Redaktion Der Bund
21. Januar 2020
52 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Johanna Pichler

Rotstift ansetzen bei:
– überflüssigen Umbauten (z.B. aktuell Bahnhof Bern)
– überbesetztes Kantonspersonal (Verwaltung)




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Daniel Moser

Es geht hier nicht um bürgerliche oder rotgrüne Regierungen.
Klar ist, dass man nur Vorlagen vors Volk bringen darf, die man auch finanzieren kann.
Es braucht kein Tram nach Ostermundigen, Busse könnten mit diesen Investitionskosten 200 Jahre betrieben werden. Bis das Tram realisiert ist, wird sehr klimaschädigend gebaut und geschützte Baumalleen werden gefällt Es braucht keine neue Hallenbäder. Es braucht keinen neuen Viktoria- und Breitenrainplatz. Es bracht keine Wohnstrassen, die immer wieder umgestaltet werden. Es braucht nur vernünftige Sanierungen von Schulhausanlagen. Visionäre Velobrücken, Velostrassen etc. sind alles Projekte, die von Ideologen ausgedacht sind. Wichtig wäre, dass der Verkehrsplanungsdirektion mal endlich die rote Karte gezeigt würde. Ebenso ist die Verwaltung der Stadt Bern zu personalintensiv.
Die Pensionierung der Beamten muss mit 65 Jahren erfolgen.
Natürlich dürft man von der Stadtregierung erwarten, dass nur ausgereifte Projekte realisiert würden. Dies ist allerdings seit einigen Jahren nicht mehr der Fall.




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    Daniel V. Moser

    Ich sehe das vollständig anders: Die Busse nach Ostermundigen sind in normalen Zeiten völlig überfüllt und das Tram ist die umweltfreundlichere Lösung (es würde auch die Leute aus dem Worblental davon abhalten, mit dem Auto in das Stadtzentrum zu fahren). Die heutigen Verkehrsreglungen auf dem Viktoria- und Breitenrainplatz sind unbefriedigend. Was heisst schon „vernünftige Sanierungen“ von Schulanlagen? Gewisse Schulhäuser haben dringend eine Renovation nötig, unsern Kindern zuliebe. Was haben Velobrücken und Velorouten mit Ideologie zu tun? Auch Veloförderung dient der Umwelt. Ich finde es positiv, wenn die Stadtregierung neue Ideen lanciert.




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Noah Schiffler

Hallo. Ich finde es schade, dass jetzt gleich hyperventiliert wird. Man sollte dabei die Relationen nicht verlieren. Klar darf oder soll überlegt werden, wie sich die 30 Millionen oder ein Teil davon im bestehenden Budget einsparen lassen würden. Während hier diskutiert wird, hat die Stadt mit dem Sparen aber bereits begonnen. zum Tel in nicht nachvollziehbaren Bereichen, wie den Integrationsklassen… Aber man darf festhalten, dass damit bereits begonnen wurde.
Ich bin kein Fan dieser Regierung, finde es aber sehr schade, wenn Bürgerliche daraus sofort Kapital schlagen wollen. Dies, obwohl sie genau wissen, dass das allen passieren kann und es jetzt nur auf eine bedachte ruhige Reaktion ankommt. Einen guten Tag.




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Benjamin Bonassi

Velobrücke streichen,
Ausbau von Personal streichen,
Museumsquartier-Pläne zurückstellen.

Öffentliche Bäder, Eisbahnen und Schulen dürfen von den Sparmassnahmen nicht tangiert werden.




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Ronald Rohrer

Grundsätzlich zu prüfen wären die Architekten und Leute, die meinen, Bern brauche immer noch mehr rohen Zement und damit mehr hässliche Verbauungen. Das Marzili Bad ist übrigens gut wie es ist und braucht meinetwegen überhaupt nichts Neues. Wer unbedingt will, soll halt dafür sorgen, dass vielleicht noch ein paar geschlossene Umkleidekabinen dazukommen, ansonsten kräht kein Hahn nach was Neuem, ausser die Stadt-Begünstigten mit hoffentlich immer teureren Aufträgen. Den Badegästen bloss die schönen Frühlings- und Sommertage mit viel Lärm und Staub zu vermiesen, ist nicht gerade sehr rücksichtsvoll, könnte ja auch im Winter geschehen. Und was schliesslich dabei rausschaut, wollen wir vielleicht erst gar nicht wissen.




