Redaktion Der Bund
31. Dezember 2020
4 Beiträge

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Kurt Scheidegger

Das Coronajahr 2020 hat die üble Egoseite der Menschen an den Tag gelegt. Die meisten halten sich einen Dreck an die Regeln. Party und Egotrip ist allem Anschein nach der neuste Trend. Wie abscheulich und hässlich viele Menschen doch sind.




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Federico Lehmann

Es war ein besonderes Jahr, aber nicht nur im negativen Sinne. Beängstigend, aber auch etwas fasziniert, verfolgte ich die Ausbreitung der unsichtbaren Gefahr, die weltumspannend und für alle Leute noch unbekannt war. Das gab es in dieser Form noch nie. Fachleute gab es plötzlich keine mehr.
Weil ich pensioniert bin, habe ich mindestens finanziell keine Sorgen. Gesundheitlich jedoch schon. Obwohl ich mich körperlich top fühlte – immerhin legte ich zu Fuss im vergangenen Jahr 3’000 km zurück – erwischte mich das Virus. Drei Tage auf der IPS bangten ich und meine Lieben um mein Leben, wegen des Phänomens einer „überschiessenden Immunität“. Wundersamerweise schaffte ich die Genesung.
Nun hoffe ich, dass die Pandemie mit Hilfe der Impfung einem Ende entgegen geht, die Menschheit etwas daraus lernt und vor allem das noch grössere Problem des Klimawandels nicht mehr ignoriert.




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Edith Leibundgut

Die schwierigste Zeit des Jahres habe ich im Januar und Februar erlebt. Für mich war klar, dass dieses Virus die Welt treffen wird und dass es Jahre dauern wird, bis wir den richtigen Umgang damit finden werden. Dass die Krise in vielen Ländern der Welt die Ärmsten am härtesten treffen wird, hat mich beelendet und tut es noch immer. Zwei Dinge sind im Laufe der Pandemie immer klarer geworden: Es braucht eine gerechtere Verteilung der Einkommen und Güter und wir müssen zugunsten der Natur unsere übersteigerten Bedürfnisse zähmen. Um dies zu erreichen, braucht die Menschheit eine umfassendere Bildung, die der Entwicklung eines gesunden Körpers, einer intakten Seele und eines starken Geistes dient. Die Pandemie kann zum Impulsgeber für eine bessere Menschheit werden und diese brauchen wir, wenn die Erde weiterhin unsere Heimat bleiben soll.




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Marianne Gafner

Der Verzicht auf Auslandferien, klar. Alles in allem war es für mich aber nicht so sehr anders. Doch in meinem Berif – ich arbeite in der Pflege – haben sich einige Dinge verändert: immer Masken tragen, kein Händeschütteln, demente Menschen nicht abholen können, da sie nicht verstehen wieso ich eine Maske trage, plötzlich morgens vor 6 überfüllte Züge, mehr daheimsein.




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