Redaktion Der Bund
20. September 2019
27 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Daniel Moser

Wenn man die Plakate und die Werbezettel ansieht, könnte man meinen, es würden Wahlen nach dem Majorzwahlrecht stattfinden, also Persönlichkeitswahlen. Bekanntlich haben wir in der Schweiz seit 1919 das Proporzwahlrecht, also ein Wahlrecht, in dem vorab die Parteistimmen massgebend ist. Der Wähler und die Wählerin wüssten da zweifellos gerne, für welche Werte und Ideen denn die Parteien und deren Leute einstehen. Die Propaganda bietet da vorwiegend Leerformeln an, wie „Zukunft“ oder „Sicherheit.“ Klare und konkrete Zielsetzungen der kandidierenden Männer und Frauen würden zweifellos mehr helfen.




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Erika Affolter

Obwohl waschechte Bernerin, habe ich schon lange mein Wahlkuvert in eine Urne gleiten lassen.
Deshalb langweilt mich das ganze Hin und Her sehr.




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Bernd Jahn

Ich wähle nicht, ist mir egal. Trotz „bitte keine Werbung“ Anschrift steigt mein Altpapierberg, sonst merke ich nicht viel von diesem Quatsch.




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Kurt Scheidegger

Ich finde es toll, dass man Ursula Wyss, SPlerin und Vorsteherin des Tiefbauamts, endlich angezeigt worden ist. Denn was diese Frau seit Jahren in Bern veranstaltet ist zum Teil garantiert widerrechtlich. Vorallem ist es erstaunlich, dass alle Schikanen des MIV in Bern niemals in der Elfenau stattfinden. Madame Wyss muss ja mit ihrem dicken SUV den Sohn in die Schule fahren und da sind 30er Zonen – vor dem Hause Wyss gibts keine Spielstrasse oder sonstige Schikanen – möglichst schnell auf der Autobahn ist. Ich hoffe sehr, dass die Berner Stimmberechtigen endlich aufwachen und merken, dass ein Miteinander viel die bessere Variante ist, als die von Ursula Wyss ausgerufene Kriegserklärung der Velooffensive das Gegeneinander gefördert hat, was eigentlich nie fördernd ist, damit man verschiedene Bedürfnisse abdecken kann.




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Stefan Meier

Eigentlich gar nicht so schwierig sich durch den Dschungel der Köpfe Durchblick zu verschaffen. Grundsätzlich sollte das Gleichgewicht beibehalten werden und darum Wähle ich von Links nach rechts von allen Parteien die, die in Vergangenheit meine Anliegen am besten Vertreten haben.
SVP für die Bauern und für den Stopp des schieflaufenden Asylwesens sowie für das günstige einkaufen von Öl und weil Sie gegen den EU Beitritt sind und gegen den politischen Islam.
FDP für eine Wirtschaft wo ich viel, sehr viel verdienen kann.
GLP weil diese eigentlich das richtige wollen, Umweltschutz und Wirtschaft stärken.
BDP weil diese Rechts sind, doch halt etwas moderater und anständiger.
CVP, EDU und EVP für die Stärkung der Gemeinschaft durch die Kirchen und der traditionellen Familienstrukturen und weil Sie Humanität und christliche Werte vertreten.
SP weil sie den Rechten auf die Finger klopfen und ab und zu etwas im Sozialwesen für die Armen und den einfachen Bürger beschliessen.
Die Grünen weil Sie die Wirtschaft und die Bürger immer wieder ermahnen das wir sorge tragen müssen zu Umwelt, obschon der Slogan *für das Klima* total daneben ist und nur die ganz einfach denkenden anregt zum Wählen. Klima kann nicht verändert werden, aber die Umwelt geschützt werden.
Die PNOS im Ständerat sehe ich eher wenig obschon Sie ein paar gute Ansätze haben für die Grundwerte in einem Rechtsstaat.
Die Piraten und die Ganz Lieben und alle Kleinstpartien haben oft gute und Fähige Leute auf Ihren Listen, doch Leider halt zu wenig gewählt.
darum der Mix machts aus damit niemals nur eine Partei wie die SP oder die Grünen oder die SVP eine totale Mehrheit erhalten, das wäre eine politische Katastrophe in der Schweiz.




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Erika Affolter

Meine Meinung ist gemacht, die entsprechenden Zettel ausgefüllt.




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Franz Mäder

Ich wähle seit 50 Jahren rote und grüne Frauen und sehe keinen Grund, jetzt daran etwas zu ändern




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Bernhard Lehmann

Haben sich die Bauern, die die Verplakatierung der Sünnelipartei zulassen schon mal überlegt, ob dadurch ihr Sympatiebonus zunimmt?




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Wahlen? Eine schwierige Geschichte!

Dabei wäre es einfach. Wähle ich diejenigen Kreise mit denen ich im Alltag zu tun habe? Eine schwierige Geschichte! Die verharren in einer Zeit, die längst vorbei ist und Rad rückwärts drehen geht nicht, gäbige Menschen sind es trotzdem und wenn ich Hilfe bräuchte wären sie es, die ich fragen würde. Die Sonntagsgesichter auf den Plakaten erzählen von besseren Zeiten, die kommen werden. Erfahrungsgemäss ist ihnen schwer zu trauen.

