Redaktion Der Bund
28. April 2020
37 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

François Derron

Wie viel Normalität darf unter diesen Umständen sein? Die Antwort ist im Grunde genommen bestechend einfach, zumindest für mich. Soviel wie vom BAG empfohlen und erlaubt und zwar solange, bis das Virus wirksam bekämpft und beimpft werdern kann. Punkt Schluss. Das ist gelebte Solidarität.




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hul L

Wir sollten endlich verstehen, dass die Schweiz ein Stadt-Staat ist. Noch ein sehr grüner Stadt-Staat, aber auch ein völlig Überbevölkerter. Vor diesem Hintergrund trauere ich den Auswirkungen des Lockdowns ein wenig nach.
Die zweite (und auch dritte) Welle wird kommen, ob wir nun so tun, wie wenn mit der „neuen Normalität“ alles wieder gut wäre und die böse Pandemie vorüber, oder nicht. Wir befinden uns noch immer in einem Ausnahmezustand, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Nur die Disziplin geht langsam verloren. Es müssen wieder Parties abgefeiert werden und so und der Abstand, m.E. bisher die einzig wirksame Massnahme, schrumpft und schrumpft . . .




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DeeJay Rudolf

Als professioneller Deejay habe ich grösste Mühe damit, dass Clubs bereits wieder geöffnet sind, und noch grössere Mühe, dass ‚wir‘ in der Presse jetzt als die grössten Übeltäter gebrandmarkt werden. Ganz offensichtlich war es dem Bundesrat wichtiger, dieses Risiko einzugehen, als allen Beteiligten weiterhin finanzielle Kompensation zu sprechen – etwas, was kaum teurer käme als die Quarantäne-Massnahmen und das ganze Contact Tracing.

Da die Situation nun mal so ist wie sie ist, arbeite auch ich wieder – im Wissen, dass das Business aufgrund der Presse und der neuerlichen Verschärfungen wohl sowieso bald kaputt sein wird.




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Rolando Petersen

Die neue „Normalität“ ist aus meiner Sicht erschreckend. Beim Einkaufen halten sehr viele die Abstände nicht ein. Im ÖV sind gefühlte 99% ohne Masken unterwegs. Beim Coiffeur haben einige Haarschneider aus „kulturbereichernden Ländern“ überhaupt keine Schutzmassnahmen. Mittel und Grossanlässe sind wieder erlaubt und Landesgrenzen sind wieder offen. Auf eine Quarantänepflicht aus Ländern mit einer hohen Infektionsrate wird verzichtet.
Ich bin der Ansicht, dass unsere Landesregierung das Schweizer Ansehen im Ausland und die Angst eines Rassismus-Vorwurfs sowie die Wirtschaftsanliegen höher gewichten als die Sicherheit der Bürger. Jetzt beginnt die gefährliche Phase und nur die wenigsten habe das realisiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine zweite Welle im Herbst kommen wird.




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Lucie Santschi

Ganz ehrlich? Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache bei den Lesern hier aber ich vermisse die Ruhe des Lockdowns. Einkaufspassagen leer, Strassen leer, alles menschenleer, Ruhe, keine unnötige Hektik, die Leute haben sich auf wichtigeres konzentriert als auf den sonst bekannten übermässigen Konsum usw. Diese ganze Ruhe vermisse ich mittlerweile jetzt wo alles (fast) wieder seine gewohnten Wege geht. Diese Ruhe war einfach herrlich. Ich hatte keine Mühe mit dem Lockdown. Ich wohne alleine, also war es eh wie immer




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Susanna Hegyi

Die sogenannte neue Normalität ist eine Katastrophe! Die Verkäuferin, die am Bahnhof in der Bäckerei von 12-19.30 Uhr alleine den Laden schmeissen muss. Im Dälhölzli-Restaurant der Mann, der hinter der Theke Essen ausgibt, Pommes Frites und Chicken-Nuggets frittiert, nachher an der Kasse die Zahlung entgegen nimmt. Und geht wieder zurück und so hin und her, während ganze Zeit alleine.

Übrigens die Menüs sind schäbig: «Schweins-Rahmplätzli mit Nüdeli»: die Rahmsauce ist Bratensauce, die Nüdeli sind trockene Spaghetti. Die Gnocchis sind verkocht und schwimmen im Öl. Ob Menu 1, oder 2, alles fast kalt. Zürcher Frauenverein muss sparen.

Die sind nur zwei Beispiele. Bis einige bis zum Ohnmacht chrampfen müssen, sollen die andere Zwangsferien machen, oder arbeitslos sein. Viele Arbeitgeber nützen die Notlage schamlos aus! Ich finde es skandalös! Die sind keine Seltenheiten heute. Es gibt bestimmt viel mehr Restaurants und Geschäfte, die ähnlich mit den Angestellten umgehen. Über sie redet niemand öffentlich. WARUM?




