Redaktion Der Bund
3. Februar 2021
89 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Heidi Schuler-Alder

Den wenigsten Menschen, die den Hirschengraben nutzen, ist wahrscheinlich bewusst, was dieser Ort städtebaugeschichtlich für unsere Stadt bedeutet. Er ist neben der Kleinen Schanze das einzige noch einigermassen erlebbare Überbleibsel der barocken Stadtbefestigung (schanzen) von Bern. Der Name sagt es: hier war einst ein Stadtgraben, in welchem Hirsche weideten und der zugeschüttet wurde. Zugeschüttete Stadtgräben wurden vielerorts mit Bäumen zu einer Anlage gestaltet.

Durch den Widmannbrunnen und das Bubenbergdenkmal ist dieser baumbestandene Ort räumlich abgegrenzt und in seiner ganzen Länge erlebbar. Eine Versetzung des Bubenbergdenkmals in die Mitte dieses Raumes würde diesen Ort verstümmeln. Dabei geht es mir nicht um das Bubenbergdenkmal an sich (ich kann mit solchen Denkmälern nicht so viel anfangen), sondern um seine raumbildende Wirkung am aktuellen Standort.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Fussgängerunterführung, wenn sie so angelegt werden könnte, mit je einem Aufgang östlich und westlich des Hirschengrabens, dass dabei die aktuelle Anlage nicht beschnitten würde. Das Queren der stark befahrenen Tramgleise könnte so minimiert werden, denn dieses empfinde ich oft als gefährlich.

Für mich ist es auch zwingend, dass die Bäume erhalten bleiben und bäume grundsätzlich ins Erdreich gehören und nicht in Betontröge. Der heutige Kiesbelag sollte unbedingt beibehalten werden und zwar ebenfalls direkt auf dem Erdreich und nicht über einer Betonplatte: also bitte hier keine unterirdische Nutzung. Mit einer Infotafel (ähnlich wie in der Christoffelunterführung) könnte hier die städtebauhistorische Situation veranschaulicht werden.

Ich stimme am 07.03.2021 Nein, um eine zukunftsfähigere Lösung zu ermöglichen, die dieser besonderen städtebaulichen Situation gerecht wird.




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Reinhard Westkämper

Ein Beitrag fragt, wohin wollen die vielen Personen, die erwartet werden. Darauf gibt es in der Planung keine Antwort, auch nicht warum es wirklich soviel sein würden.
Die Pandemie hat doch eines klar gezeigt, wie falsch lineare Projektion in die Zukunft untauglich für Planung und Prognose sind.
Muss Bern immer nur wachsen? Und warum?
Die Wachstumstheorie sollte längst durch eine Nachhaltigkeitstheorie ersetzt werden. Der Hirschengraben sollte aufgewertet werden, aber nicht durch eine neu Unterführung,




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a boa

Bei all den vielen Kommentaren wird klar, was die BernerInnen eigentlich möchten: Den Hirschengraben als baumbestandene Ruheinsel, die zum Verweilen und lunchen einlädt, vielleicht mit einem Gartencafé mehr, sicher aber mit Bänken zum Quatschen oder einfach sein. Und drumherum darfs urban und umtriebig sein. Nach den BernerInnen soll sogar ein Bahnhofplatz entstehen anstelle des alten Bubenbergzentrums, von dem ja eh ein Teil abgerissen wird.
Keinesfalls wollen sie diese Rückzugs- und Erholungsinsel für eine Unterführung aufgeben oder zum Tramperron und zum Pendlertrottoir machen.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass die BenützerInnen ihre Stadt besser kennen als die Politiker oder die Verwaltung. Aber eigentlich ist das gar nicht so erstaunlich: Sie leben ja täglich in ihrer Stadt.




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Thomas Schneeberger

Dass es mehr werden, ist unbestritten, weil dort ein neuer Bahnhofausgang entsteht.

Die Frage ist eher, wohin wollen die alle, und kommen sie wirklich in diesen Massen und vor allem alle gleichzeitig?

Die Unterführung nützt nur jenen, die hier auf ein Tram Richtung Zytglogge wollen (oder von Süden aus einem Tram in den Bahnhof wollen). Erstere können gemäss den Befürwortern zwar am Schärme in den Hirschengraben, warten dann aber im Regen aufs Tram (statt unter dem Baldachin).