Wähle ich, dann primär Parteien und das läuft mir zuwider, denn ich möchte doch die geniale Person wählen, sie sammelt leider nur Stimmen für die ihr zugehörige Gruppe. Smartspider eine gerissene Sache, aber wie ist es mit der Erfolgskontrolle? Ist mir zu mühsam.

Wählen gehe ich sicher, auch im Bewusstsein, meine Zettel nur ein Tröpfchen im grossen Teich darstellen. Wenn ich dann jemand treffe, den ich zwar nicht gewählt habe, findet sich trotzdem ein Gesprächsthema und wir haben eine kurze, nette Zeit zusammen, nicht zuletzt deshalb, weil der Einsatz des Andern trotz seiner andern Meinung wertvoll ist.




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Hugo Niemer

Kampf und Wahlkampf mit all den Lächlern, Sprüchen, Podiumsdiskussionen, Medienanalysen, Hochrechnungen, dem Politologengelaber etc. brauch ich nicht, ich ging auf die Startseite vom Kanton Bern (Wahlen und Abstimmungen, 20.10.2019, Nationalrats- und Ständeratswahl), sah mir die Listen (NR) und Kandidaten (SR) an, (das geht auch ohne Bildli) und wurde innert kurzer Zeit schon fündig.
Getreu dem Motto, die letzte wird die erste sein, entschied ich mich für eine unveränderte und naturbelassene NR-Liste.
Für den SR fand ich die guten Jahrgänge 1969 und 1962 (w) und ich freue mich auf frischen Wind im Bundeshaus.




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thomas schneeberger

Mich berühren weder die langweiligen Plakate noch die digitale Volldröhnung.
Aber wählen ist für mich zwingend.
Ich kenne meinen SmartSpider und weiss, dass mir keine Partei 100% entspricht.
Ich weiss, dass Politiker nur für 4 Jahre denken können, und nicht für die Zukunft.
Deshalb wähle ich jene Köpfe, die in der Vergangenheit positiv aufgefallen sind, oder meinem SmartSpider am nächsten kommen.




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Daniel Karl

Ich bin nun 51. Ich habe noch nie gewählt, mich interessiert das nicht. In all den Jahren hatte ich weder einen Vorteil noch einen Nachteil daraus. Mein Leben wäre genau gleich verlaufen. Ich hatte bisher ein wunderbares Leben. Ich bin wohl einfach „nur“ damit beschäftigt mein Leben zu geniessen, nebst der Arbeit. Ich werde daran festhalten und weiterhin nie wählen. Dank Einsparungen, vor allem beim Wohnraum, bin ich finanziell auch nicht abhängig von Wahlen. Ich kann mir alles leisten was mir wichtig ist und für mich Sinn macht. Den Rest brauche ich ja nicht.




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    Erwin Tschanz

    1933,1948,1967…da haben braune und rote Sozialisten oder Militärs die Macht in ihren Ländern übernommen, und aus wars mit freien Wahlen. Aber man musste schweigen.




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    Eugen Engel

    So kann man sich verhalten – und nicht wenige Stimmbürgerinnen und -Bürger tun dies. Das geht solange gut, bis eines Tages ein Eingriff oder eine Einschränkung ins Leben tritt, die auf irgend eine Weise schmerzt. Etliche erwachen erst dann aus ihrer politischen Abstinenz oder sogar Agonie, wenn sie persönlich betroffen sind – das zeigt sich immer wieder, auch in anderen Ländern. – Motto: Solange es einem gut geht, kümmert man sich nicht um all das, was rundherum vorgeht – und man lässt die Arbeit, die es dazu braucht, andere tun.




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      Heinz Minder

      Und darum haben die rechten Parteien im Parlament eben die Mehrheit, weil die sich für die Schweiz einsetzen und viel für unseren Wohlstand beitragen.
      Wenn Linke und Grüne wirklich wahre Chrampfer sind für die Allgemeinheit, warum haben Sie dann nicht die Mehrheit im Bundeshaus?




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        Eugen Engel

        Das scheint mir jetzt etwas gar „einfach gestrickt“ zu sein. Erstens gibt es linke und rechte Politiker*Innen, die während Jahren und Jahrzehnten durchaus verantwortungsbewusst ihre Arbeit in verschiedensten Gremien ausüben und damit beitragen, dass ein Gemeinwesen funktioniert oder sich auf der Ebene von Parlamenten und Parteien in der Formulierung von Gesetzen einsetzen.

        Ob jetzt links oder recht gut oder besser ist, ist persönliche Ansichtssache. Die Mehrheit im Kanton Bern ist nun mal ländlich orientiert, während sich in den Städten politisch die komplexeren Probleme stellen. Und die Rechte (das ist meine Ansicht) fuhr jahrelang auf der Überholspur wegen bestimmten namhaften Populisten (die es allerdings auch auf der linken Seite geben kann). Man erinnere sich: vor Jahrzehnten war die Nationale Aktion einst in der Stadt Bern die drittstärkste Partei im Stadtrat. Und dies gewiss nicht aus dem Grund, dass die mehr „gekrampft“ hätte als andere….




