22 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Patrick Keller

Das beliebteste Familienmodell in der Schweiz, Mann Vollzeit/Frau Teilzeit impliziert, dass der Vater für die Kinder emotional verzichtbarer ist als die Mutter, und dass die Kinder mindestens zur Hälfte von der Mutter betreut werden müssen. Das Modell impliziert auch, dass die Frau beruflich weniger qualifiziert ist und eine weniger wichtige Aufgabe hat, die auch in Teilzeit erledigt werden kann. Der Mann gilt hingegen beruflich qualifiziert und im Beruf unverzichtbar. Daher muss er Vollzeit arbeiten während die Frau vom Einkommen des Mannes abhängig ist.
Wer zu all dem auch 2019 noch ohne Zögern „ja“ sagen kann, der werde damit glücklich. Doch tut er damit weder den Kindern noch sich selbst einen Gefallen, sondern zementiert die Geschlechterrollen unserer Grosseltern.




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Simon Waber

Meine Frau und ich arbeiten je 50% (einen Nebenjob von 10%, der fast nur am Wochenende zum Zug kommt, klammere ich mal aus). Für uns das ideale Modell. Keiner beneidet den anderen um den scheinbar besseren Teil. Unsere Tochter bekommt von beiden die Vor- und Nachteile des jeweiligen Erziehungsstil zu spüren. Machen wir uns nichts vor: Ein Vaterschaftsurlaub, wie lange er auch dauern soll, ändert kaum etwas am gewählten Familienmodell, es bietet höchstens (aber immerhin) eine Entlastung der Mutter in einer stressigen Zeit. Ich finde, alle Paare sollten sich im Idealfall vor dem positiven Schwangerschaftstest einigen, wie sie Familie in ihren jeweiligen beruflichen und finanziellen Situationen organisieren wollen. Was ich im Jahr 2019 schlimm finde, wenn man es nicht diskutiert. Deshalb auch eine Gratulation zu diesem Thema!




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Anna Kleeblatt

Es braucht ganz einfach mehr TZ-Stellen und ein soziales Umdenken. Menschen in Teilzeitarbeit und Teilzeitkinderbetreuung und erschwingliche Kitaplätze. Alles andere ist Steinzeit.




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Christoph Schneider

Wir Väter sollten das Vater-Vollzeit/Mutter-Teilzeit-Modell boykottieren, solange es im Trennungsfall als Rechtfertigung verwendet wird, uns die Kinder wegzunehmen. Das heisst: nie in einem höheren Pensum arbeiten als die Mutter. Viele Politikerinnen würden das bejubeln, gilt der Vollzeit-Mann doch als gesellschaftliches Problem. Hier im Quartier sieht es leider anders aus, in Tat und Wahrheit wollen viele Mütter überhaupt nicht dazu gezwungen werden, in einem hohen Pensum zu arbeiten. Trotzdem: Väter, reduziert Euer Pensum! Vaterschaftsurlaub: unbedingt! Mindestens 14 Wochen.




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    Silvia Beyeler

    Ja, ihr Väter solltet dieses veraltete Modell boykottieren. Aber nicht, weil es sonst allenfalls im Scheidungsfall nachteilig ausgelegt werden könnte, sondern einzig und allein aus dem Grund, dass eure Kinder euch genauso brauchen wie ihre Mütter. Und weil ihr die verlorene Zeit mit euren Kindern nie nachholen könnt!
    Und an alle Mütter die meinen, dass nur sie richtig auf die Kleine aufpassen können: Gebt euren Männern eine faire Chance! Sie machen es anders als wir Mütter, aber mindestens genauso gut.




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Roger Kipfer

Für viele Familien im Mittelstand stellt sich nicht die Frage, ob der Mann oder die Frau Teilzeit arbeiten sollen, sondern wie können wir uns organisieren, so dass am meisten Geld zum Leben bleibt. Die finanzielle Belastung für Familien ist im Verhältnis zu den Löhnen in den letzten Jahren enorm gestiegen (Krankenkasse, Steuern, Mieten, Versicherungen..). Zudem werden immer mehr versteckte Steuern (Gebühren) erhoben, was zu einer zusätzlichen Belastung führt. Leider wird zur Entlastung des Mittelstand in der Politik nichts unternommen. Es werden immer nur die Reichsten entlastet. Auch im Parlament wird dank dem Lobbyismus an dem allgemeinen Volk vorbei politisiert.