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Ueli Werren

Die Massnahmen sind gut überlegt von Fachleuten unter grossem Druck von Gastro und SVP halte mich daran und bin zuversichtlich. Alle die besserwissen und demonstrieren sind egoisten ihnen ist das soziale abhanden gekommen.




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Hanna Stoll

Wiederaufnahme Schulbetrieb: ???
Mein Mann und ich, wir werden uns weiter konsequent an die vorgegebenen Regeln (Abstand, Hygiene, Maske zum Einkaufen) halten. Die Grosskinder kommen nach 8 Wochen wieder zu uns. Das tut der Seele gut! Tochter mit ihrem Partner sehen wir nur auf Distanz.
Der Strategie die aus dem Lockdown hinausführen soll, sehen wir mit grösstem Respekt und Zuversicht entgegen.
Wie sich die Lage in den nächsten Monaten zeigt, hängt vom weiteren Verhalten der Gesellschaft ab. Corona ist nicht vorbei!
Rechnen mit Rezession und beträchtlicher Arbeitslosigkeit. Sommerferien im Ausland sind tabu; Flugreisen werden wir zukünftig unterlassen.




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Hugo Studer

Also mein Kästchen im Marzili bleibt nach wie vor gesperrt aus unerfindlichen Gründen. Ausser an den heissesten Sommerwochenden halten die meisten die Distanz im Freibad sowieso ein. Rasen und Wasser übertragen nichts.




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Martin Romer

Unmöglich, dass die Schule wieder öffnen mit Vorgaben des Kantons Bern, die nicht im Geringsten umgesetzt werden können. Einblick in diverse Schulhäuser zeigt: alle machens anders, irgendwie, wird schon gut gehen, das Virus ist ja jetzt weg…




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Manuel C. Widmer

Ich habe Angst. Angst um meine KollegInnen, die ab Montag wieder vor Teilen Ihrer Klassen und ab Mittwoch wieder in überfüllten Schulzimmern stehen (müssen). Angst, weil eine Woche vor dem Start noch so gut wie nichts klar ist. Und ein „Gjufu“ (ein Gehetze) ist immer der kleine Bruder der Fahrlässigkeit. Es besteht die Gefahr, dass das „Wie“ zu weit hinten anstehen muss.
Lehrpersonen haben eine Woche Zeit, parallel zum (äusserst fordernden) Fernunterricht, der ja diese Woche auch stattfinden muss, das Re-Opening der Schulen zu planen. Stand heute ohne konkretes Wissen um Vorgaben, die es einzuhalten gilt.

Klar ist, dass wenig klar ist. Sicherheit wird mit einem Hygienekonzept suggeriert, für dessen Einhaltung – Tadaaaa! – auch und vor allem die Lehrpersonen zuständig sind. Parallel zum Unterricht. Zu einem Unterricht, nota bene, in dem die Kinder keinen Abstand zueinander halten – die Lehrperson aber angehalten ist, zu den SchülerInnen zwei Meter Abstand zu halten. Wer schon mal in einem Schulzimmer gestanden hat, weiss, dass Herkules‘ Aufgaben dagegen ein Ponyhof waren. Mit Einhörnern. Und Regenbogen.

Die Schulen werden geöffnet, weil in der Schweiz die Kinder nicht „Treiber der Epidemie“ sind. Wird gesagt. Belegt werden kann das im Moment genau so wenig wie das Gegenteil. Eine nicht besonders vertrauenerweckende Faktenlage für jene, die bald mit einem spielenden, herumtobenden, sich berührenden, abklatschenden, umarmenden, prügelnden Haufen „Nichttreiber“ ein Klassenzimmer teilen dürfen. Teilweise eine Lehrperson und 28 Kinder auf 50m2. Parlamentssitzungen, Einkaufen, Essen gehen wären unter diesen Umstanden verboten…

Nein – ich hege kein Misstrauen gegen die Behörden und Experten. Ich vertraue gerne Zahlen und Fakten. Ich finde auch nicht, das vor einem brennenden Haus zuerst demokratisch über die Löschmassnahmen diskutiert und abgestimmt werden muss. Dafür ist nach der Löschung mit Blick auf den nächsten Brand Zeit genug. Ich habe die Schritte und Anweisungen stets unterstützt, weil sie dem Schutz von Leben und Menschen dienen. Und ich tue dies auch weiter…

Da tut sich nun ein Konflikt auf. Denn ich bin nicht sicher, dass die gewählte Form der Schulöffnung dem Schutz des Lebens – dem Schutz der Lehrpersonen dient. Und jenem der Eltern der Kinder.
Physical Distancing (eine Lehrperson kann und darf sich nicht sozial distanzieren) hätte – zumindest in einer Anfangsphase – in den Schulen weiter gelebt werden müssen. Nicht nur, damit die Kinder nicht mit zweierlei Massstäben leben lernen müssen. Eine unheimlich hohe Anforderung an die Kleinsten der Gesellschaft. Aber auch, um die Lehrpersonen und deren Angehörige genauso zu schützen wie die Eltern und Grosseltern der Kinder.
Unterricht in Kleingruppen, in Teilen der Klassen, wäre dem entgegengekommen. Mit fünf bis maximal zehn Schulkindern in einem Zimmer wären Abstandsregeln und Unterricht vereinbar gewesen. Nicht bloss für zwei Besänftigungstage. Im Minimum bis Pfingsten. Besser noch länger.