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Nik Aufschläger

Die Stadt kann locker 20 Mio. sparen, wenn sie das unsinnige Umbauprojekt Schule Kirchenfeld überarbeitet. Abgesehen von Basisstufenräumen, einer Erweiterung der Tagesschule und einer Energiesanierung braucht es absolut nichts. Die Turnhalle kann man an Ort und Stelle mit einem Neubau ersetzen, wenn man dies für nötig erachtet. Eine Doppelturnhalle für 20 bis 30 Mio. im Boden zu verscharren, ist nichts als Prestigegugus.
Noch einmal zu den Fakten: Das Stimmvolk hat das Projekt angenommen, das Kirchenfeld selbst hat es abgelehnt. Im Wahlkampf ist mit irreführenden Schülerzahlen hantiert worden. Korrekt ist, dass die Zahlen nicht zunehmen, da es im unteren Kirchenfeld bis auf weiteres keine Wohnbautätigkeit gibt. Zurzeit ist das Projekt durch Einsprachen blockiert. Die Zeit kann man zum Nachdenken nutzen und nochmals über die Bücher gehen.
Warum wird es immer viel teurer, wenn die Stadt baut und warum braucht es dann auch noch regelmässig Nachkredite? Politisch würde ich mich definitiv dem Links-Grünen-Lager zurechnen, trotzdem beginnt es mich zunehmend zu nerven, wie die Direktionen mit unseren Steuergeldern umgehen, da ist manche Ausgabe für mich weder nachhaltig noch sachlogisch nachvollziehbar. Da geht es wohl auch um grosse Egos und Prestige.




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Marcel Durst

Leider existiert in der Stadt Bern kein Miteinander mehr mit den KMU, welche Steuern bezahlen und nicht unwesentlich mitfinanzieren und Arbeitsplätze garantieren. Die Politik in den letzten Jahren war geprägt von Hochmut und Ideologie. Ich wünsche mir, dass alle Kräfte einbezogen werden, welche für eine positive Entwicklung der Stadt entscheidend sind.




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Peter Götschmann

Mich stört die enorme Bautätigkeit, auf Kosten der Steuerzahler. Letztes Jahr las ich aus der Hand unserer Stadt-Oberen, dass – wegen der steigenden Hitze im Sommer, sog Windgassen erhalten- oder erstellt – werden müssten. Dabei müsste auch geprüft werden, einzelne Häuserzeilen zu entfernen. Demgegenüber steht die Tatsache, dass immer mehr Grünflächen überbaut werden. Vis à vis des Pestalozzi Schulhauses wurde der beliebte Rasen- und Spielplatz, mit einem Haus überbaut. Auf dem Schulsport-Rasen des Statthalter Schulhauses, sollen eine Sonderschule sowie eine städtische Gassenküche entstehen. Beim Kleefeld Schulhaus musste die Grünfläche zu Gunsten einer Turnhalle weichen. Nun sollen auch noch die Rasenfelder der Bodenweid (inkl. Teil des Waldes) mit einem Tramdepot überbaut werden. Es gäbe nachhaltigere Projekte in Bern, bei denen sich ein Einsatz der finanziellen Mittel lohnen würde.




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    Martin Häfeli

    Warten Sie ab was noch im Weissenbühl passieren wird. Da wird ein von der Stadt preisgekrönter Kindergarten mit samt dem Beachvolleyball (gehört sowieso nicht mehr in dieses Quartier) und Teile des Spielplatzes platt gemacht für einen Monsterschulhausbau für ca. 600 Schüler. Das gesamte Quartier ist dagegen, die Verantwortlichen der Stadt zieren sich wo sie nur können, sämtliche Optionen werden verworfen und negiert. Ob die Schülerprognosen stimmen werden oder nicht werden wir sehen. Gut dass die Stadt sparen muss, da kann man solch grössenwahnsinnige Projekte sistieren oder ganz streichen.