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Alois Zuber

In der Abstimmungsbotschaft steht: “ Modellrechnungen zufolge werden in
der Abendspitze künftig über 16 000 Personen pro Stunde den Bubenbergplatz überqueren.“
Kann jemand sagen, woher diese Leute gehen oder kommen? Wo werden im Einzugsgebiet des Bubenbergplatzes / Hirschengraben die entsprechenden Arbeitsplätze geschaffen oder Wohnungen erstellt? Wie wird eine Zunahme von 10’000 Personen begründet?




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    Eugen Engel

    Bereits jetzt mit dem Bahnhof-„Ausgang“ über die Welle zeigt sich, dass nicht alle über diesen Weg nur in die nächste Umgebung des Hirschengrabens wollen. Dieser dient als Umschlagplatz, um nach Wabern, Weissenbühl, Bümpliz, aber auch in den Osten der Stadt zu gelangen. Aber ich gebe den Zweiflern absolut recht: Gerade im zweiten Corona-Jahr, da sich Home-Office durchgesetzt hat wie noch nie, da man davon ausgehen muss, dass sich die Arbeitsplatz-Struktur verändern wird – und da langfristig angestrebt wird, dass der HB-Platz einst frei werden soll vom privaten Verkehr, halte ich es nicht für der Weisheit letzter Schuss, dass man eine Fussgänger-Unterführung baut, analog der Denk- & Plangewohnheiten der 1960er- & 1970er-Jahre. Abgesehen davon, dass es sich beim Hirschengraben in der heutigen Form architektonisch um einen intakten Stadtteil handelt. – Meine Meiung: die Planung dieses Bahnhof-Ausgangs soll nachgebessert werden.




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Regina Gubler

Mich wird freuen wenn der ganze Platz keine private Fahrzeuge mehr aufweist. Es wird ein toller Begegnungsraum sein. Mehr Grünfläche, die Bäume im Hirschengraben erhalten. Fahrräder können gerne auf einer nicht mehr benützten Fahrspur. Sitzgelegenheiten ausserhalb des Generationenhauses und Urban Gardening wird diesem vorher lärmigen Platz Charme verleihen. Mehr Platz zum Sein. Pendler werden kaum zunehmen (Homeoffice scheint sich zu bewähren).




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Wer A zum gesamten Bahnhofumbau gesagt hat, sollte jetzt auch B zu dieser Personenunterführung sagen. Ich verstehe die Zwängerei nicht ganz. Zudem finde ich ein Veloparking zwingend nötig um Raum zu schaffen im Hirschengraben.




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    Thomas Schneeberger

    Tolle Metapher – zum Bahhhofausbau konnte niemand „JA“ sagen… Da gab es keine Parlamentsdebatten, keine Volksabstimmung und kaum Einflussmöglichkeiten. Das läuft nach dem pickelharten Eisenbahnrecht.
    Die Personenunterführung zerstört nach der „Logik“ des Stadtprojekts den gesamten Hirschengraben (was technisch nicht zwingend nötig wäre).
    Und für Veloparkings hat es gigantische unterirdische Bauvolumen im Raum Schanzenpost, die noch heute für Auto(!)parkplätze „an bester Lage“ vermietet werden. Schauen Sie sich die Querschnitte auf der Homepage des Nein-Komitees an.




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Robin Bartlett Rissi

Ich bin dafür das die Strecke zwischen Hirschengraben und Bollwerk Auto frei werden soll! Somit lösen wir praktische alle Problemen.




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Alois Zuber

Herr Ott schreibt in seinem Beitrag: „Damit für das Denkmal mehr Raum entsteht, werden die zwei Baumalleen ein bisschen nach aussen versetzt. Wenn ab 2035 der Bubenbergplatz umgestaltet wird, soll das Denkmal wieder an seinem ursprünglichen Platz beim Burgerspital zu stehen kommen.“ Das ist ja wohl der springende Punkt. Würde das Denkmal nicht bis 2035 in die Anlage versetzt, müssten wohl auch die Bäume nicht gefällt werden. Wieso kann das Denkmal zwischenzeitlich nicht eingelagert werden oder bis 2035 „Asyl“ in einem anderen Quartier erhalten?




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Ph Netos

Der Hirschengraben braucht eine Erneuerung. Die aktuelle Vorlage ist aber nicht zu Ende gedacht. Wer aus der neuen Unterführung beim Hirschengraben raus kommt und ein Tram Stadt einwärts nehmen will muss an den schlange stehenden Trams vorbei kommen was nicht einfach/ungefährlich ist. Es bräuchte Ausgänge auf beiden Seiten. Oder eben eine andere gesammtheitlichere Lösung. Im Moment ist es zu sehr ein Gebastel.