Dieser Entscheid ist in meinen Augen einer der ersten in der Corona-Krise, der nicht wissenschaftsbasiert, sondern politisch motiviert gefällt wurde. Und mit anderen Massstäben als zum Beispiel in der Diskussion um den Lockdown der Wirtschaft.
Um die Wirtschaft zu stützen wird richtigerwiese tief in die Taschen gegriffen. Mit so viele Nullen rechnen die SchülerInnen erst in der Oberstufe oder in der Sek 2. Wenn es aber um die Schule geht, um die Bildung, um die Sicherheit der Lehrepersonen, dann ist niemand bereit, Geld in die Hand zu nehmen. Ein langsameres, sichereres Hochfahren der Bildungsinstitutionen hätte gekostet. Sogar einiges.

Ja, vulnerable Lehrpersonen können – wie SchülerInnen mit Vorerkrankungen oder Eltern mit solchen – zu Hause bleiben. Das heisst aber erstens, dass irgendjemand den Unterricht der gefährdeten Lehrpersonen übernehmen muss. Und zweitens, dass jemand die Kinder, die zu Hause bleiben müssen, adäquat unterrichten muss. Dafür braucht es vor allem eines: Lehrpersonen!

Schon vor 8 Wochen war es unheimlich schwierig, eine Stellvertretung zu rekrutieren. Das Schlagwort „Lehrermangel“ ist von letztem Sommer und die Situation hat sich seither kaum entspannt.
Ressourcen heisst das Zauberwort. Die Schulen brauchen jetzt Ressourcen! Finanzieller Natur – und natürlich personeller Natur. Und das schnell! Wir haben noch eine Woche Zeit!

„Das ist unmöglich“ ist kein Argument. Vor 8 Wochen war es auch noch unmöglich, das alle Restaurants schliessen, dass man nicht mehr zum Haarescheiden gehen darf und #stayathome ein Trendhashtag wird. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Wenn’s um die Schule geht, dann ist man eher in der Kategorie „Das geht dann schon irgendwie…“ Die eierlegende Wollmilchsau Lehrperson bringt das schon alles irgendwie unter eine Hut. Es geht schliesslich um die Kinder. Da kann man doch nicht „Nein“ sagen. Sonst ist man in falschen Beruf.

Also gibt der Bund an den Kanton weiter, der Kanton an die Gemeinden, diese an die Schulkommissionen und am Schluss müssen die Schulleitungen zusammen mit dem Lehrkörper „das Ding zum Laufen bringen.“

So kann man es sich auch sparen, nach anderen Lösungen zu suchen. Wie wäre es denn gewesen, wenn man die beiden letzten Jahrgänge aus der PH in die Schulzimmer geholt hätte. (Abschluss-) Praktikum im konkreten Einsatz. Entlastung der Lehrpersonen mit gleichzeitigem Lernen der PH-AbsolventInnen.

Mit dem Projekt WIN3 hatte man in den letzten Jahren SeniorInnen in die Schulstuben geholt. Das geht aus bekannten Gründen im Moment nicht (mehr). Aber gibt es andere Gruppen von Menschen, die temporär zur Entlastung beitragen könnten? SportstudentInnen im Turnen? GastronomInnen im Koch- und Hauswirtschaftsunterricht? Lernbegleitung durch den gemeinnützigen Verein, der die „Aufgabenhilfe“ organisiert? …

Aber das alles kostet. Genauso, wie man jetzt SchülerInnen, die zu Hause bleiben, mit der notwendigen Technik für Homeschooling ausrüsten muss – genauso wie die Lehrpersonen, die diese unterrichten werden.
Unterricht in kleineres Gruppen hätte es auch erlaubt, dass die Kinder mit besonderen Bedürfnissen – deren Situation von Befürwortern einer schnellen Schulöffnung (zurecht) immer wieder ins Feld geführt wurden – gezielt und von den zuständigen Fachpersonen gezielt hätten betreut werden können. Der Ressourcenmangel wird vielerorts aber dazu führen, dass IF-Fachkräfte als Stellvertretungen eingesetzt werden (weil sie die Klassen und den Stoff kennen) – dann aber den Kindern fehlen, die sie brauchen…

All‘ diese führen dazu, dass ich mir Sorgen mache. Das ist – wie mir angekreidet wurde – nicht sonderlich konstruktive. Aber muss es das sein? Darf ich erst Kritik äussern, wenn ich alle Probleme, die ich kritisiere, auch gelöst habe? Wenn dem so wäre, müsste der Politbetrieb in der Schweiz sofort eingestellt werden. Oder?

