürst du schon wie mein Messer dich aufschlitzt?“ konfrontiert – die Polizei unternahm nichts.

Ich finde es in einer Demokratie besonders wichtig, dass es eine unabhängige Prüfstelle für die Staatsgewalt gibt.




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George Holländer

Die Polizei ist in Bern je länger, je mehr zum Problemfaktor geworden. Eigentlich, in der Theorie, sollte die Polizei die „Bevölkerung schützen“. In Tat und Wahrheit sah es in Bern oft so aus, dass Demonstrationen (gegen Rassismus, gegen Krieg, für Gleichberechtigung, gegen Sexismus, usw.) entweder gleich von Beginn an eingekesselt wurden (Anti-WEF 2012, Antifa-Spaziergänge 2015, 2017), oder die Demo mit dutzenden Zivilpolizisten und hochauflösenden Kamerawagen begleitet wurde.

Meine Vermutung: Die Polizei legt im grossen Stile Karteien von unliebsamen Personen an, die sie dann im Zweifelsfall aus dem Verkehr zieht (vor einer Demo, z.B.). Es ist das aus rechtsstaatlicher Sicht für mich absurd, denn eigentlich ist das Grundrecht (Artikel 9, Artikel 22 in der Bundesverfassung) auf Versammlungsfreiheit und der Schutz der eigenen Person vor Willkür höchstes Gut.

Natürlich müssen Straftaten (vor allem die gröberen, da finde ich müsste eine klare Hierarchisierung stattfinden) geahndet sein, aber bitte eben nicht so: „Öffentlicher Verkehr ist 30 Minuten unterbrochen, oder zwei Scheiben kaputt – legitimiert die präventive Verhaftung von 200 Menschen“ – das ist nicht richtig!




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Maria Anonymous

Ich habe bisher immer gute Erfahrung gemacht mit der Polizei, sogar wenn ich angehalten und kontrolliert wurde. Von der Höflichkeit könnten sich wohl manche Polizeien im Ausland eine Scheibe abschneiden.




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Yvonne Prieur

Die Wasserpolizei habe ich als Seglerin in verschiedenen Situationen sehr zu schätzen gelernt. Die Polizeiarbeit erlebe ich meist als kompetent und ich habe grundsätzlich Vertrauen in das Corps. Das gilt auch für die Polizei, die in der Stadt Bern Einsatz leistet. Die Arbeit der Polizei würde sich sicher verbessern, wenn sie den Personalbestand aufstocken könnte. Einer Ombudsstelle für die Polizei stehe ich positiv entgegen. Mir bereitet die hohe Gewaltbereitschaft gewisser Gruppen gegenüber der Polizei in Bern Sorge. Vielleicht muss sich die städtische Regierung auch mal fragen, wie sie dieser begegnen will.




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Monique Saulnier

Meine Erfahrungen mit der Polizei sind gering. Sie reichen aber, um entdeckt zu haben, dass, wenn man ihnen freundlich und humorvoll begegnet, sie sehr entgegenkommend und ebenso humorvoll reagieren. Wenn man dann trotz berechtigter Busse, die keiner gerne bekommt, mit einem Lachen auseinander geht, ist der Tag auch für die Polizisten ein klein bisschen heller. Ausprobieren!




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Erich Gehtniemandenetwasan

Meine Erfahrungen mit der Polizei sind komischerweise fast durchs Band weg negativ. Wörter wie „Danke“ und „Bitte“ sind den Beamten nicht bekannt. Bussen können nicht sofort und vor Ort bezahlt werden, weil man kein Quittungsbüchlein dabei hat, bei gestohlenen Fahrrädern mit Hausfriedensbruch kommt erst gar niemand und krasserweise werden oft gleich vor Ort die Opfer zum Täter gemacht.

Weil ich Dr. iur. bin kenne ich die Gesetze ziemlich gut und es kommt bei den Damen und Herren ganz und gar nicht gut an, wenn jemand Bescheid weiss. Das Risiko besteht, sofort als renitent in Handschellen gelegt zu werden. Für mich ist die Polizei das Spiegelbild des grün/roten Filzes in der Stadt und ich bin froh, per 1.3.19 die Stadt Bern mit meiner Familie verlassen zu können.




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Luca Piazzalonga

Meine ersten Erfahrungen mit Polizei und Behörden habe ich im Kanton Basel Stadt gemacht. In diesem Kader gibt es einige Exponenten, die sich politisch klar positionieren, nach ihrer Gesinnung hin arbeiten und sogar nicht davor zurückschrecken, rechtsextreme Propaganda in der Umkleidekabine aufzuhängen und zu verbreiten (die Tageswoche berichtete). Mag sein, dass mir durch diverse Übergriffe seitens der Polizei in BS vielleicht von Anfang an eine Vorurteilshaltung gegenüber der Polizei im Allgemeinen anhaftet.