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Urs Muntwyler

Der vor allem für ältere Menschen unwürdige und gefährliche „surveival of the fittest“ – Sprnt über den Fussgängerstreifen muss ein Ende haben. Die Unterführung ist eine effiziente und sichere Variante dorthin zu gelangen wo man will. Vergleichbare Unterführungen bei Genfer und Zürcher Hauptbahnhof bewähren sich. – Der Bubenbergplatz ist aktuell keine Augenweide und hat eine Auffrischung nötig.




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Mario Geno

Die geplanten baulichen Veränderungen entsprechen eins zu eins dem verunglückten Umbau des Eigerplatzes. Auch dort wurde ein neuer Platz versprochen und die Bürger erhielten aber einen zubetonierten Bus-und Trambahnhof – öde, trostlos und bei sommerlichen Temparaturen brutal aufgeheizt.
Genau dasselbe Konzept steht jetzt mitten in der Stadt zur Abstimmung. Denkmal, Brunnen, alle Bäume weg, einfach alles weg! Dafür Beton, Beton, Beton.
Geits no!




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    Kurt Scheidegger

    Ich bin gleicher Meinung Herr Geno. Die Linke Regierung von Bern betoniert alle Grünflächen zu, was ja extrem im Widerspruch zur SP steht. Einen auf Velostadt machen und gleichzeitig alles zubetonieren ist mehr als fragwürdig. Der Eigerplatz wurde für dutzende Millionen verschandelt. Der Breitschplatz wird auch nicht besser werden. Aber dann immer jammern, dass es in der Stadt zu heiss ist im Sommer. Das Viererfeld wird jetzt ja auch verschandelt und zubetoniert. Falls die Stadt Bern mit Frauenkappelen fusioniert, wird in 20 Jahren alles von Brünnen bis Frauenkappelen zubetoniert sein. Das ist SP-Logik.




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Urs Fankhauser

Wenn es um den ÖV geht, bin ich in aller Regel klar auf der Seite des ÖV. Hier geht es aber um eine Stadtentwicklungsfrage. Die vorgeschlagene Lösung versucht mit allen Mitteln, die Stadt der Sechzigerjahre (freie Fahrt für das Auto) mit der Stadt der Zukunft (ÖV, Velo- und Fussgänger) unter einen Hut zu quetschen. Eine vernünftige Lösung für den Hirschengraben gibt es nur, wenn die Autos dort nicht mehr durchfahren. Es ist endlich an der Zeit, dass die Autoverbindung Bollwerk-Hirschengraben gekappt wird. Dann gibt es Raum, eine zukunftsfähige Lösung zu diskutieren.




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Dominic Aerni

Natürlich hätte ich gerne einen autofreien Bubenbergplatz. Aber diesen rechtzeitig zum Bahnhofsumbau zu realisieren ist utopisch. Und komplett autofrei wird es nie sein (Taxis, Notfall usw.). Deshalb finde ich die Unterführung zum Hirschengraben eine gute Sache. Die Fussgänger haben so die Wahl (wie auch beim Weg vom Loebegge zum Bahnhofsgebäude – ich benutze ca. gleich oft die Unterführung und den Fussgängerstreifen). Zudem verstehe ich nicht, was eine Unterführung genau kaputt machen würde.




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Cyril Franzini

Unterführung mit Veloparkplatz – JA
Der Hirschengraben ist zurzeit ein Fahrrad-Parkplatz! Die neue Unterführung mit unterirdischem Fahrrad-Parkplatz finde ich eine super lösung.

Bäume fällen – NEIN, nur wenn nötig!
Bäume zu fällen ist sehr schade, jedoch liegt der Platz mitten in der Stadt! Betoniert von mir aus den Hirschengraben zu, dafür erwarte ich aber auch, dass umliegende Wälder viel stärker beschützt werden müssen! Neue Naturschutzzonen, max Fusgängerwege durch den Wald anstelle von Kies-Strassen! Wald-Umzohnungs-Verbot….

Verkehrsverringerung um den Bahnhof 60% – JA
Autofreie Zone in der engen Stadt macht Sinn. Baut die Fahrradweege und FussgängerInnenzonen aus.

Bubenberg Denkmal, kann weggelassen werde. Baut anstelle eine Statue die, Frauen ehrt!
In der Stadt Bern giebts kaum Statuen, Brunnen, Strassennamen oder Plätze die nach Frauen benannt sind. Im 2021 sollte es an der Zeit sein dies auf zu holen. Für einen Nationalistischen Kriegs“helden“ findet heut zu tage keiner Interesse mehr.