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Michael Beer

Seit der Geburt unseres ersten Kindes arbeiten meine Frau und ich beide Teilzeit, zurzeit je 80 Prozent. So können wir die Betreuung der Kinder und die Arbeit im Haushalt optimal aufteilen und uns beide auch beruflich verwirklichen. Ich kann dieses ausgewogene Modell nur empfehlen.
Eine staatlich finanzierte Elternzeit oder einen Vaterschaftsurlaub erachte ich hingegen als unnötig. Der Vaterschaftsurlaub würde die Rollenmodelle nicht verändern. Dafür braucht es privates Engagement und die persönliche Bereitschaft beider Elternteile, der Familie einen hohen Stellenwert zu geben.




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Maria Gasser

Wegen solchen Männern habe ich mich gegen Kinder entschieden. Zwei meiner Ex Partner waren sehr versessen darauf, Vater zu werden. Als es aber um die Definition ging, wie eine Kinderbetreuung aussehen soll, bin ich schnell wieder verhüten gegangen. Keiner von ihnen wäre bereit gewesen, die Arbeit massiv zu reduzieren. Auf 80 Prozent, maximal, wäre bei diesen Herren drin gelegen, selbstverständlich mit der Forderung, ich solle die restliche Zeit zuhause bleiben, weil ich jünger bin und ohnehin nicht viel verdienen würde. Sowas muss ich mir doch nicht antun. In der Schweiz ist es für Frauen schon lange nicht mehr attraktiv, eine Familie zu gründen.




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    Hans Klarer

    Frau Gasser

    Kinder betreuen ist nicht einfach, klar! Aber ein 80-120% Arbeitspensum ist auch nicht gerade ein Riesenspass.Burnout, Ausgrenzung und Frust ist da an der Tagesordnung. Am Abend kommt man nach Hause, dann wird einem als erstes zusammengestaucht das man ja noch nichts für die Familie beigetragen hat. Sehr aufbauend. Dauern wird man angeschossen und muss sich verteidigen. Können Sie sich vorstellen ob das Freude macht? Die Herren der Schöpfung gehen nur arbeiten, wie das immer so leicht wäre! Der Ertrag der Arbeit (Lohn) wird dann aber gerne natürlich ohne geringste Anerkennung entgegengenommen. Sie sehen Frau Gasser auch die „Gegenseite“ hat es nicht immer einfach. Vielleicht ist dieser Instrumentalisierte Konflikt mit schuld an der hohen Scheidungsrate. Bei mir war es jedenfalls so.




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      Betina Balitzki

      Gleichstellung = Gleichberechtigung
      die Krux des Frustes für viele Männer ist, dass die Gleichstellung für sie irgendwie gleichbedeutend ist wie Machtverlust. Es geht heute darum, die Verantwortung zu teilen, denn dann gibt es weniger Frust, Burnout und Ausgrenzung! Wenn Frauen auch Ihren Beitrag fürs Familieneinkommen leisten, dann sind wir der Gleichstellung schon sehr nah – jedoch nicht wenn Mama 40% und Papa 120% arbeitet…. und Herr Gasser, ihr Frust tut mir leid – vielleicht wirds mit der 2. Frau besser, es gibt viele tolle moderne Menschen die für sich Verantwortung tragen wollen und können, Männer & Frauen!




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Erwin Tschanz

„Das Problem sind die Vollzeit-Männer“. Problem für wen?
Ich finde, dieser Titel wirkt so eher abwertend. Selbst habe ich Teilzeit-Arbeit aber sehr geschätzt, als unsere Kinder klein waren.
Doch eine ungute Tendenz beobachte ich immer wieder:
Auch Männer, Väter, die zugunsten ihrer Kinder teilzeitlich gearbeitet haben, sollten bei einer Trennung oder Scheidung wie selbstverständlich wieder „Vollzeit-Männer“ werden, um alles finanzieren zu können.
Obhutsrecht für die Kinder können sie auch vergessen.
Bitte: Wer schon Probleme hat mit Vollzeit-Männern,darf sich redlicherweise dafür einsetzen,
dass Männer mit andern Lebensentwürfen nicht einfach wieder an sexistischen Vorgaben gemessen werden, nur um Geld zu kassieren oder sie als Väter zu diskriminieren.
Redlichkeit gilt für alle, und auch nicht nach Bedarf.