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Markus Spycher

Mal die Beträge, die fix für den luxuriösen Strassenunterhalt butgetiert sind, in Frage stellen. Aber natürlich nicht beim Winterdienst sparen – der ist in absehbarer Zeit ohnehin nicht mehr nötig. Offrounder und SUV können auch auf holprigen Strassen kutschieren.




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    Kurt Scheidegger

    Schwach Ihr Kommentar Herr Spycher. Fakt ist, dass RGM in den letzten Jahren die Verwaltung sinnlos und unnötigerweise um dutzende Stellen aufgebläht hat. Jetzt muss RGM selber den Rotstift zum sparen ansetzen. Ab solchen unüberlegten Handlungen einer Linken Regierung kann ich nur den Kopf schütteln. Man hätte das Geld besser zurückgestellt für schwache Jahren.
    Fakt ist auch, als sich Ueli Maurer verrechnet hat, brach der Hohn der Linken Fans über ihn herein. Komisch, aber wenn sich ein SPler massiv verrechnet ist alles nicht so schlimm. Es hat ja noch den Todfeind SUV – der ja nur in stur ideologischen Köpfen existiert – welchen man für die Misere verantwortlich machen kann.




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Philipp Stettler

Sparen und mehr einnehmen wollen alle Schreibenden aber selbstverständlich nur bei den jeweils anders – also falsch – Denkenden.
Wie wäre es einfach mal mit Ablegen der ideologischen Scheuklappen und auf der Ausgabenseite Wünschbares vom Notwendigem wie zB. Unterhaltsarbeiten zu unterscheiden.
Auf der Einnahmenseite stellt sich die Frage, bis wie hoch kann man Gebühren, Eintrittspreise usw. anheben, so dass es a) zu keinen sozialen Ungerechtigkeiten kommt, respektive die Leute ausweichen und nicht mehr kommen.
Die Politik entschiedet leider meist immer ideologisch, um ihre eigene Klientel zu befriedigen anstatt realistisch und vernünftig.




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Daniel Moser

daniel.v.moser@bluewin.ch
Es wäre schade, wenn die Pläne der Museumsinsel im Kirchenfeld dem Sparen zum Opfer fielen. Da ist ein interessantes Projekt aufgegleist, das der Stadt Bern gut anstehen und mit mehr Besucherinnen und Besuchern auch wieder mehr Geld einbringen würde.




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    Aline Berger

    Das ist ein Projekt aus Wolkenkuckucksheim. Es bringt nämlich nichts. Beispiel: Wer ins Historische Museum will, kauft sein Billet im Historischen Museum und geht nicht mit Umweg an einen gemeinschaftlichen Ticketcorner. Normalbürger besuchen pro Tag 1 Museum, höchstens Chinesen durcheilen alle Museen in Rekordzeit. Die Museen werden nicht besser, wenn sie einen gemeinsamen Eingang haben, sie würden besser, wenn sie mehr Mittel hätten, um ihre Sammlungen zu komplettieren und um spannende Ausstellungen zu machen. Das Projekt ist leere Grosstuerei und wird keineswegs mehr Besucher bringen. Übrigens: Mehr Besucher vergrössern bei jedem Museum das Defizit, weil es dann mehr Personal braucht. Selbsttragende Museen gibt es übrigens nicht.




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    Das Problem der Museumsinsel ist, dass die Stadt so ein (an sich wunderbares) Projekt nicht mal ansatzweise selber stemmen könnte, nicht mal in den allerbesten Zeiten. Und wie der Kanton und der Bund zu den Berner Museen stehen, sieht man ja auch immer wieder, wenn wieder Beiträge und Subventionen gekürzt oder in Frage gestellt werden.