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Verena Messerli

Wieso wird alles immer auf dem Buckel von den Autofahrern und den Bussen und Trams ausgetragen? Die Fussgänger sollen unterirdisch einen breiten Zugang erhalten.




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Pierre Pestalozzi

Der Hirschengraben: Städtebaulich ein Juwel, leider aber deutlich unter seinem Wert genutzt! Eine Aufwertung tut not. Der geplante 36 Mio Franken teure Fussgängertunnel unter dem Bubenbergplatz und die geplanten „Aufwertungsmassnahmen“ würden aber den Hirschengraben vollends auf Verkehrsfunktionen reduzieren. Die Unterführung ist nicht nur verkehrsplanerisch unnötig, sondern zerstörerisch. Deshalb brauchts am 7. März ein NEIN und danach rasch eine neue Kreditvorlage ohne den unsäglichen „Baustein 2“, der mitten im Stadtzentrum eine dreijährige Baustelle mit monatelangen Verkehrsbehinderungen und -sperren zur Folge hätte. Bern kanns eindeutig besser – mit simplen Mitteln und rechtzeitig auf die Eröffnung des neuen Bahnhofzugangs Bubenberg hin. NEIN, ohne Unterführung droht ganz sicher kein Verkehrskollaps!




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Thomas Schneiter

Ich arbeite im Bollwerk und kenne die Achse Hirschengraben-Bahnhof-Bollwerk sowohl als Fussgänger, als auch als Autofahrer. Während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend ist auf Höhe Hirschengraben bezüglich den Pendlern viel Betrieb, ansonsten darf die Lage als ruhig bezeichnet werden. Das vorgelegte Projekt für 112 Mio. ist bis auf die Unterführung in den Hirschengraben akzeptabel. Die rund 10 Meter breite und rund 60 Meter lange Personenunterführung ist jedoch unnötig, da der gleiche Effekt mit der Verbreiterung des Fussgängerstreifens auf 25 Meter erreicht werden kann. Setzt man dies um, kann man rund 36 Mio. CHF Steuergelder einsparen, die Kassen von Stadt und Kanton werden in diesen schwierigen Zeiten dadurch entlastet.
Zudem wird dadurch eine fatale Kettenreaktion verhindert. Denn die Personenunterführung käme direkt vor dem Bubenbergdenkmal wieder an die Oberfläche, dadurch muss dieses Denkmal verschoben oder eingemottet werden. Durch eine Verschiebung in die Platzmitte müssen die Bäume weichen; nicht akzeptabel dabei ist, dass die Ersatzbäume, Sommerlinden, das Klima kaum besser ertragen als die heutigen Rosskastanien und zudem in Betontrögen mit künstlicher Bewässerung wachsen sollen – sie werden die grosskronigen, historischen Bäume auch in Jahrzehnten nicht ersetzen können.
Wer die Unterlagen liest, merkt bald dass die Personenunterführung eigentlich ein trojanisches Pferd ist. Der Inhalt dieses trojanischen Pferds ist die unsägliche Veloeinstellhalle, die nach einer Annahme der Vorlage für weitere 30 Mio. CHF in der Pipeline steht. Satte 10’000 CHF wird ein Veloabstellplatz kosten. Und all dies im Wissen, dass die Velofahrer kaum bereit sein werden, für solche Abstellplätze Geld auszugeben, diverse Versuche, oberirdische, kostenpflichtige Abstellplätze beliebt zu machen, sind kläglich gescheitert, nicht nur in Bern sondern in verschiedenen Schweizer Städten. Am Rande soll erwähnt werden, dass durch eine solche Velohalle auch der letzte Bestandteil des heutigen Hirschengrabens, der Widmar-Brunnen entfernt würde.
Ich bin daher klar der Meinung, dass mit einem breiteren Fussgängerstreifen die Zerstörung des Hirschengrabens, also die Zerstörung von historischen städtebaulichen Elementen und die Zerstörung von Biodiversität verhindert werden kann. Wir haben durch ein NEIN am 7. März 2021 die Möglichkeit, der Stadt Bern aufzuzeigen, dass Sie mehr Sorge zum Weltkulturerbe Bern, zum Stadtklima und zur Stadtkasse tragen muss.




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Andres von Känel

Ich möchte einen neuen Hirschengraben mit Flair, urbanem Feeling, viel Grün, er muss ein Ort zum Verweilen sein, städtische Lebensqualität vermitteln und intelligente Verkehrslösungen anbieten.