Es bleibt die Hoffnung, dass meine Ängste um die Gesundheit meiner Berufs-KollegInnen unbegründet sind. Die Ängste um meine Schülerinnen und Schüler und ihre Familien sich als gegenstandslos erweisen. Dass die Lehrpersonen den gewaltigen Ansprüchen, die gerade an sie gestellt werden – einmal mehr – mehr als gerecht werden können, ohne den Spass an der Arbeit zu verlieren. Ohne auszubrennen. Dass sie den Mut und das Vertrauen nicht verlieren. Und dass sie gesund aus dieser Krise finden und irgendwer auf einen Balkon steht und auch ihnen den wohlverdienten Applaus zukommen lässt. Schliesslich sind sie grad unfreiwillige TeilnehmerInnen in einem nicht ungefährlichen, mehr oder weniger wissenschaftlichen Versuch.

Und irgendwie schade, sind Schulen keine Fluglinien…




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    Doris von Wurstemberger

    Und genau so habe ich es erlebt! Zwei mal drei Stunden am Morgen und am Nachmittag zum Einstieg – niemand wusste genau, wie und wo und was, Und auch das versprochenen Hygienematerial war noch nicht flächendeckend vorhanden. Davon, dass in unserem alten Schulhaus 26 Kinder an das einzige Lavabo auf dem Stockwerk in einem Nebenraum die Hände waschen sollten, mit Abstand, und ich auch sonst ab Mittwoch die 26 Kinder verteilt auf zwei Räume – die ich zum Glück zur Verfügung habe – allein betreuen sollte und zwar mit zwei Metern Abstand, das löste bei mir, ü50 und mit „vulnerablem“ Ehemann zu Hause rechte Panik aus.

    Genau in dem Augenblick kam das grosse Anerkennungsschreiben der Stadträtin, worin sie uns für unser grosse Leistung während der Schulschliessung dankte. Ja, das war sehr wohl eine – von Normalbetrieb auf Fernschulung übers Wochenende, ohne Vorlaufs- und Organisationszeit, das war schon nicht ohne.

    Aber zugegeben, ich freute mich auch auf neue Möglichkeiten und konnte der Sache mit den bereits recht gut eingeführten iPads der Stadt Bern auch einiges an Chancen abgewinnen – und ich hatte keine Kinder dabei. Aber während der 8 Wochen, inklusive eigentlicher Ferienzeit, war ich genau 3 Tage über Ostern und bewusst abgegrenzte 3 Nachmittage nicht mit der Schule, Planung, Onlinebetreuung, Telefonaten, Elternberatung in technischen Angelegenheiten, Zooms, Auswertungen, und erneuten Planungen beschäftigt.

    Gerade war alles etwas einfacher und lief einigermassen störungsfrei, wurde der Wechsel in die andere Richtung angekündigt. Wie nun wo und was genau erfuhren wir am Ende der Planungskette aber wiederum kurz vor Beginn. Zwei ganze Tage mit Halbklassen und dann stehst du mitten drin! Masken nicht erwünscht. Kinder müssen keinen Abstand halten – sie können es nicht.
    Vorher nochmal zur Coiffeuse wie im Hochsicherheitstrakt. Dann ab ins Gewusel.

    Liebe andere Menschen da draussen. Ich weiss, wir haben wenigstens einen gesicherten Lohn und müssen uns diesbezüglich keine Sorgen machen. So sieht es ja auch unsere Stadträtin. Sie deklariert das sogar noch als „Unterstützung“. Ich hätte mich auch nicht erdreistet in Anbetracht der aktuellen Lage mehr Lohn zu verlangen. Aber was wir hier machen, ist, wie Manuel C. Widmer sagt, ein Feldversuch.

    Wir hatten NICHT die Wahl zu Hause zu bleiben. Und es sind Ihre Kinder, die unsere ganze Aufmerksamkeit verdient haben und nicht Lehrpersonen, die überfordert und am Anschlag sind, weil sie zu funktionieren haben, damit die Wirtschaft wieder laufen kann. Es geht um Kinder, um Lernen, um Entwicklung, um Beziehungsarbeit. Und da hätte auch ich mir etwas mehr Einbezug derer gewünscht, die diese verantwortungsvolle Aufgabe auszuführen haben. Es wäre mit von M.C.Widmer geschilderten Massnahmen gegangen.

    Wir haben‘s geschafft, uns langsam daran gewöhnt, die Kinder sind super und die Lage entspannt sich langsam wieder. Vergesst die Hygiene. Alibiübung. Ich setze wieder auf Schule und das Wohl der Kinder.




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    M. S.

    Lieber Herr Widmer
    Sie sprechen mir aus der Seele. Dir Situation ist mehr als beängstigen. In keiner anderen Branche werden die Mitarbeiter und Kunden (in diesem Fall die Kinder) ohne Schutz einem unberechenbaren Risiko ausgesetzt.