Ich habe aber festgestellt, dass die Polizei kantonsübergreifend ein strukturelles Problem darstellt und habe in Bern ähnliche Erfahrungen gemacht (abschätziges Verhalten und Übergriffe aufgrund meines Aussehens oder der Herkunft meiner Freunde, problematische Nähe zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft, verfolgen einer eigenen politischen Agenda in Bezug auf Migration und Ausschaffung etc.).

Ich lehne deshalb die Polizei als institutionalisierte Gewalt in ihrer Gänze ab und halte sie für eines der bedrohlichsten Organe in unserer Demokratie.




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Chiara Fischer

Schwierig. Ich erinnere an den 1. September letzten Jahres. Da gab es schockierende Fotos und Videoaufnahmen von Polizeigewalt. Anzeige erstattet haben aber nur Polizisten gegen Jugendliche, die sich nicht kooperativ verhalten haben. Die Polizei sprach von vier Verletzten – was sie genau hatten, berichteten sie nicht. Auf der anderen Seite sprachen die ReitschülerInnen von rund 30 Verletzten. Dem ging niemand nach. Wie kann es sein, dass sich die Polizei solche Einsätze erlauben kann? Und nun auch noch mehr Kompetenzen erhalten soll? Das ist, als ob man einem Schulschwänzer nachträglich die gefehlten Lektionen als „Selbststudium“ abtut!




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Sandro Cavelti

Die Polizei verhält sich äusserst undurchsichtig. Jedes Mal, wenn es zu Konflikten mit öffentlicher Relevanz kommt, verweisen Nause, Willi, Müller etc. darauf, „dass man ja Anzeige erstatten könne“. Jedes Kind weiss, dass Anzeigen gegen PolizistInnen a) mit einer Gegenanzeige beantwortet werden und b) durch Polizei und Staatsanwaltschaft behandelt werden. Also durch die eigenen KollegInnen! Neutralität ist hier nicht gegeben. Es versanden 99% der Anzeigen gegen die Polizeibeamten. Aber gegen eine Ombudsstelle wehren sich die genannten Herren immer noch mit Händen und Füssen.




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Laura Portmann
Hannes Müller

Seit dem im Dezember ein 20-Jähriger in Untersuchungshaft gestorben ist, hat die Ignoranz der Berner Polizei ein neues Level erreicht. Es kann nicht sein, dass man in Polizeigewahrsam um sein Leben fürchten muss. Die Polizei lügt an allen Ecken, wenn es darum geht, ihre Arbeit in ein schönes Licht zu rücken. Dieses Lügenkonstrukt reicht vom Polizist über Reto Nause bis tief in die Berner Politik. Beispiele gibt es Tausende.

Die Polizei kann sich nur verbessern, indem sie nur Menschen mit starkem Bezug zur Stadt Bern anstellt (solche Menschen werden normalerweise aber nicht Polizist). Sie muss sich zurück zur Stadtpolizei umorganisieren. Das neue Polizeigesetz, das der Polizei noch mehr Freiheiten geben soll, gehört unbedingt abgelehnt. Willkür, Verfolgung und politische Festnahmen, die man sonst nur aus Russland kennt, werden sonst auch hier zum Alltag.




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    Leon Bracher

    Dass man keine Polizei mehr sieht, Herr Helbling, hat damit zu tun, dass die linke Regierung die Stadtpolizei abgeschafft hat und bei der Kapo Bern nicht die gleichen Leistungen einkauft wie die Stapo gewährleistete.

    Meine Kritik richtet sich an die Polizeiführung. Wenn ein Polizist Smileys auf Gummischrot zeichnet, muss dieser entlassen werden. Nicht fristlos – geht evtl. auch nicht -, aber so eine Person hat im Polizeicorps nichts zu suchen. Es muss ein Zeichen gesetzt werden.

    Des Weiteren sollten Sie wissen, dass die Polizei in der Schweiz nicht in die Stadien darf um die Pyro-Freunde zu verhaften, da Stadien Privatgrund sind und die Polizei dazu einen Hausdurchsuchungs- oder Haftbefehl benötigen müsste.

    Auch muss man den Fakten in die Augen sehen, Herr Helbling, es läuft sicher nicht alles super ab, aber die Linken bauschen immer alles extrem auf und provozieren halt auch massiv oder erzählen eine Geschichte, die nicht prüfbar ist. Man sollte nicht immer alles glauben. Egal von wem!




