Redaktion Der Bund
26. November 2020
14 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse von Geschäftsleuten: der ganze Rummel mit Shopping und Partys hat für mich mit Weihnachten rein gar nichts zu tun. Hab diese Woche einen Weihnachtsnachmittag mit Päckli und Mailänderli zum Kaffee mit meiner Mutter (93) bei mir zuhause verbracht, sie freute sich sehr. Die schönsten Weihnachten seit meiner frühen Kindheit feierte ich bis zu seinem Tod in einer Kleinstadt in Central Florida, mit Ehemann Alex und unseren Hunden. Er hatte Alzheimer und freute sich wie ein Kind. Einen beleuchteten Santa samt Rentierschlitten im Vorgarten konnten wir uns zwar nicht leisten, aber was all die Dekorationen im und ums Haus bedeuteten, verstand er schon. Unser Weihnachtsbaum war klein, er stand in einem Topf und wurde im Januar in den Garten verpflanzt. 3 von 5 Tannenbäumchen haben da sogar Hurricane Seasons überlebt. Einen Baum weg werfen konnte ich einfach nicht, auch nicht, wenn er ohne Wurzeln eh bereits biologisch tot ist. Heute reicht mir ein künstlicher Adventskranz auf dem Tisch. Mit Katze(n) im Haushalt verzichtete ich auch auf brennende Kerzen. In Central Florida mit vorwiegend evangelikalen Bewohnern wurde inbrünstig Weihnachten gefeiert. Mit dem Lutheraner Alex besuchte ich die nahe katholische Kirche. Wir wurden mit Umarmung willkommen geheissen. Die kleine Kirche war immer voll, mal für Englisch-, mal für Spanisch Sprechende. Ich gehörte keiner Kirche an, aber das scherte niemanden. Hauptsache, wir waren an Weihnachten da.




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Eugen Engel

Weihnachten war ja schon immer so eine Sache – das war schon vor Covid-19 so. Ob religiös oder nicht, man kann sich diesem kollektiven Brauch nur schwer entziehen. Und am meisten ginge es ja darum, mit jenen, die einem nahestehen, auf einen Abend oder zwei verbunden zu sein.

Dieses Jahr ist es um einiges komplizierter. Was immer man für eine Variante durchdenkt, hat diese einen Haken: Meine Freunde, mit denen ich sonst feiere – und ich; das sind bereits zwei Haushalte. Auch die Beschränkung der Personenzahl: Wer wird nun dabei sein, wer nicht – wer verzichtet aus begründeter Besorgnis, weil Risikoperson – und bescheidet sich, die zwei Tage schön brav allein bei einem Buch und ein paar Guetsli & Tee zu verbringen – oder wer verzichtet, weil sie/er niemandem «im Wege stehen will». – Die Grossfamilie einer Kollegin von mir verzichtet total, weil sie sich dieser Diskussion (mit wem, wer dabei, wer nicht) ersparen und damit das entsprechend mögliche Konflikt-Potenzial vermeiden wollen.

Auch ich (Single) werde an diesen Abenden wohl eine Kerze auf dem Balkon brennen lassen, eine aufregende DVD einschieben und bei einer Flasche Wein hoffen: Möge alles rasch vorüber gehen.
Vielleicht hilft da die Rückbesinnung etwas: Der Ursprung von Weihnachten beginnt in einem baufälligen Stall im Nahen Osten, mit Ochs, Esel und Schafen – sowie mit einer Familie, die auf der Flucht war. Mit Asylanten also. Die auch heute noch im Mittelmeer ihr Leben lassen in der Hoffnung, auf eine Zukunft mit Perspektive.




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Brigitt Sahi

Ich schenke allen meinen Kindern einen Gutschein für einen Teddybär an Weihnachten, wo drauf steht, dass sie den erst nach der Impfung, sozusagen als Trosttier, einlösen dürfen! Meine Kinder werden das sicher das tollste Geschenk seit Jahren finden! „Mal etwas zeitgemässes“, werden sie denken.

Selber lasse ich mich nicht impfen, bin schon Grosi und will das Risiko einer Nebenwirkung nicht riskieren. Bin nämlich auch gegen Rösti allergisch, da könnte sowas wie die Impfung das Fass zum Überlaufen bringen. Obwohl so eine Neueolepsie, wie sie bei der Schweinegrippeimpfung auftrat, wäre für uns Grosis manchmal noch günstig, trauern wir doch oft zuviel den alten Zeiten nach…den Zeiten zwischen den Kriegen, sozusagen…Frohe Weihnachten!