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      Man kann es auch übertreiben mit der Angst. Von den Angestellten im Detailhandel zum Beispiel hört man keine Klagen, dabei scheinen mir die wesentlich exponierter, und verdienen tun sie auch nur die Hälfte eines Lehrerlohns. Und jetzt sind noch die Angestellten in der Gastronomie dazugekommen – auch die sind in erster Linie froh, können sie wieder arbeiten. Von Coiffeuren usw. gar nicht zu reden. Wieder einmal muss ich darauf hinweisen, dass Lehrer trotz allem in einer vergleichsweise komfortablen Lage sind: Sie können zu Hause bleiben, wenn sie gefährdet sind, ohne deswegen eine Kündigung oder auch nur eine Lohnkürzung zu riskieren.




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Ursina Fuchs

Ich bin gegen Öffnungen, weil dann wieder Leute zusammen kommen, die sonst nicht zusammen wären und um weiterhin das Virus einzudämmen, sollte man mit Schulen, Restaurants und Museen warten. Ich denke der Bundesrat hat sich unter Druck setzen lassen und zu schnell Lockerungen ausgesprochen.




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Stephan Lehmann

Die ganzen, mit grosser Ernsthaftigkeit vertretenen Strategien sind mir weiterhin ein Rätsel. Die heutige Situation ist nicht anders als vor zwei Monaten, ausser es gäbe eine wahrhaft gigantische Dunkelziffer an unbemerkten verlaufenen Infektionen. Wenn Schulen und Geschäfte nun wieder öffnen, ist es doch folgerichtig, dass auch die Infektionszahlen wieder steigen. Was erwarten wir denn? Aber ist das Negativ? Wir brauchen eine andere Sichtweise.

Was ich bisher verstanden zu haben glaube: Mal weitläufig verbreitet, „verschwindet“ ein Virus nicht, indem man die Ansteckungskurve verflacht, sondern erst wenn ein genügend grosser Anteil der Bevölkerung dagegen immun geworden ist. Die bekannte Zahl von 60-70% für das Coronavirus.
Nimmt man einen Massstab zur Hand, trägt 86cm ab und markiert davon 3mm, hat man anschaulich das Verhältnis von 0.35% bisher positiv getesteter Personen zur Gesamtbevölkerung der Schweiz vor Augen. Würden in der Schweiz jeden Tag 1000 Menschen angesteckt, dauerte es über 15 Jahre bis die nötigen 2/3 der Bevölkerung eine Immunität aufgebaut hätten! Aber noch immer wird jede Senkung „getesteter“ Ansteckungsfälle als Erfolg gefeiert, obschon damit der Ausnahmezustand ins Unabsehbare verlängert wird, mit tiefgreifenden Folgen für unser Lebensgefühl.

Das weltweite, vollständige Herunterfahren des kulturellen und sozialen Lebens und die weitgehende Schliessung des wirtschaftlichen Austauschs wurde damit begründet, besonders vulnerable Personen zu schützen und die Spitäler nicht zu überlasten. Je länger diese Epidemie dauert, desto weniger lassen sich jedoch Personen mit geschwächtem Immunsystem schützen. Man kann niemanden über Monate und Jahre vom gesellschaftlichen Leben aussperren. In den letzten Wochen hat sich zudem deutlich gezeigt, dass Menschen mit einem durchschnittlich vitalen Immunsystem die Spitäler nicht überlasten. Von dem her ist es dringend notwendig, dass der grösste Teil der Bevölkerung das soziale Leben wieder aufnehmen kann, dass Kultur und Arbeit wieder stattfinden, aber ohne die absurde Annahme, dass die Ansteckungskurve dadurch nicht wieder ansteigt.

Sollte darauffolgend ein erneuter „Lockdown“ verfügt werden, hätte dies nur eine mögliche Logik, dass die Strategie von vornherein auf eine zu erwartende Zwangsimpfung, mit allen ihren rechtlich und medizinisch fraglichen Seiten hinzielt. Das wäre ein weiterer, tiefgreifender Einschnitt in die Grundrechte.




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Ulrich König

Am Wichtigsten scheint mir immer mehr ein gesunder Menschenverstand zu sein. Verhaltensregeln mit Vernunft befolgen. Die Kinder sollen unbedingt wieder in die Schule gehen können. Es sollte besser bekannt gemacht werden, wo sich nun noch Leute infisziert haben. Die wirtschaftlichen Folgen werden noch schlimmer. Der Tourismus, die Luftfahrt, der allgemeine Konsum werden noch lange unter dem Lockdown leiden. Ferien: Als Rentner geniesse ich jeden Tag als Ferientag … Ich werde sobald möglich zur Mutter unserer Schwiegertochter in Deutschland fahren.




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Brigitt Sahi

Die Mainstreampresse trug dazu bei, auf inakzeptable Art und Weise mit falschen und ungenauen Angaben, die Bürger zu den Massnahmen zu führen.
Man sollte eine Untersuchung rund um Corona einleiten und die Verantwortlichen in Politik und BAG verurteilen und mit sofortiger Wirkung absetzen!