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Peter Grütter

Im Strassenverkehr erlebe ich die Kantonspolizei als vernünftig präsent und professionell. Ich gehe davon aus, dass das auch in den anderen Bereichen so ist. Dass die Jugendlichen etwas Mühe mit der Polizei bekunden und umgekehrt, gehört dazu. Deswegen das Polizeigesetz zu verschärfen, ist meines Erachtens unverhältnismässig.




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Dominic Aerni

Ich selbst habe seit 16 Jahren Wohnsitz in der Stadt Bern noch kaum Erfahrungen mit der Polizei gemacht und das ist gut so. Und wenn ich etwas als gestohlen melden musste, wurde ich professionell behandelt.




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Martin Mueller

Ich hatte nie Probleme mit der Polizei, habe aber auch nie selbst grösseren Unfug gemacht. Als bei uns eingebrochen wurde, war die Polizei innert 2 Minuten vor Ort. Bin sehr beeindruckt gewesen.




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Pesche Anonymous

Es mag ja sein, dass es die Berner Polizei nicht immer einfach hat. Dennoch erwarte ich von diesen Damen und Herren mehr Anstand.

Meine Erfahrungen aus der Zeit als Teenie bis gut 20-Jähriger deckt sich mit den Erzählungen Jugendlicher von heute: bereits für eine reine Personenkontrolle ohne Verdachtsmomente kommen die Polizisten schroff daher, ohne einen guten Tag zu wünschen oder sonst irgendwelchen Gruss, heisst es schroff: “Uswys“. Das Ganze ohne Bitte, ohne vielen Dank, auch wenn man selbst kooperierte und freundlich blieb.

Ergebnislose Taschenkontrollen führten oft dazu, dass man seine Sachen weitherum zusammensuchen durfte, vor allem wenn Zuschauer fehlten. Ich war nie an Demos und blieb bei solchen Kontrollen stets freundlich, da ich möglichst wenig mit unseren Gesetzeshütern zu tun haben wollte.

Gerade Bern war schweizweit bekannt für die Machos und Rambos, die bei der Polizei irgendwelche Machtkompensation suchten – die Guten schickt man ja anderswo hin, die die man nicht unter Beobachtung halten muss nach der Polizeischule.




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Peter Kummer

Die Polizei macht einen super Job in diesem extrem angespannten Verhältnis in Bern. Ich kenne ein paar Polizisten aus dem Kollegen- und Familienkreis: was diese täglich erdulden müssen, geht auf keine Kuhhaut! Einstecken, aber nicht austeilen. Die Chaoten spielen mit dem Leben der Polizisten und erachten das Ganze als Spiel.

Einzig die gnadenlose Bussenverteilung ohne gesunden Menschenverstand – insb. in Aussenquartieren – stört mich zunehmend. In der Regel verteilen da aber nicht mehr Polizisten die Bussen, sondern Drittfirmen auf Erfolgsbeteiligung (was dann die Härte auch erklärt). Das ist aber eher ein hausgemachtes Problem unserer Politiker, bzw. eine Frage der Prioritäten derjenigen. Lieber kümmert man sich um Nebenschauplätze, als um echte Probleme.




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    Unter „gesundem Menschenverstand“ beim Bussenverteilen meinen Sie doch nicht etwa, dass falsch parkierte Autos nicht gebüsst werden sollen, oder?

    Was die angeblich „Härte“ angeht: Seit diese neue Firma kontrolliert, sehe ich kaum noch Kontrollen oder Bussen bei uns in der blauen Zone, die Autosfahrer parkieren wie ihnen beliebt. Nein, von „Härte“ keine Spur, eher Larifari. In der Altstadt dasselbe. Überall stehen Autos, im Park- wie auch im Fahrverbot, unbehelligt. Ich denke nicht, dass die sich beklagen können.




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      Peter Kummer

      Ja Herr Helbling, damit meine ich tatsächlich falsch parkierte Motorfahrzeuge. Aber ich mache ihnen gerne ein, zwei Beispiele bez. (meinem) Menschenverstand: Wenn in Aussenquartieren mehr Parkkarten verkauft werden als vorhanden, wird das logischerweise zum Problem. Und wenn ein Anwohner gezwungenermassen das Auto im „Zonen-Anschluss“ abstellen muss, ist das für mich nicht ganz das Selbe, wie ein falsch parkiertes Auto in der Innenstadt (da bin ich voll bei Ihnen).

      Oder wenn ein Rollerfahrer im neuen Wankdorfquartier mit ein paar tausend Arbeits- und zwölf offiziellen Rollerparkplätzen sein Gefährt zehn Zentimeter neben den weissen Strich stellt, klebt am Mittag eine Busse dran. Anders verhält es sich bezüglich der Sprayereien an Brücken und Privathäusern rund um die Reithalle, wo täglich, bzw. nächtlich neue dazu kommen. Das scheint mittlerweile völlig ok zu sein, warum auch immer.




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