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Michu Burkard

Es geht auch ohne neue Parkplätze.
Es würde genügen, wenn die Stadt all‘ die überdimensionierten SUVs, Geländewagen und Offroader, die über die signalisierten Parkflächen hinausragen, konsequent büssen würde. Zudem könnte die Stadt in ihren eigenen Parkhäusern für die SUVs grössere Parkplätze gegen höhere Gebühren anbieten. Mit diesen beiden einfachen Massnahmen wäre übrigens auch dem Klima gedient…




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Ruth Wüthrich

Es wäre wohl richtig bestehende Bauten sinnvoll zu erhalten , zu ergänzen zu pflegen. Visionen ,wie eine Velobrücke sind ja toll. Nur muss für die Velofahrer soviel investiert werden?
Da ja der Autoverkehr eh zurückgehalten wird, immer mehr e-Bikes verkehren , ist ein so visionäres Projekt wohl nicht angesagt zur Zeit.
Zudem sollte die öffentliche Hand die zu vergebenden Arbeiten an seriöse Unternehmen vergeben und nicht jeweils an den billigsten.
Wir erleben ja immer erneut wie teuer es kommt, wenn Nachbesserungen nötig werden!!
Es gäbe wohl einiges zu sparen.




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Adrian Haas

Die Stadt verzichtet auf gut 1/2 Mio. Franken Parkplatzeinnahmen auf der Schützenmatte und gibt noch einmal fast gleichviel Geld aus für ein seltsames und unnötiges „Belebungsprojekt“ an eben diesem Ort. Die Wiederherstellung des Parkplatzes würde 1/2 Mio. Franken Jährlich bringen, ohne dass jemand schaden nähme.




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augenmass und gesunden menschenverstand (GMV) wiedereinsetzen.
mir fallen hierzu 2 beispiele ein:

bau-beispiel aus der vergangenheit:
betreffs planung, budgetierung und offerierung von grösseren bauvorhaben: wie kann es sein, dass antisuizid-zäune an den beiden hauptbrücken in der stadt bern 6.8 mio kosteten, im vergleich zum bau der hängebrücke in sigriswil, welche lediglich 1.35mio kostete? (vergleichbare drahtseilkonstruktionen, wobei die hängebrücke noch dazu starke belastung aushalten muss)

personalwesen-beispiel für die zukunft:
wieviele beratungsstellen gibts in bern? 100? (familienportal+++) jede mit eigener infrastruktur und komplettem betriebs-, und personaletat. wieviel synergien könnten hier optimiert werden, wenn solches koordiniert über flexible multifunktions zentren abgehandelt würde?




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Martin Lanz

Ich weiss: Kultur ist in der Stadt Bern eine heilige Kuh. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass es auch in diesem Bereich durchaus eine Überlegung wert ist, die Ausgaben zumindest zu überprüfen. Ich sehe nicht ein weshalb ich mit meinen Steuerfranken den Theaterbesuch von Bürgern aus Muri und anderen Agglomerationsgemeinden subventionieren muss. Obwohl lediglich 40 % der Theaterbesuchenden aus der Stadt Bern stammen, wird KonzertTheater Bern von der Stadt mit 18.6 Mio/jährlich unterstützt, aus der Region fliessen dagegen bloss 4 Mio/jährlich an die Betriebskosten.




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Peter Müller

Wer das Gewerbe derart vergrault (z.B. Migros Filiale Marktgasse, es gäbe tausende Beispiele) muss sich nicht über Steuerverluste wundern. Zu allem Übel ist der Kanton Bern eine Steuerhölle. Eine alte Weisheit „gib nur so viel Geld aus wie du zur Verfügung hast“ haben die linken noch nie begriffen.




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Szabolcs Mihalyi

Was hier passiert ist typische Schweizer Steuerpolitik. National erhalten Unternehmen Zückerchen wie USR1, 2 und 3 um nicht für die ausgezeichneten Rahmenbedingungen zahlen zu müssen, während den Gemeinden die Steuereinnahmen so tief wegbrechen, dass die Bevölkerung die Kosten nicht mehr bewältigen kann. Wäre die städtische Steuerpolitik in Bern auch so bürgerlich wäre das Defizit noch höher, da durch Steuersenkungen noch weniger Einnahmen vorhanden wären.




