Redaktion Der Bund
24. Oktober 2019
31 Beiträge

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Ruedi Waser

Wenn der Kanton Mehrheitsaktionär ist, ist dieses Vorgehen wirklich abzulehnen. Da ist eine Wettbewerbsverzerrung im Entstehen, die in einem freien Markt nichts zu suchen hat.

Man bewegt sich mit Staatshilfen in einem freien Markt und benachteiligt alle übrigen Marktteilnehmer, die keine Staatshilfen beanspruchen.




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    David von Büren

    hallo ruedi

    bkw ist börsenkotiert und der kanton be ist einer der grossaktionäre. fragen rund um wettbewerbsverzerrungen klärt die weko. der energiemarkt ist (noch) nicht frei sondern reguliert, die neuen märkte gebäudetechnik und engineering sind nicht reguliert.

    von welchen „staatshilfen“ in welchem „freien markt“ sprechen sie also?

    bkw hatte damals folgende optionen:
    – status quo (wie alpiq oder axpo?)
    – misswirtschaft / konkurs
    – diversifikation

    der markt spielt, bkw hat niemanden zum verkauf gezwungen. wofür hätten sie sich denn entschieden?




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      Kurt Scheidegger

      Als Ex-Mitarbeiter der BKW, Herr von Büren, kann man Ihren Beitrag nicht ernst nehmen. Logisch hat niemand die Firmen zum Verkauf gezwungen, aber wenn die BKW jedesmal deutlich mehr bezahlt, als die Firma Wert ist, dann verkauft jeder. So einfach ist das. Mit einer vollen Kriegskasse, die gefüllt wurde durch Abzocke im Stromgeschäft gepaart mit Monopolstellung, kann auch ein 5jähriger über 100 Firmen in ein paar Jahren kaufen. Da brauchts keine akademische Ausbildung.




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        David von Büren

        Guten Tag Herr Scheidegger
        Lesen Sie doch gelegentlich die Geschäftsberichte der BKW der letzten Jahre, dann sehen Sie dass sich der Energieabsatz/ -umsatz/ -erlös an Privat-/Haushaltskunden (also im regulierten Markt / Monopol) in einem tiefen und nahezu unbedeutenden Bereich bewegt und de facto nicht rentabel ist. der grossteil wird im grosskundengeschäft resp nationalen/internationalen, zumindest teilliberalisierten grosshandel erwirtschaftet. und ja, auch bei firmenübernahmen spielt der markt/wettbewerb und damit der übernahmepreis eine rolle.

        mein kommentar hat nichts mit meiner früheren tätigkeit bei der bkw zu tun, ebenso wenig geht es um akademische fragen und ihren fragwürdigen vergleich mit 5jährigen ignoriere ich nun mal.
        meine zentrale frage haben sie in ihrem destruktiven kommentar jedoch leider nicht beantwortet: wofür hätten sie sich denn entschieden?




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Peter Jost

Es kann und darf nicht sein, dass ein Staatsbetrieb KMU Betriebe aufkauft und mit dieser Strategie das Gewerbe konkurrenziert! Die BKW ist unglaublich liquid weil zu hohe Preise für die elektrische Energie kassiert werden! Bis doppelt so hohe Preise und Gebühren werden verlangt als andernorts. Die BKW hat einzig die Aufgabe die Konsumenten mit fairen Tarifen zu bedienen. Es muss dahingehend gewirkt werden, dass der Konsument in Zukunft den Anbieter selber wählen kann!




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Roger Christeller

Riskant ist die Strategie der BKW weniger für die Finanzen des Kantons, aber viel mehr für die Finanzen der Unternehmungen und somit der BürgerInnen dieses Kantons.

Denn geht die einfach durchschaubare Strategie der BKW auf und schafft sie es in gewissen Segmenten zu einer marktbeherrschenden Stellung, so kann sie mangels Alternativen ihre Preise auf Kosten der KonsumentInnen höher als den Marktpreis setzen.