Braucht es die Verkehrsachse Bollwerk-Laupenstrasse, oder reicht die Linie Effingerstrasse, um das Zentrum zu entlasten und mehr Platz zu haben für den ÖV-und Langsamverkehr?

Mir fehlt ein wenig der Blick aufs Ganze, der grosse und mutige Wurf.




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Gisela Vollmer

Den neuen Bahnhofausgang sehe ich auch aus der Unterführung Mitte, beim Lift welcher vom RBS-Bahnhof durch die Unterführung Mitte zum Postautobahnhof führt. Genauer gesagt befindet sich dieser neue Bahnhofsausgang im heutigen Parking des Schwesternhauses vom Burgerspital. Wenn dann noch die Haltestellen auf dem Bubenbergplatz positioniert werden ist dies die kürzeste und komfortabelste Umsteigebeziehung.
Das Schwesternhaus wird wohl ohnehin in nächster Zeit abgerissen. Dann kann hier ein schönes Bahnhofgebäude entstehen. Die Umsteigebeziehungen werden endlich kurz und direkt. Der erste Schritt würde darin bestehen, die Wand von dem Schwesternhaus-Parking zur Unterführung Mitte zu entfernen.




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Julius Nötzli

Stellen Sie sich einmal vor, wie viel Konfliktpotenzial verschwindet und welche Chancen sich am und vor dem Hirschengraben eröffnen, wenn der gesamte ÖV auf der Ostseite des Parks zirkuliert.




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Roland Rösch

1. Bubenbergplatz und Schanzenstrasse verkehrsfrei machen
2. Den motorisierten Individualverkehr vom Bahnhofplatz durch die Schwanen-, Bundesgasse und Effingerstrasse umleiten.
3. Die Trams in Berns Westen via Laupen- und Seilerstrasse umleiten. Mit Haltestelle am Bubenbergplatz beim neuen Bahnhfoszugang.
4. Hirschengraben nur moderat umgestalten
Somit braucht es keine neue, teure Unterführung.




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Dieter Beer

Ohne die unterirdische Velostation besteht kein Grund mehr, die bestehenden Bäume zu fällen. Der vorgebliche Ersatz durch die neuen Bäume wird eher eine „Zierde“ sein, da diese nur in Betonwannen mit geringerem Substrat gepflanzt werden können.
Aus städtebaulicher Sicht würden mit dieser Unterführung jegliche weitsichtigeren Lösungsmöglichkeiten verhindert.
Eine neue Planung mit Tram Linien 6,7,8 via Bundes- und Kochergasse könnte u.a. eine Alternative sein und würde den Tram-Flaschenhals entlasten (ebenfalls beim Zytglogge).
Es müssten auch nicht alle Tramlinien durch die Stadt fahren. Eine Ost-West-Verbindung wäre auch via Monbijoubrücke möglich.




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Marc Hofer

So langsam wird klar, dass niemand die geplante Personenunterführung und die Zerstörung der Hirschengrabenanlage mit voller Überzeugung unterstützen mag. Die BefürworterInnen akzeptieren diese Lösung bloss als vermeintlich kleineres Übel, oder sie haben vor der Logik der Sachzwänge kapituliert. Sogar unser Stapi unterstützt die Vorlage nur lauwarm.

Da stellt sich die Frage, was nach einer Ablehnung geschehen soll. Der grösste Teil der Bau- und Verkehrsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Bahnhofs Bern ist unbestritten. Mit diesen unbestrittenen Elementen soll ein neues Projekt vorgelegt werden, das noch dieses Jahr verabschiedet und dann zügig realisiert werden kann. Für den zweiten Haupteingang des Bahnhofs braucht es dagegen eine neue Lösung, die bis zur Eröffnung des neuen RBS-Bahnhofs im Jahr 2027 realisiert sein muss. Hierzu gibt es bereits Vorschläge. Der neue Bahnhofausgang könnte hinter dem Bubenbergzentrum platziert werden, in der heutigen Bogenschützenstrasse. Das Gebäude Bubenbergplatz kann entweder abgerissen werden, oder man räumt einfach dessen Parterre aus. In beiden Fällen entsteht ein Bahnhofvorplatz, von dem aus sich die Fussgängerströme in alle Richtungen verteilen können.