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Dominic Aerni

Die Finanzplanung sollte mittel- bis langfristig erfolgen. Gibt es in einem oder mehreren Jahren Überschüsse, soll dies kein Grund für Euphorie sein. Vielmehr sollten Reserven für Jahre aufgebaut werden, in denen die Steuereinnahmen sinken. So gesehen soll jetzt nicht übertrieben werden ab dem erwarteten Defizit.

Ich sehe aber wie Rolf Helbling auch Probleme im Ausbau der Verwaltung – im Zeitalter der Digitalisierung ein No-Go. Unbedingt soll weiterhin in energetische Massnahmen investiert werden. Steuererhöhungen oder -senkungen sollten erst in Betracht gezogen werden, wenn sich ein langfristiger Trend entwickelt.

Wenn die Velo-Offensive tatsächlich ein eher kleiner Posten ist, muss unbedingt mehr gemacht werden. Bei der Überquerung des Bubenbergplatzes zwischen Länggasse, Hirschengraben und Bollwerk fühle ich mich jeweils wie in Südostasien. Und die Velobrücke wäre dringend nötig.




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Welches Hallenbad allenfalls geschlossen werden soll beantwortet man am besten mit den Besucherzahlen.”

So gesehen kann man gar keines jemals schliessen, die sind alle sehr gut ausgelastet.




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Hugo Studer

Um die Finanzen in den Griff zu bekommen braucht es eine langfristige Planung und ehrliche Zahlen. Mit dem Ausbau der Museen oder dem Kanal im Marzili entstehen nicht bloss Baukosten sondern jährlich wiederkehrende Beträge für Betrieb und Unterhalt.

Diese Kosten gehören auch ins Abstimmungsbüchlein. Genauso muss der Nutzen beziffert werden. Wieviele Besucher generiert welche Anlage? Welches Hallenbad allenfalls geschlossen werden soll beantwortet man am besten mit den Besucherzahlen.




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Gottfried Treviranus

26 Prozent (26/116) weniger Einnahmen sind heftig und trotzdem gehört Klimapolitik an die 1. Stelle: wenn diese konservativ mit jedem Jahr Verzögerung mit 10% Teuerung veranschlagt wird sind dies bis 2030 2,6x mehr. Wollen wir Luxus der Reichen oder ein Habitat Erde? Natürlich Luxus, er ist einfach zu geil!

Zum Veloviadukt (alias Heizer’s Challenge) fehlt abgesehen von der spassigen GW-Streckenführungs-Diskussion seit jeher die baustatische (Nicht-!)-Machbarkeits-Studie.

Mit 18 Mio käme man eh nirgends hin. Velo-Lifte & Brücklein am SBB-Stellwerk wären hingegen ökoprofitabel – wie der Schnecken-Velo-Ausbau mit 2,5 Mio und ein SUV-Verbot. Auch Fernwäme-Anschlüsse und Thermos-Riesentanks und Öko-Personal. Hierfür sollte Bern sich verschulden. Ein Staatshaushalt ist kein «neoliberales Friedman’sches Portemonnaie» sondern Ausdruck einer nötigen und profitablen (!) Kreditaufnahme.




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Bei Mindereinnahmen von 30 Millionen Franken kann man nicht einfach zum Alltag übergehen – das ist klar. Es gibt aber auch keinen Grund in Aktionismus auszubrechen, wie es nun die bürgerlichen Parteien tun. Zur Erinnerung: 2018 erzielte die Stadt ein Plus von 12 Mio, 2017 sogar ein Plus von 67 Mio und 2016 ebenfalls ein Plus von 42 Mio. So gesehen ist das zu erwartende Minus von 2019 deutlich weniger schlimm, als es nun dargestellt wird.

Das Kalkül dahinter ist klar: Das einmalige Minus ist für die Bürgerlichen die beste Legitimation dafür, endlich alle jene städtischen Dienstleistungen anzuprangern, die sie schon immer abbauen wollten. Dabei warten die Bürgerlichen auch mit höchst undemokratischen Vorschlägen auf, wie dem Verzicht des Umbaus der Schule Kirchenfeld, obwohl es dazu einen Volksentscheid gibt.