Monopolrente nennt man das…Und erreicht hätte sie dies durch das Strommonopol, welches ihr viel „Spielgeld“ beschert hat. Hart erarbeitet freilich von den gleichen BürgerInnen, die dann mit dem neuen Monopol nochmals abgezockt werden sollen… Aufspaltung und Teilprivatisierung JA!




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    Alfred Bühler

    Die BKW hat im Gebäudebereich einen Marktanteil von 4% in der Schweiz. Das ist kein Monopol. Und zu überlegen gilt es, wer bei einer Aufspaltung den Gebäudebereich von der BKW kauft – also genügend Geld hat, um ihn zu übernehmen. Wahrscheinlich ein noch grösseres Unternehmen. Wohl sogar aus dem Ausland.




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      Roger Christeller

      Als Volkswirt und Unternehmer habe ich nicht die Zeit, mich eingehend mit der BKW zu beschäftigen. Aber es ist offensichtlich, dass die Expansions-Strategie betriebswirtschaftlich nur Sinn macht, wenn das Ziel eine marktbeherrschende Stellung ist. Denn die Synergien im Beschaffungsbereich sind gering. Der Vontobel-Analyst spricht von „Ertrags-Synergien“ und „Synergien in der Offertstellung“. Gemeinsam mit dem stark steigenden Aktienkurs deutet das sehr darauf hin, dass man von einer marktbeherrschenden Stellung – und dem unlauteren Wettbewerb – nicht mehr weit entfernt ist. Wie sieht es aus mit dem Marktanteil im Kanton Bern? Dem Marktanteil in einzelnen wichtigen Segmenten des Gebäudebereichs wie dem Ingenieurwesen? Anstatt die BKW in ihren Anstrengungen zu unterstützen, Wettbewerb auszuschalten wäre es die Aufgabe eines freiheitlichen Staates, Wettbewerb zu fördern. Man müsste Frau Thoma stoppen und ihren rücksichtslosen Plan rückabwickeln, d.h. die einzelnen zugekauften Betriebe wieder einzeln veräussern – auch wenn das garantiert grossen Verlust brächte. Der längerfristige volkswirtschaftliche Schaden würde aber sonst noch ungleich grösser werden. Sogar wenn der Kanton als Mehrheitsaktionär dabei Gewinne machen sollte. MfG




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    Peter Lenz

    Könnte es sein, dass die BKW-Leitung zum Ziel hat, sich als Unternehmen mit einem staatlichen Hauptaktionär „unmöglich“ zu machen, sodass alle nach einer Privatisierung oder Aufspaltung in zwei Gesellschaften, eine davon privat, rufen? Die Geschäftsleitung hat verschiedentlich abgedeutet, dass sie das staatliche Korsett sprengen möchte. Denken wir an die Lohnansprüche von Frau Thoma.




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urs berger

Dies gehört eigentlich nicht ins Stadtgespräch, da die Stadtberner hierbei glück haben. Es lohnt sich, den Preisvergleich von El-Com anzuschauen:
https://www.strompreis.elcom.admin.ch/Map/ShowSwissMap.aspx – der Kanton Bern als Strompreishölle… Bei der Gemeindekarte https://www.strompreis.elcom.admin.ch/Map/ShowComMap.aspx?CatID=4&CantonBez=BE&View=0&Period=2020&ProdID=10 zeigt sich, dass beispielsweise die Gemeinde Safnern (bedient durch Gemeindebetriebe) mindestens 25% weniger bezahlt als die von der BKW bedienten Gemeinden. Dies OHNE jeglichen ersichtlichen Grund. Ich brauche das Wort nicht gern, aber die Stromkunden der BKW werden schlichtweg skandalös abgezockt. Mit dieser Abzockgebühr bezahlten wir die schamlose Bereicherung der Frau CEO und die seit der Swissair vermutlich leichtsinnigste Dummstrategie.