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Christian Müller

Weihnachten wird schon möglich sein, wobei ich allerdings hoffe, dass Herr Schnegg nicht Mitte Dezember den Verkauf von Weihnachtsbäumen verbietet. Geschenke mache und erhalte ich dieses Jahr keine und lege dafür etwas zur Seite für Branchen und Personen, die wegen Corona finanzielle Verluste haben.

Falls die Epidemie dazu beiträgt, Hektik und Konsum über die Festtage zu bremsen, wäre das immerhin eine positive Folge der Heimsuchung. Ich bin da nicht sehr optimistisch, wenn ich sehe, wie die Leute jetzt schon in der Innenstadt durcheinanderwuseln, um vor dem möglichen Lockdown die obligatorischen Geschenke zusammenzubringen. Und, ältere Jahrgänge auch dabei, zwischendurch bunt gemischt mit den Besuchern aus der Westschweiz zur Erholung in den Restaurents sitzen.

Etwas Vernunft und Zurückhaltung wären nützlich, um Weihnachten vor dem Lockdown zu bewahren – und die dritte Welle ab Dezember/Januar nicht zu hoch werden zu lassen.




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Ronald Greber

wir (6 familienmitglieder 8 bis 74) gehen / gingen nicht an schwarzen freitag, gehen nicht an abendbummel, online statt weihnachtsverkaeufe, 2 mal serologische tests, aber kaum covid-19 impfung wo die pharma keine verantwortung fuer schäden übernimmt




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Jakob de Bär

Ja, wir werden ein Weihnachten voll Freude in gleichem Rahmen wie die die letzten Jahre feiern: Ruhig im engsten Familienkreis (= zu zweit). Am Morgen ein kleines Bäumchen schmücken, am Mittag ein Spaziergang im Wald, danach Tee und Guetsli, still nebeneinander lesen und die Langeweile geniessen. Später gemeinsam kochen (seit einigen Jahren gibt’s traditionellerweise «Janssons frestelse») und diese Festessen mit einem Glas Wein geniessen. Unser Weihnachtsfest können wir genauso feiern, wie wir es bald 30 Jahren tun: dem Konsumrausch entfliehend ruhig und zurückgezogen, mit viel Freude und besinnlich.




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Priska George

Ich nähe meine Weihnachtsgeschenke und schreibe wieder einmal Weihnachtskarten. Das ist so, wie ich das vor 40 Jahren gemacht habe. Auch gut und sogar persönlich und günstig.🥰🥰🥰




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Enrico Balistreri

In diesen Monaten haben Sie uns Angst und Beklemmung bereitet, sogar unsere eigenen Kindern und Partner zu umarmen. Kein Sport, keine kulturellen Veranlassungen, kein Kino, kein Museumsbesuch… Nicht nur Weihnachten macht keine Freude mehr, das tägliche Leben macht viel weniger Spass.




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Irène FREI

Der Zauber der Advents- und Weihnachtszeit ist uns längst vom aufdringlichen Kommerz mit Halloweens Black Fridays und anderen Ausverkäufen vermasselt worden. Nicht einmal die Corona-Pandemie kann die Gier von übersatten Bürgern bremsen…




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Esther Begert

bitte bitte bitte öffnet die museen! mein grösstes advents-weihnachtsgeschgenk!




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René Widmer

Wir sind nicht sehr religiös und feiern alle paar Wochen oder Monate ein Familienfest. Weihnachten ist für uns ein normales, schönes und gemütliches Familientreffen mit feinem Essen. Geschenkestress gibts bei uns keinen. – weder HEUTE (black-friday-irrsinn) noch zu Weihnachten! Auch dieses Jahr ändert sich nichts. Wir freuen uns einfach auf jeden schönen Moment mit der Familie!




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Peter Bochsler

Die Frage ist so wohl falsch gestellt. Nach meiner Erfahrung mit ueber 75 verschiedenen Weihnachtsfeiern mit und ohne Familie ist es noch nie darum gegangen, dass Weihnachten vor allem „Spass“ machen soll. Handelt es sich hier einfach um gedankenlose Schreibe, oder ist das wirklich die heutige Empfindung zum Wesen von Weihnachten?




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Christoph Bloch

Und wie. Mit den Kindern im Wald einen Baum dekorieren, die Grosseltern dazuspazieren und auf die mitgebrachten Klappstühle sitzen lassen, Glühwein und Punsch ausschenken, aufs Eindunkeln die Kerzen und Laternen anzünden, eine dicke Suppe essen: Das wird prächtig. Viel besser als das ewige Rumsitzen in stickigen Stuben anderer Jahre. Ich freue mich das erste Mal seit Ewigkeiten fast auf Weihnachten. Hoffentlich schüttet es nicht…




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