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    ¨Carl Blumer

    ‚Auch Männer, Väter, die zugunsten ihrer Kinder teilzeitlich gearbeitet haben, sollten bei einer Trennung oder Scheidung wie selbstverständlich wieder „Vollzeit-Männer“ werden, um alles finanzieren zu können. Obhutsrecht für die Kinder können sie auch vergessen.‘

    Diese Aussage kann man nicht unwidersprochen stehen lassen. Bei Trennung oder Scheidung wird wenn immer möglich das bisherige Modell der Einkommenserzielung und Kinderbetreuung fortgesetzt. Problem Nr. 1 ist aber, dass viele Väter erst bei Trennung oder Scheidung nennenswertes Interesse an Kinderbetreuung zeigen. Problem Nr. 2 sind nach Trennung oder Scheidung weit auseinanderliegende Wohnorte der Elternteile. Wie soll ein Kind von beiden Elternteilen gleich betreut werden, wenn z. B. ein Teil in Bern wohnt und der andere in Genf?




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Schneider Stéphanie

Dieses Modell ist dasjenige, das von der Gesellschaft auferlegt wird. Männer haben weniger Möglichkeiten, Teilzeit zu arbeiten. Wenn er die Ankunft eines Kindes ankündigt, bekommt er einen Klaps auf die Schulter und mit seinen Kollegen wird die Nachricht bei einem Bier gefeiert. Wenn eine Frau ihre Schwangerschaft ankündigt, ist es etwas anderes: Gehst du wieder zur Arbeit? Zu welchem Prozentsatz? Bist du sicher, dass es nicht zu viel sein wird? Die junge Mutter wird zu einer Vorschlagsbox ohne ein Glückwunschwort. Es ist nicht das beste Modell, es wird auf Paare sowohl sozial als auch steuerlich besteuert. Vielleicht wird der Vaterschaftsurlaub etwas ändern.




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Doris Wittmer-Eitner

Kinder sind Partnersache , auch in der Betreuung. Die Mutter darf durch eine Schwangerschaft beruflich nicht benachteiligt sein. Entlastung für junge Eltern muss garantiert sein, nicht zuletzt im Interesse der Kinder.




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Man kann nicht alles haben! – Mann und Frau bringen ihre eigenen und geschlechtsspezifischen Fähigkeiten in eine Familie und die Erziehung ein. Für viele Väter und Mütter ist das in einem eher traditionellen Familienmodell am besten möglich.

Es ist nicht sinnvoll, Schuldzuweisungen vorzunehmen. Vielmehr ist zu klären, was verloren geht bei Aufgabe resp. Veränderung einer alten UND vielfach bewährten Lebensform.




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Peter Suter

Meine Forderungen an die Politik:
– Jeder Elternteil sollte jährlich eine zusätzliche Ferienwoche erhalten – so wie viele Arbeitgeber dies Lehrlingen und Ü50 gewähren.
– Vater/Mutter sollten nach der Geburt eines Kindes eine mehrwöchige Elternzeit beziehen können.
– Ein Rechtsanspruch auf dauerhafte Reduktion der Arbeitszeit auf 80% nach der Geburt eines Kindes sollte verankert werden.
Die reiche Schweiz könnte sich diese Investitionen in die Zukunft ohne weiteres leisten. Leider fehlt es bisher bloss am politischen Willen, solche Forderungen umzusetzen. Ich wähle im Herbst jene Partei(en), die sich für solche Forderungen einsetzt.




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Radwina Seiler

Was wäre, wenn die Familie als Kleinunternehmen gelten würde?!
Mit den Einkommen werden vorerst die Hausarbeit und Kinderbetreuung entlöhnt.
In diesem Beispiel stellt der Mann seine Frau an (mit Wochenend-und Nachtzulagen). Es muss ausgehandelt werden, welche Arbeiten in Familie und Haus zum Pflichtpensum gehören und was partnerschaftlich egalitär geteilt wird. Dabei ist die Lohnhöhe dem auswärts Arbeitenden gleichzustellen.
Die Pensionskassen- und Sozialversicherungsbeträge werden den jeweiligen Einkommen (unabhängig von der Höhe) abgezogen.




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Egbert Paulus

Es gibt kein ideales Modell. In Beziehungen, welches Formates auch immer, handeln die beteiligten Personen ihr Modell selbstständig aus. Dazu bedarf es in einer sich selber deklarierenden Aufklärungsgesellschaft keiner wie auch immer beinhaltenden Rätschläge.




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Sara Andreotti

Ein Jahr Elternzeit, die aufgeteilt werden muss, wäre mein Ideal.
Die Fremdbetreuung für unsere Kinder kam zu früh.




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hans huber

Das ideale Modell ist, der Mann geht arbeiten und die Frau kümmert sich Vollzeit um das Kind. Das kommt dem Kind zu Gute. Dafür soll die Frau im Alter durch den Mann/Staat mitfinanziert und abgesichert werden. Das kann nicht so schwer sein. Aber es gäbe dann halt 50% weniger Sklaven auf dem Markt




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