Der Bubenbergplatz soll später ohnehin neu gestaltet werden. Dieses Projekt wird man in grösseren Zusammenhängen denken müssen: Braucht es eine zweite Tramachse? Müssen wirklich alle Tram- und Buslinien über den Hauptbahnhof geführt werden? Wie gestalten wir eine leistungsfähige Veloverbindung durch die Stadt? Vielleicht wird es sich dann herausstellen, dass der Platz vor dem neuen Bahnhofzugang für eine bessere Anbindung an den Personennahverkehr gebraucht wird. Man wird dann froh sein, dass nicht alles zugebaut wurde, so wie es das Projekt vorsieht, über das wir am 7. März abstimmen.




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M Schmutz

Achtet bitte auf die Barrierefreiheit ! Rollstuhlfahrer sind meistens selbstständige Menschen, wenn wir sie nicht behindern .




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Julius Nötzli

Der direkteste Weg vom neuen RBS-Bahnhof und von der zweiten Klasse der Intercityzüge ins Stadtzentrum wird künftig via Bahnhofunterführung Mitte dem Burgerspittel entlang führen. Dieser Tatsache trägt der derzeit geplante, einzig gegen Süden ausgerichtete Bahnhofzugang Bubenberg nicht Rechnung. Die Passantenströme müssen dort unbedingt auch Richtung Stadtzentrum geleitet werden. Dies kann nur gelingen, wenn der gesamte Bereich des heutigen Bubenbergzentrums dementsprechend umgestaltet wird, zum Vorteil des ganzen Bubenbergplatzes und allenfalls auch mit der Möglichkeit, eine zusätzliche Velostation zu erstellen.
Der Hirschengraben ist seit langem kaum als Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes zu erkennen und steht jetzt zusätzlich unter Druck des neuen Bahnhofs. Dieser Druck muss reduziert werden: einerseits durch die erwähnte Erweiterung des Bahnhofzugangs Bubenberg Richtung Stadtzentrum, andererseits durch die Verlegung der heutigen Tramtrassees auf die Ostseite des Hirschengrabens. So kann eine allfällige Fussgängerunterführung vom Bahnhofzugang her schon im Bereich der heutigen Tramgleise enden, direkt vor dem Denkmal Adrians von Bubenberg am bestehenden Standort. Insbesondere aber wird der heute von den Trams beanspruchte Raum auf der Westseite des Hirschengrabens vom Theater National bis zum Bubenbergplatz zusammen mit der baumbestandenen Parkanlage zu einer zentrumsnahen lebendigen Begegnungszone aufgewertet werden können.




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    a boa

    Sie sprechen da ganz wichtige Dinge an, zum Beispiel das viel zu enge Trottoir an der Westseite des Hirschengrabens vom Glatz bis zum National. Das offizielle Projekt sieht dort eine längslaufende Stufe vor: Ein Horror für die Benutzer in dichtem Gedränge. Damit hier Lösungen gesucht und gefunden werden können, brauchen wir jetzt erst einmal ein NEIN zu den Verkehrsmassnahmen.

    Ihre Gedanken brauchen einen hohen Freiheitsgrad beim Entwurf der „neuen Stadt“ am Bubenberg. Eine Verwaltung oder Lokalpolitik kann das nicht selbst entwickeln, sondern nur ausführen. An Menschen wird es nicht fehlen, es könnte einer der schönsten urbanen Orte in Bern werden, von dem alle etwas mitbekommen, vor oder nach der Arbeit oder am Mittag.




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Beat Spoon

Ich sehe dort eine gangbare Zukunft – wenn auch in weiter Ferne 🙂




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Stephan Frei

In der Argumentation werden die Personen erwähnt, welche den Bubenbergplatz queren wollen/müssen. Wird denn den Personen Richtung City West-Insel und Richtung Altstadt-Platz genug geboten? Und wie empfängt die Stadt Bern die Touristen? Die laufen grundsätzlich gerade aus, bis sie an die Oberfläche gelangen und sich dort orientieren. Die bestehende Bahnhofunterführung ist zwar lang, aber man gelangt sowohl geradeaus als auch mit Abzweigung Richtung Tageslicht aus der Bahnhofhalle in die Altstadt. Künftig muss der Stadtbesucher entweder zurücklaufen und danach rechts abbiegen oder noch ein Stück weiter in die falsche Richtung gehen und links abbiegen.

Wie die Stadt Bern mit Plätzen oder öffentlichem Raum umgeht, sehen wir im Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf: Hektaren asphaltierter, öder Plätze und Strassenzüge mit einigen Alibibäumen, welche das Aufheizen des öffentlichen Raums nicht verhindern.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist sicher positiv zu werten, dass das Stimmvolk mitreden kann. Aber die Kreditfreigabe kommt offensichtlich viel zu spät für die Mitbestimmung in einem Projekt diesen Ausmasses, weil zu diesem Zeitpunkt zu viele sogenannte „Sachzwänge“ bestehen. Es braucht mehr Mitbestimmung in einer frühen Projektphase, solange das Projekt noch beeinflusst werden kann. Die teilweise bestehenden Mitwirkungen erfolgen heute zu stark auf Verbands- und Expertenebene.