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    Henricus Nieuwesteeg

    Den gleichen Vergleich und der Tarifabzug der BKW und EWB zeigt dass für Kleinverbraucher in Köniz die Rechnung teils meht als doppelt so hoch ist als bei den Nachbarn in benachbarten Berner Liebefeld.
    Das Fehlen der freieWahl der Versorger lasst grüssen.
    Die Unverschämheit war weiter dass Anfangs Jahr ein Jubeklbrief der BKW eintraf. Dabei wurden Tarifsenkungen versprochen.
    Bei 0.8 MWh/Jahr erhöhte sich in Wirklichkeit die Rechnung um satte 6.3% von gerundet Fr.339 auf Fr.362, bei 1.2 MWh war sie dann etwa gleich mit 0.8% Anstieg auf gerundet Fr.461, nur Stromverscheuder wurden deutlich entlastet. Bei 2.8 MWh -7,8%, bei 3.2 MWh -8.2%. (basis Tarif Blue)
    Im erwähnten Internetpreisvergleich ist Köniz eins der teuresten Gemeinden der Schweiz. Ein Witz.

    Auch stört es mich dass beim Fernwärmeprojekt in Köniz die BKW quasi als selbstverständlich die Zuschalg bekommen hat. Sie liefert jetzt zu 18 Rpn /Kwh thermisch. Die frage ob auch da nicht eine günstigere Lösung möglich gewesen war. Ohne wirklich offene Ausschreibung und Konkurrenzangebot wird man dass nie wissen.




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Mich stört ein bisschen, dass da nach und nach ein Riese heranwächst, der irgendwann die Preise diktieren und Tausenden von Angestellten der ehemals selbständigen Kleinfirmen Daumenschrauben anlegen kann, Löhne usw. betreffend. Irgendwie leuchtet mir nicht ganz ein, warum es für’s ewb das beste war, sämtliche Handwerkerabteilungen abzustossen (mit massiven Folgen für die Angestellten) und für die BKW genau das Gegenteil richtig sein soll.
Ich wär tendenziell für eine Aufspaltung. Das Handwerk privatisieren, der Stromhandel bleibt staatlich, und zwar richtig, ohne irgendwelche Scheinselbständigkeit wie heute, Schluss mit AG und so. Der Stromhandel sollte rigoros auf Nachhaltigkeit getrimmt werden statt auf Rendite. Es darf nicht sein, dass man für sauberen Strom viel mehr bezahlen muss als für dreckigen, dass man für Solarstrom ein Vielfaches bezahlt wie man bekommt, wenn man selbigen einspeist. Da müsste die Politik viel genauer hinschaun, wie das mit den Preisen läuft.




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Kristijan Thaeler

Die BKW wird mit ihrer Expansionsstrategie auf die Nase fallen, wie auch andere grössenwahnsinnige Konzerne. Der Steuerzahler wird es dann richten müssen. Deshalb: Schuster, bleib bei deinen Leisten!




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Kurt Rohrer

Ich finde es nicht gut, diese Zukäufe. Die BKW sollte das bleiben für das sie gegründet wurde. Dass man sich allenfalls beteiligt ist prüfenswert. Nicht aber im Ausland. Unternehmerische Freiheit ist gut, nur wurde sie übertrieben.




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Heinz Brönnimann

Solange der Kanton die Aktienmehrheit hält, gilt er als Staatsbetrieb. Der Hauptaktionär wird demgemäss den VR und die GL mit Personen besetzen, die den Interessen des Staates dienen. Fraglich ist, wie weit der derart zusammengesetzte VR über ausreichende unternehmerische Kenntnisse verfügt. Ueberdies profitieren die in der BKW eingebetteten Unternehmen von einem Wettbewerbsvorteil, indem sie über einen starken finanziellen Rückhalt verfügen, der ihren Konkurrenten fehlt. Somit divergieren die Interessen des Staates einerseits und diejenigen des freien Unternehmertums beträchtlich. Um diesen Zielkonflikt zu lösen, könnte beispielsweise der Kanton seine Aktien verkaufen und die BKW, was die Stromversorgung anbetrifft, mit Auflagen belasten. Ein anderer Weg bestünde darin, die sogenannten privatwirtschaftlichen Bereiche auszugliedern und an die Börse zu bringen. Der heutige Zustand, in dem ein Staatsbetrieb derart grosse Teile an Unternehmen hält, die im freien Wettbewerb tätig sind, ist unhaltbar.