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Rosa-Maria Wohlhauser

Ich schliesse mich dem Kommentar von Lia Zimmermann an. Hoffentlich hat die Corona-Zeit viele Leute zum Nachdenken bzw. dahin gebracht, ob nicht ein Teil des Stresses vermieden werden könnte, um aus der Abnormalität endlich zur Normalität zu finden. Statt noch mehr und mehr zu fordern, mal auf die Stimme im Innern zu hören und zu entschleunigen. Doch Corona scheint schon weit weg zu sein. Social Distancing ist in den städtischen Gebieten weit weg gerückt und es wird schon wieder gestresst beim Einkaufen und auf der Straße, geschweige denn im Betrieb. Und im öffentlichen Raum trägt kaum jemand eine Maske.
Hoffen wir darauf, dass mehr und mehr Menschen ihr Leben neu mit Herz und Verstand in Angriff nehmen, als bisher.
Bleibt gesund!




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Ich bin weder Virologe noch Epidemiologe, sondern bloss ein ganz gewöhnlicher Biochemiker, und erst noch ein pensionierter. Deshalb masse ich mir keinesfalls an, die Lockdown- bzw. Lockerungsmassnahmen im Einzelnen zu kommentieren. Was ich aber in meinem Studium ganz ausführlich gelernt und verinnerlicht habe, ist, dass es zwingend zu einem sinnvollen Experiment gehört, immer nur eine Variable aufs Mal zu verändern, da man sonst am Ende so schlau ist wie zuvor – man weiss ja dann nie, auf welche der vorgenommenen Änderungen die Ergebnisse zurückzuführen sind. Dieses Prinzip konnte logischerweise bei der Einführung der Massnahmen nicht angewendet werden, aber jetzt, in der Lockerungsphase, wäre es durchaus gangbar gewesen. Tatsächlich aber wird es im Moment mit dem ganzen Blumenstrauss von Lockerungen völlig missachtet. Nun ja, wenn alles gut geht und die Fallzahlen nicht mehr massiv ansteigen, wird das schnell wieder vergessen sein. Was aber, wenn nicht? Es wird dann keinerlei Erkenntnis darüber vorliegen, welche Massnahmen man erneut ergreifen muss, und auf welche man allenfalls verzichten kann. Die Chance, genau dies herauszufinden, wurde mit diesen kumulativen statt sequentiellen Lockerungen definitiv verpasst. Sehr kurzsichtig, sehr schade!




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Gloria Flück

Die Schüler*innen freuen sich wieder zur Schule gehen zu dürfen, weil sie endlich wieder ihre Freunde sehen. Ich find’s gut das sie zu Beginn in Halbklassen Unterricht haben. Am 11.Mai erlaube ich mir neue Turnschuhe für meinen Sohn! Der Strategie aus dem Lockdown gebe ich eine Note 5.5., der Bundesrat macht das schon richtig! Trotzdem rechne ich in nächster langfristiger Zeit mit eine Rezession. Sommer- und Herbstferien werden wir in der Schweiz verbringen.




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Peter Jenni

Jene die zu Hause sitzen und weiter 100% Lohn erhalten unterstützen natürlich die Massnahmen vom BR und hoffen sogar das es noch lange so bleibt, übrigens fast ein Drittel der Bevölkerung! Beim Bund, Kanton oder den Gemeinden angestellt müssen diese auch keine Angst haben. Ihre Vertreter fordern am 1. Mai ja sogar noch mehr Lohn! Ein weiterer Drittel arbeitet im übrigen während der ganzen Panikmacherzeit ohne Unterbruch weiter. Nicht nur Pflegepersonal, sondern auch Handwerker. Diesen allen erneut ein grosses Danke! Das letzte Drittel, welches zur Zeit das schlimmste in ihrem Leben erfährt hat man fast kaput gemacht. Die KMU’s und die Selbstständigen, unsere träger der Wirtschaft! Wie arrogant ist unsere Regierung sich anzumassen, sie müsste diesen nun sagen wann und wie sie weiterarbeiten dürfen? Das schlimmste was einer angeblichen Demokratie passieren kann ist… Wenn Politiker oder Beamte den KMUs sagen wollen wie sie zu arbeiten haben! Der BR kann Bedingungen bezüglich Schutzmassnahmen erteilen, aber sonst haben Theoretiker den Praktiker gar nichts zu sagen! Es ist ganz einfach eine Zumutung was da passiert! Man bedenke… Die Wirtschaft ist sicher nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichtsund vielleicht passt dies auch noch… Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!