Auch die angeblich so teure Velooffensive bekommt ihr Fett ab. Nur ist dort kaum etwas zu holen: Die Förderung des Veloverkehrs kostet die Stadt Bern in Wirklichkeit gerade mal 2.5 Mio pro Jahr – bei einem Budget von über 1 Mia! Der Gemeinderat muss handeln – aber er darf nun nicht kopflos ein Sparpaket beschliessen. Zuerst muss seriös analysiert werden, wieso es überhaupt ein Minus gibt. Erst dann kann über allfällige gröbere Sparmassnahmen diskutiert werden.




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Wenn wir tatsächlich sparen müssen, dann nicht bei Investitionen in die Zukunft, sondern jenen in die Vergangenheit, also Dingen, die aus Nostalgiegründen hergerichtet werden sollen. Das wären dann wohl der Aarekanal oder das Muuberi, so leid es mir tut um das ehemalige Bijou – der effektive Nutzen ist einfach zu klein im Verhältnis zum Preis.

Keinesfalls verzichten sollten wir auf zukunftsgerichtete Investitionen wie Velo-Initiative/Brücke und anständige Schulhäuser und Sportanlagen. Das Musseumsquartier bekommt die notwendige Unterstützung vom Kanton eh nicht und ist eine Totgeburt, und die «Möblierung» der Stadt ist echt kein grosser Posten. Das Stellenwachstum in der Verwaltung sehe ich generell kritisch, Bürokratie sollte man eher abbauen als umgekehrt.

Aber bevor man in Panik ausbricht, sollte man erst mal schauen, wie sich die Sache entwickelt. Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, und auf die ersten Schneeflocken folgt nicht automatisch ein harter Winter. Und selbst wenn, für so einen kann man sich rüsten.




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    Martin Hugentobler

    Wie sich die Sache entwickelt, sieht man ja an obigen Zahlen. 2017 Überschuss von 67 Mio., 2018 noch 12 Mio. und 2019 -30 Mio. Man kann natürlich noch weiter beobachten und nichts machen und darüber lamentieren. Kommt mir fast vor wie die von Greta angeprangerte Nichtstuerei in der Politik bezüglich Klimaschutz. Da wird auch geredet und geredet, spekuliert, was darf es kosten und wann und wie soll man beginnen und wenn man dann alles „z’Bode“ diskutiert hat, beginnt man von vorne, weil sich die Rahmenbedingungen verändert haben, beginnt von neuem mit Debattieren und hat immer noch nichts unternommen.




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Tim Moor

Schade wird in Ihren Beiträgen nirgends eine Steuererhöhung erwähnt. Nachdem die Stadt Bern ihre Finanzen wie kaum eine andere Stadt im Griff hatte, wird nun aus einem Defizit ein riesiger Skandal hochstilisiert.

Die Stadt Bern wird nun also schauen, dass sie die Finanzen fürs nächste Jahr wieder im Lot haben wird. Ich glaube fest an unseren Gemeinderat und das Parlament und bin glücklich darüber, dass der Schrei nach einer Steuersenkung (fantasieloses bürgerliches Mantra) mal kein Thema mehr ist.




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    Martin Häfeli

    Wenn man möglicherweise keine Steuern zahlt, so kann man problemlos über Steuererhöhungen diskutieren. Fakt ist, dass linke PolitikerInnen oft keine Ahnung davon haben wie Geld in einem konkurrierenden Markt verdient werden muss. Man sieht das in der Zusammensetzung des Stadtrates (rund 57% sind bei der öffentlichen Hand angestellt) und als krönender Abschluss beim ex Beamten Aebersold. Und für die Kritiker, ja ich weiss es gibt keine Beamten mehr. Die Mehrstellen sind ein Hohn und entbehren jeder Logik, es ist reine Klientelpolitik! Nun von einer solchen Regierung Stadt- und Gemeinderat darf man natürlich nicht allzuviel erwarten. Beispiele gibt es genügend und laufend.




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