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Stéphanie Berger

Die BKW holt offenbar die überhöhten Preise ihrer Einkaufstour mit Preiserhöhungen gegenüber dem Endkunden wieder herein. Wir, die Siedlungsgenossenschaft Wylergut, werden nach vielen Jahren guter Zusammenarbeit, nach anderen Unternehmen Ausschau halten. So eine unangekündigte und nicht nachvollziehbare Erhöhung lassen wir uns nicht gefallen.




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Michael Funk

Suzanne Thoma setzt ihre Strategie konsequent um, die sie mit ihrem Amtsantritt 2013 postuliert hat. Und die von Beginn an durch die Entscheider, insbesondere den Verwaltungsrat, getragen wurde. Sprich: Es darf eigentlich niemand überrascht sein darüber, was die BKW macht und wo sie jetzt steht. Als Aktionär bin ich hocherfreut über die Entwicklung, schliesslich lag der Kurs vor einiger Zeit bei gegen 23 CHF, aktuell liegt er bei über 70 CHF.
Kritisch sehe ich zwei Dinge: Erstens das „Geschmäckle“, das die Einkaufstour eines Unternehmens hat, das mehrheitlich in öffentlicher Hand ist. Und zweitens die Nachhaltigkeit der Akquisitionen. Die ersten Jahre nach einer Akquisition zahlt das Wirken und der Ruf der früherer Besitzer noch auf BKW ein. Nach diesen ersten Jahren müssen Synergien und Prozesse des Grosskonzerns BKW spielen – und der Beweis steht mehrheitlich noch aus.




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Hannes Müller

Grössenwahnsinn und Gier haben in der Vergangenheit in der Schweiz mehrmals zu Chaos geführt. Und immer wenn sich Manager und Verwaltungsräte zu stark verzockt haben, musste der Steuerzahler, also wir normale Bürger, darunter leiden. Was momentan mit der BKW passiert, ähnelt dem Trauerspiel der UBS im Jahre 2008. Spätestens wenn die BKW gänzlich privatisiert ist und die Strompreise ins unermessliche gestiegen sind, wird sich auch der letzte ewiggestrige Neoliberalismus-Fan reuig an den Kopf fassen. Das heutige System in der öffentlichen Versorgung ist dem baldigen Untergang geweiht. Das gilt auch für das Gesundheitswesen. Wer weiterhin die bürgerlichen Lügen aus der Politik frisst, ist selber schuld.




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Rainer Gilg

Aus der Perspektive, die sehr teuren Infrastrukturkosten durch ertragreiche Sparten zu quersubventionieren, macht diese Strategie durchaus Sinn. Sonst zahlen wir Steuerzahler diese defizitären Kosten. Angesichts der Vollprivatisierung des Strommarktes also finde ich die Strategie also in Ordnung. Nun wächst aber ein Riese heran. Aber ehrlich: Was sind Migros und Copp? Swisscom? Wir haben in der Schweiz zu kleine Marktverhältnisse und fast überall nur Oligolpole. Umso wichtiger wird es deshalb sein, die Transparenz sicherzustellen: Wir müssen sicher gehen können, dass die Gewinne für den Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur eingesetzt werden und nicht für einen Wasserkopf mit teuren Managern.




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Chris Smith

Die falsche Strategie, sich von den AKWs zu verabschieden. Mühleberg wollte die BKW abbauen und nebenzu ein Neues bauen. Das Volk im Kanton Bern hatte Ja gesagt, dann kam der Unfall in Japan und der Bundesrat und das Parlament haben voreilig sich von Atomstrom leider verabschiedet. Alternative Energiequellen stossen auf Widerstand (Neubau Wasserkraftwerke, Windräder usw.) Alle wollen auf Elektrofahrzeuge umsteigen! Die brauchen aber massiv Strom! Wenn dann schon das „CO2 Problem“ vorliegt, sollten gerade die Grünen Atomstrom fördern! CO2-freie Produktion! Die neuen AKWs können technisch nicht mit den Alten verglichen werden. Also, rafft Euch zusammen und fördert den Bau von neuen AKWs, wie das in anderen Ländern auch geschieht! Der Umwelt zu Liebe!