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    Kurt Tanner

    Der Bundesrat bietet allen Betroffenen rasch und unkompliziert Hilfe an. Weltweit wird die Schweiz beneidet, wie Rasch die KMU hierzulande an dringend benötigtes Geld kommen. Der Bundesrat hat alles getan damit eben die KMU am Leben bleiben. Durch die Kurzarbeitsentschädigung behalten viele Menschen ihre Stelle. Verglichen mit anderen Ländern reagiert unser Land doch gar nicht so schlecht.
    Natürlich gibt es auch hier einzelne, die durch die Auffangnetze fallen. Aber im Grossen und Ganzen macht unsere Landesregierung vieles richtig. Nicht alles, das ist klar, aber doch vieles. Und darum finde ich Ihre Aussagen nicht wirklich angebracht. Es ist nämlich nicht so, Herr Jenni, dass es eine Alternative gäbe die akzeptabel wäre. Schauen Sie nach Norditalien, Spanien oder in die USA. Nur dank der raschen Handlung unserer Regierung und der Mithilfe eines jeden Einzelnen konnte so eine vergleichbare Situation bei uns verhindert werden. Und wissen Sie, sobald die Massnahmen gelockert werden, nehmen auch die Fallzahlen wieder zu. Sie können nicht verlangen, dass unsere Regierung jetzt einfach wieder zur Tagesordnung übergeht. Denn dann sind wir wieder da, wo wir am 1. März waren.




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Theresa Röthenmund

Ich,ehemalige Lehrerin der Volksschule bin überzeugt,dass der jetzige Zustand dringend verändert werden muss; wie steht noch in den Sternen .Die bisherigen Beschränkungen haben das „Volk“ und die Lehrkräfte bejaht ,die Strategie scheint mir positiv vorsichtig ,aber nicht optimal,denn vor allem die Unterstufenlehrpersonen werden zwangsläufig die Distanz ,aber nicht immer die köperliche Nähe zu den Kindern (doch eigentlich eine Voraussetzung) einhalten können .Das würde der Empathie entgegenstrecken .




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Willi Zimmermann

Schule: Die Eltern und Schüler*innen werden erleichtert sein, die Schulbehörden und Lehrerschaft stehen aber vor einer grossen Herausforderung. Ladenöffnung: Als Risikopersonen lassen wir uns die Einkäufe nach Hause bringen. Das wird auch nach dem 11.5. so sein.

Ausstiegsstrategie: Wir verfolgen die Entwicklung in den schweizerischen und deutschen Medien. Vor allem in unserem nördlichen Nachbarland werden harte Diskussionen geführt. Das schrittweise Vorgehen des Bundesrats (lockern, beobachten, lockern, …) ist sicherlich ein guter Weg. Der Bundesrat hat auf eine Ausgangssperre verzichtet und setzt nach wie vor auf viel Eigenverantwortung.

Zukunft: Unter Einhaltung des ‚Social Distancing‘ und der Hygienemassnahmen sind Sommerferien im Inland durchaus realistisch. Mit einer Vorreservation will man Menschenansammlungen an Bergbahnstationen vermeiden. Die wirtschaftlichen Folgen wiegen schwer. Es wird auf absehbare Zeit nicht mehr so sein, wie es vor der Krise war. Bemerkenswert: Der bayerische Ministerpräsident Söder (CSU) fordert ein Investitionsprogramm in Zukunftstechnologien. Unsere Grünen liegen also auf der richtigen Spur. Vielleicht lassen wir uns von den Bayern ja anstecken. Bleiben Sie alle gesund.




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Hans Müller

Schade geht jetzt alles wieder zurück in die Normalität.
Pendlerstress & Freizeit-Eventitis und FOMO Syndrom (Fear of Missing out).

Ich will nicht mehr zurück in dieses taube Leben, ich bleib noch ein Weilchen in der Quarantäne. Macht mal ohne mich weiter.




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Für den Entscheid die Schulen betreffend habe ich grosses Verständnis. Einerseits finde ich es gut, hocken die (älteren) Schüler bald nicht mehr mit behördlichem Segen den ganzen Tag am Kompi, andererseits können sich Kinder und Jugendliche eh schlecht oder gar nicht an die Abstandsregeln halten. Dann können sie ebenso gut in die Schule gehen. Meinetwegen könnte man auch die Gymnasien wieder öffnen, denen würde es auch nicht schaden, wieder mal rauszukommen.
Ich denke, wir werden jetzt sicher wieder einkaufen und auswärts essen, einfach vorsichtiger als früher, und sollte es zu viele Leute haben lass ich es halt sein und kehre um. Ich selber habe mir vorgenommen, viel bewusster als bisher kleine Betriebe im Quartier zu berücksichtigen, die waren von der Schliessung hart betroffen und sie liegen mir sehr am Herzen. Diese will ich jetzt ganz gezielt unterstützen.
Mit der Ausstigesstrategie bin ich ab heute doch recht zufrieden, geht es doch etwas mutiger vorwärts als es lange den Anschein hatte. Man konnte in letzter Zeit gut beobachten, dass viele Leute zunehmend Mühe hatten mit Abstand halten, der erste Schock ist offenbar verdaut, die Gefahr wird nicht mehr als akut wahrgenommen. Genau hier dürfte die grosse Gefahr liegen: Wenn wir jetzt zu sehr in Partylaune geraten geht der Schuss nach hinten los. Das ist meine grösste Sorge im Moment.
Sommerferien? Für’s erste sicher in der Schweiz, hatten wir eh so geplant und schon lange gebucht. Später dann vielleicht auch mal ins benachbarte Ausland, wenn sie uns dann wollen. Rezession? Leider ja.
Unterstützen wir jetzt das einheimische Gewerbe so gut als möglich (jedenfalls die, die es sich leisten können), geniessen wir das Leben wieder ein wenig , aber jetzt bloss nicht übermütig werden. Hab ich mir fest vorgenommen. Und „Social Distancing“ dürfte das Wort des Jahres 2020 werden.