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Die geplante Unterführung scheint auch mir nicht zeitgemäss. Schade, wird das ganze Projekt dadurch nun gefährdet. Es wäre deshalb vernünftig gewesen, wenn eine Alternative ohne Unterführung vorgeschlagen worden wäre. Nun wird es wohl zu einer zweiten Abstimmung kommen…




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Peter Scheidegger

Bahnhofausgang zwischen Bäumen!

Ob wir am 7.März Ja oder Nein stimmen, den neuen Bahnhofzugang werden mehr Leute als den bisherigen benutzen, weil damit die Distanz zwischen Tram/Bus Hirschengraben und der Zugsmitte halbiert wird. Selbst mit der Verlängerung der Unterführung bis in den Hirschengarben ist die unterirdische Strecke nur halb so lang wie heute zum Tibits!

Auch die Strasse über den Bubenbergplatz bleibt mind. 10m breit für Bus, Einsatzfahrzeuge und vor allem Velos, selbst wenn alle Privatautos via Bahnhofparking umgeleitet würden.

Wenn wir nein stimmen, so steigen die Reisenden aus der neuen SBB-Unterführung auf der Nordseite des Bubenbergplatzes auf und müssen auf dem Trottoir dichtgedrängt aufs Fussgängergrün warten und werden unmittelbar nach der Fahrbahnquerung auf Seite Hirschengraben von den vielen Trams bedrängt – mehr als in Zürich in die Bahnhofsstrasse fahren. Mit so vielen Fussgängern und den um Kurve fahrenden Trams sind Unfälle vorprogrammiert!
Wenn wir aber Ja stimmen werden wir die Zugsreisenden nach dem Auftauchen aus der um 60m längeren Bahnhofunterführung im Hirschengraben zwischen den neu gepflanzten Bäumen begrüssen können. Das soll uns mal Zürich oder Basel nachmachen!




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    Thomas Schneeberger

    Ich schätze „Philosophie“ und Strategie des RBS meist als vernünftig ein.
    Aber Ex-RBS-Direktor Scheidegger macht hier ein paar Überlegungsfehler:
    Die Strecke von den RBS-Aufgängen ist, je nach „Loch“, entweder gleich lang oder nur ganz wenig länger Richtung Neuengasse oder Tibits als bis in den Hirschengraben. Man muss nur den Plan anschauen (z.B. auf hirschengraben.be). Und Peter Scheidegger ist nicht der Einzige, der suggeriert, ALLE RBS-Kunden wollten zukünftig beim Bubenbergplatz raus.
    Wer Richtung nördliche Altstadt will, macht sicher nicht den Umweg ums Burgerspittel rum! Er/sie geht ab RBS schön alles geradeaus zum Neuengass-Aufgang.
    Ferner suggeriert er, alle, die beim Bubenbergausgang rauskommen, wollten im Hirschengraben aufs Tram. Die Unterführung (mit 3% Gefälle!) würde nur jenen wenigen dienen, die genau dort Richtung Zytglogge aufs Tram müssen und auch im Regen warten möchten. Für alle andern Richtungen nützt dieses Loch wenig bis nichts. Lebensgefährlich wäre eher, im Hirschengraben aufzutauchen, und dann über die dauernd belegte, mit drei teils hohen Stolperkanten ausgestattete Tram-Doppelhaltestelle hinüberzulaufen! Und falls tatsächlich so viele Leute Richtung Zytglogge einsteigen wollten, dann müsste das Tram dort viel zu lange warten, die Umsteigekapazität ist knapp, das nächste Tram muss ohne Überholmöglichkeit warten.

    Mit dem durch Bernmobil und Tiefbauamt abgelehnten Konzept von Benno Frauchiger (Ostlage der Gleise) hätte man all diese Probleme nicht gehabt. Die jetzige Planung der Stadt wurde übrigens in der Mitwirkung 2019 breit kritisiert. Leider fast folgenlos. Die restliche Planung von RBS und SBB war fast unbestritten, und war dem Normalbürger ohnehin entzogen wegen dem Eisenbahnrecht.
    Es wäre einfach gröberer Unfug, hier so einen Millionenkanal zu verlochen, der vielleicht schon 2035 wieder überflüssig ist.