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    Roland Peter

    @Hr. Rösli: Eine gute und plausible Darstellung! Ich habe selber eine recht anständige Photovoltaikanlage für die Strom- und ebenso effiziente Sonnenkollektoren für die Warmwasser-Erzeugung auf dem Dach. Leider mache ich folgende Erfahrung:
    Im Sommer wird der Boiler mit Kaltwasser geflutet um die Innen-Temperatur zu senken, da das Liquid mit 127°C den Boliler aufheizt. Ansonsten verlässt der Boiler vertikal unser Haus. Im Sommer möchte man auch nicht heiss duschen oder baden und im Winter mag die Sonne den Boiler nicht mehr aufheizen. Somit wird zwischen Oktober und März viel elektrische Energie benötigt. Die Photovoltaikanlage produziert mehr Strom als ich verbrauche und somit gebe ich das im Netz ab. Leider aber ist es neu so, dass man pro abgegebene kW/Std ca. 5-7 Rappen an Steuern zahlen muss. Das wird überall totgeschwiegen, wohl aus Amortisationsgründen. Hinsichtlich der Erzeugungs-Stabilität sind die Ressourcen Sonne und Wind nicht stabil genug. Bei Windstillen flauen Nächten wird gar nichts produziert und das Wasser nicht beheizt.
    Mein Fazit: Wenn man in der Schweiz die Umwelt schonen möchte, wird man schlicht und einfach verarscht. Das fängt bei den Fördergelder die marginal sind an und endet bei den Steuern für die Stromproduktion. Es existieren keine guten Bedingungen und Anreize.




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    Patrick Rösli

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Leider sind neue AKW keine Lösung. Ich möchte dies begründen: Man kann berechnen, wie viel die Produktion einer Kilowattstunden Strom etwa kostet. Bei den AKW kostet eine Kilowattstunden etwa 12 Rappen (als Grössenordnung, behaften Sie mich bitte nicht auf diese Zahl). Die Kosten können nicht abschliessend geschätzt werden. Der Bau eines AKW ist sehr teuer und die Entsorgung ist noch nicht abschliessend kalkuliert. Bei einer Photovoltaikanlage kostet eine Kilowattstunde etwa 3 Rappen. Das heisst, der mit einem AKW hergestellte Strom ist vier Mal teurer. Die Kundinnen und Kunden möchten nicht mehr so viel Geld für Strom bezahlen. Auch gibt es grosse Unterschiede in der Verfügbarkeit der Rohstoffe: Uran wird in den AKW für die Stromproduktion benötigt. Uran kann heute noch gefördert werden, es handelt sich aber um einen endlichen Rohstoff, der in rund 200 Jahren nicht mehr in ausreichend grossen Mengen und nicht zu konkurrenzfähigen Preisen gefördert und veredelt werden kann. Im Gegensatz dazu ist die Energieproduktion mit Wind und Sonne aus heutiger Sicht für mehrere hunderttausend Jahre möglich. Fazit: Neue AKW sind nicht rentabel. Niemand möchte teuren Strom aus einem AKW kaufen, wenn er den Strom günstiger beziehen kann. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9GjP9jCkgyY (Professor Dr. Volker Quaschning, Deutschland)




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Peter Koenig

Seit dem Debacle um Werner K.
Rey in den 1970er ist der Kanton Bern angeschlagen, musste doch die Kantonalbank gerade stehen mit den Kantons Garantien. Die damaligen “ Gnädigen Herren von Bern” Regierungsrat hatten dem gewieften Finanzbetrueger aus der Hand gefressen. Vorwiegend BGB Leute sie sind laengst verstorben. BKW darf aber nicht
privatisiert werden, aufspalten ja.
Aber die Kontrolle muss beim Kanton bleiben. Alles andere wird
im Krisenfall Bern schwaechen
AKW da ist die Liqudition und der
Rueckbau noch nicht bezahlt