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    Paul Simmen

    Dass Kinder wieder in die Schule gehen können finde ich OK. Die ‚Kamerädli‘ sind wichtig für die persönliche Entwicklung der Kinder. Am Compi kann Sozialverhalten nicht gelernt werden – es braucht dafür immer die Gemeinschaft. Meine Grosskinder freuen sich darauf, wieder mit den anderen Kindern in der Klasse zusammen zu lernen. Ich habe Vertrauen in den Kanton, die Schulleitungen und die Lehrkräfte, dass wirksame Massnahmen geplant werden, welche im Leben im jeweiligen Schulhaus umgesetzt werden können.
    An meinen neu ‚erlernten‘ Gewohnheiten (Abstand, Hygiene, möglichst zu Hause bleiben) werde ich wenig ändern. Ich gehöre zur den Ü 65. Im ÖV werde ich eine Maske tragen und immer eine kleine Flasche mit Desinfektionsmittel für die Hände dabei haben. Sollten sich die Zahlen der Neuinfektionen, sowie in den letzten Tagen schweizweit unter 200 bewegen, werde ich in Erwägung ziehen, die Artikel des täglichen Bedarfs wieder selber einzukaufen. Sollte ich dabei feststellen, dass die Regeln nicht eingehalten werden, würde ich von weiteren Einkäufen absehen. Ein Restaurantbesuch (zum Bier oder so) kommt für mich auch nach dem 11. Mai nicht in Frage. Vorstellen kann ich mir aber – sollten sich auch im Juni die Neuansteckungen noch auf tiefem Niveau bewegen – dannzumal, zusammen mit meiner Frau beim Koch unseres Vertrauens ein feines mehrgängiges Menue zu essen. Das wäre dann eine Belohnung für seine und unsere gegenwärtigen Einschränkungen.
    Noten zu geben ist nicht das richtige Instrument. Vor allem, weil wir nicht wissen können, wie sich die Lage entwickeln wird. Es wird von allen Menschen weiterhin viel Einsicht, Rücksichtnahme und Flexibilität erforderlich sein. Es wird ein gemeinsames Lernen sein, was wir unternehmen müssen, um den Ro-Wert unter 0,6 zu halten. Da wird es auch Rückschläge geben. Aber nur so können wir lernen mit dem Virus zu leben. Die heute aufgezeigten Massnahmen erscheinen mir vernünftig und sie geben die Verantwortung dorthin zurück, wo sie hingehört. Zum einzelnen Menschen, zu den Verantwortlichen in den Betrieben, die für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein sicheres Arbeitsumfeld zu garantieren haben. Es werden also neue Abläufe und Regeln festgelegt werden müssen. Dieser Herausforderung hat sich die Industrie und das Gewerbe und der Finanzsektor zu stellen. Wer das nicht tut, wird nicht überleben.
    Es werden Monate des kollektiven Lernens, der Veränderung und der Anpassung, Persönlich, als auch gesellschaftlich. Wir stehen erst am Anfang und überleben wird, wer die Veränderung lebt und behutsame, wohl abgewogene Schritte im ‚Neuland‘ macht.




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      Simone Steph

      Wenn Sie darauf hoffen, dass die Abstandsregeln beim Einkaufen etc. eingehalten werden, dann werden Sie enttäuscht werden. Szene vor dem Gemüseregal: Ich stehe in 2-3 Metern Abstand und warte darauf, dass 2 Personen vor mir Platz machen. Schwups, stürmt jemand an mir vorbei, zwängt sich zwischen die zwei. Ich: „Sie, das hätte ich auch gekonnt. Wie ist es mit Abstand?“ Die andere Person: „Lassen Sie mich mit dem Seich zufrieden.“
      Und das war nicht die einzige solche Situation, die ich beim Einkaufen häufiger erlebe. Es trägt auch weiterhin fast niemand Maske. In meinen Augen ist das Maskenobligatorium in ÖV und Geschäften unabdingbar, z.B. auch um die Angestellten zu schützen, die Ware einräumen und ständig in grosse Nähe zu Kunden kommen, damit sie halbwegs ihren Job machen können.
      In meinen Augen ist die 2. Welle so garantiert. Und dann jammern alle noch mehr…




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