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Michael Ogi

Mein Briefkasten wird mit Flyern überschwemmt. Besonders von Kandidaten der SVP. Diese Papierschwemme macht mir mächtig Eindruck. Das Altpatier vorzubereiten ist stets eine Qual, bei all dem unnützen Zeug das man abgesehen von den wahlbezogenen Materialien eh bekommt. Nun also auch das noch. Aus irgend einem Grund macht mir diese Partei einfach das Leben schwer. Haufenweise Papier im Briefkasten und wenn man durch die Stadt läuft, wird man ständig mit den deprimierenden Plakaten der Partei konfrontiert. Ich kann so eine Partei leider nicht wählen.

Den Slogan der SP (Dini Mueter) finde ich sehr erheiternd, auch die Selbstironie der BDP mag ich sehr. Die Grünen kommen mit recht langweiligen Plakaten daher, während mir GLP-Plakate bisher gar nicht auffallen. Inhaltlich ‚was her‘ (auf den Plakaten) geben ebenfalls vor allem BDP und SP. Die nettesten Menschen, denen ich in letzter Zeit begegnet bin, sind SPler. Daher tendiere ich jetzt am ehesten zur SP.




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Aleksandar Ilić

Einige der Plakate sind sehr gut gestaltet und haben meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Andere wiederum sind eher standard und geben so auch ein langweiliges/altmodisches Bild der Parteien ab. Sehr gelungen finde ich zum Beispiel die „Dini Mueter wählt SP“ Kampagne. Spricht auch uns Jungen etwas an und ist lustig verpackt. Und ja, meine Mutter wählt teilweise SP 😀

Ob ich wählen gehe weiss ich noch nicht. Als Arbeitnehmer habe ich zurzeit einfach nicht wirklich eine realistische Vertretung die ich wählen könnte. Ohnehin ist es doch komisch, dass ich einen VertreterIn wählen muss der/die mich dann vertritt. Entweder sind sie mir zu ausländerfeindlich oder zu frauenbezogen. Es ist richtig und wichtig, dass Frauen gefördert werden, aber halt nicht nur. Manchmal habe ich das Gefühl ich werde als Mann ohne grosses Einkommen mit in den Topf mit „den alten Säcken im Bundeshaus“ geworfen. Naja, mal schauen wie ich in den Onlineumfragen abschneide bzw. welche Ergebnisse ich bekomme.

Eine Politiker/ein Politiker kann mich begeistern, wenn er/sie sich mit den ArbeiterInnen beschäftigt. Sie müssen nicht selber ein „Büezerleben“ führen (ohnehin nur ein Mythos), aber halt wenigstens wissen was die Probleme eben dieser die sie vertreten wollen sind. Zum Beispiel hohe Krankenkassenprämien, hohe Stueuern (wenn diese für sinnvolle Zwecke ausgegeben werden wie Schule oder Stipendien für Wenig-Verdienende, dann sind Steuern sehr gut, aber wenn wieder mal eine Strasse umgebaut werden muss, damit Velos 10 cm mehr Platz haben, sehe ich den Nutzen nicht wirklich, zumal auch heute schon Velos auf den Strassen sind?), dass ich Ende Monat noch etwas Geld auf der Seite habe, um vielleicht nicht nur billige Ware aus dem Ausland kaufen zu müssen.




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Den Wahlkampf selber verfolge ich eher beiläufig. Was die Kandidaten im Wahlkampf von sich geben ist meistens entweder Schönschwätzerei oder langweilig. Lieber überlege ich, was die Kandidaten in letzter Zeit so von sich gegeben und geleistet haben.

Ich gehe natürlich wählen, aber ich könnte das zu Not auch machen, ohne die Kandidaten zu kennen, da ich die Liste mehr oder weniger taktisch ausfülle:

Ich nehme für die NR-Wahlen erstmal die leere Liste zum Selberausfüllen. Dort kommt oben die Nummer der grünen Liste rein. Auf die Liste kommen dann mal (doppelt) alle bisherigen Linken und Grünen, da diese die besten Chancen haben – es sei denn, einer von denen wäre mir sehr unangenehm aufgefallen in den letzten Jahren. Was dann noch leer ist wird mit anderen aussichtsreich erscheinenden Linksgrünen (ebenfalls doppelt) aufgefüllt, also nicht grad die vom letzten Listenplatz. So versuche ich, das linksgrüne Lager auf keinen Fall unnötig zu schwächen. Für den Ständerat kommen einfach nur die Linken aufs Papier.

Das geh ich dann kurz vor Mittag in die Wahlurne einwerfen und ab dann verfolge gespannt ich den Wahlticker, um zu sehen, ob Bern wieder als letztes ausgezählt hat…




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