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Roland Peter

Grundsätzlich bin ich der Ansicht das die Infrastruktur eines Landes nicht privatisiert werden darf. Auch wenn die BKW mehrheitlich dem Kanton Bern gehört, ist und bleibt sie eine Aktiengesellschaft und somit ein Privatunternehmen. In dieser Konstellation sind die Risiken erheblich höher zu werten als wenn der Kanton aussen vor wäre. Die Übernahmeoffensive, die bezahlten Preise und die Anzahl an Firmen die der BKW gehören, haben eine hohe Affinität zur damaligen Strategie der Swissair. Über 100 Firmen zu kontrollieren und zu führen ist schlicht weg nicht möglich. Wenn ich eines von Bund und Kanton gelernt habe, dann ist es die Erkenntnis, dass sie aus begangenen Fehlern nichts lernt. Somit wäre eine Aufspaltung notwendig. Eine Teilprivatisierung ist obsolet, da wie erwähnt die BKW eine AG ist.




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Jörg Kramer

Im Prinzip: Ja. Aber. Wenn durch den Vorteil, ein staatsnaher Betrieb zu sein, für den Staat ein Plus entstünde, könnte der Expansionskurs durchaus eine Win-Win-Situation sein. Sprich bei diesem Unternehmen müsste der Kanton exemplarisch eine neue Steuerdoktrin einführen. Mehr Steuern bezahlen müsste für die umsatzstärksten Unternehmen und für die Reichsten im Kanton eine Selbstverständlichkeit sein. Mit dem Ziel, die 1,12 Mia. Zuschüsse aus dem Finanzausgleich zunächst zu halbieren. Dann ganz zu eliminieren. Ein langfristiges Steuerprogramm könnte aufgegleist werden, in dem die Teilnehmenden bei Erreichen der gesetzten Ziele ggf. mit Steuerboni und/oder Anderem profitieren. Hingegen sind Unternehmungen, welche einfach Vorteile abgreifen, wie Standort, Mitarbeiterpotential, Vernetzung mit ansässigen Zulieferern, etc., dann bei passender Gelegenheit in einen Nachbarkanton oder ins Ausland domizilieren, keine „ethisch echten Berner Firmen“. Zur Stärkung der heimischen Wirtschaft müssen einfach Alle an einem Strick ziehen. Was ja in China ein Erfolgsmodell ist. Das Glück hilft dem Erfolgreichen. Auch wenn dies ein Kanton ist.




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Hans R. Ryser

Traurig! Good bye BKW!
Die BKW hat eigentlich gar keine Strategie, sondern versucht in ihrer Fantasie-
-und Innovationsunfähigkeit mit viel Kapital ein Unternehmen aus Privilegien und Marktmacht mit überhöhten Preisen zu generieren.
Das heisst die Kunden sollen noch umfassender abgezockt werden.
Die Kunden werden dies nicht mitmachen, werden abspringen und der Markt wird es richten.
Diese dumme „Scheinstrategie“ wird wie in anderen Fällen (zB Swissair) nicht gelingen weil die BKW die Managementkompetenz und das Know-how nicht hat, neue Konkurrenten erscheinen werden und die zusammengekauften Firmen bald an Wert verlieren werden.
Das Ergebnis wird sein dass man irgendwann den Scherbenhaufen für viel weniger Geld wieder verkaufen muss, wenn sich die CEO’s uns dummen Verwaltungsräte mit ihren Honoraren gesundgestossen haben. Scheinbar hat man keinen fähigen Unternehmer im Verwaltungsrat sondern nur Schreibtischtäter.

Warum bleibt die BKW nicht bei ihren Leisten und baut ein Solarkraftwerk?




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Thomas Notter

Aufsplittern der BKW wäre richtig: Stromproduktion und -Verteilung staatlich kontrolliert(ich würde Minderheiteaktien kaufen); Konkurrenz bei Dienstleistungen wie Installateuren




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Christoff Marti

Aufspaltung mit Teilprivatisierung; die neu entstehende Firma muss die Standesregeln der Verbaende und die GAV respektieren.




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