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    4
    Andrea Ritter

    In zürich hat man es glücklicherweise nicht nachgemacht und der stadelhoferplatz ist von einem sbb-aufgang verschont geblieben.




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Ulrich Buchschacher

Vor ca. 10 Jahren versuchte ich die Neubauten Postparc, welche m.E. die Bausünden von 1960 – zwar logischerweise moderner, z.T. höher und zweifelsfrei auch schöner – perpetuierten, die aber wegen dem Zugverkehr n.b. auf die bestehende Betonplatte und Untergeschosse gestellt wurden (verbauter Zugang in die Tiefe!!), zu verhindern. Das Ganze wurde unter dem Deckmantel «geringfügige Änderung der Überbauungsordnung» getarnt. Ich war wohl damals, mit Ausnahme einiger weitsichtiger Planer der Stadt (die Züge werden länger etc.), der Einzige, der sich dagegen stemmte. Als Unternehmer ein gefährliches Unterfangen. Heute ist es ja üblich, dass Stromlieferanten (EWB/BKW) mit von uns «gesponserten» Strompreisen autonome Dienstleister und Unternehmer massiv konkurrenzieren.

Ich stellte mir einen komplett neuen Bahnhofszugang West mit Neubauten, auch über die Untergeschosse, inklusive mehr Lichteinfall im bestehenden Bahnhofgebäude, welcher architektonisch ein ästhetisches Zeichen als Eingangstor für Bern gezeichnet hätte und erst noch, längerfristig überlegt, wohl viel kostengünstiger gewesen wäre, vor!

Bis hin zu dem von mir geachteten, aber mit den Jahren ideologisch weit entfernten Stadtpräsidenten haben mich alle gebeten, meine Einsprache zurückzuziehen.

Mit dem Versprechen von Stadt und Post, dass wir dann dereinst wenigstens das Merkurgässli aufwerten könnten, nämlich dann, wenn klar sei, wie die Planung (neue RBS Station etc.) weitergehe (entsprechende Vereinbarungen existieren), habe ich mein Unterfangen abgeblasen und das Verfahren nicht weitergezogen.

Bis heute habe ich mich mit dem neuen Vorhaben noch zu wenig tief befasst. Im Ansatz unterstütze ich jedoch Aussagen von Martin Zulauf und auch unserem ehemaligen kantonalen Denkmalpfleger, Herr Schweitzer.

Wie kann man dem kritischen Wähler helfen, das ganze Bauvorhaben positiver zu erkennen? Menschen im Untergrund ist nicht mehr zeitgerecht, nicht eben schöne, bestehende Bauten abreissen (wie wäre das bei Abriss Bubenbergplatz 10/12 mit Realersatz für die betroffenen Grundeigentümer?), der geplante Neubau passt auch nicht so richtig zu den bestehenden

Als Unternehmer weiss ich, kritisieren ist viel einfacher als kreieren.

Ein Grossteil der Berner scheint aber vom Vorhaben gar nicht überzeugt zu sein. Wie kann unsere Regierung das noch ändern?

Es ist wohl allen Bürger ein Anliegen, dass auch der einst grüne Bubenbergplatz eine Aufwertung findet und viele trauern noch im Ansatz dem Masterplan nach. Auch die ehemalige, sehr beliebte Markthalle hat darunter leiden müssen. Könnte mal dem Volk eine gesamte Planung vom Bollwerk bis Laupenstrasse oder bis Insel vorgestellt werden? So kämen wir mal möglicherweise von «hier und dort punktweise planen» weg und fänden vielleicht den grossen Wurf? Anschliessend kommt natürlich die Frage, was wir uns leisten können.




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6
    Peter Scheidegger

    In vielen Punkten Ihrer Kritik haben recht. Aber: Glauben Sie wirklich, dass eine solche „Gesamtplanung“ in den nächsten 10 Jahren mehrheitsfähig wäre, in Bern, wo Velos, Bäume und Denkmäler Heilige sind? Deshalb scheint mir die vorliegende Lösung das einzig Realistische für die täglich zig-Tausend Benutzer des Bahnhofs, aber auch der Velofahrer, Quartierfussgänger, Bus- und Trambenutzer zu sein. Bitte vor lauter „Visionen“ keinen Scherbenhaufen (Schanzentunnel lässt grüssen)!




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    42
    arpad boa

    Vieles in der Stadt Bern ist durch wache BernerInnen erfunden, beharrlich verfolgt und durchgesetzt worden. Ich denke an das Marzilibähnli, das Senkeltram, die Insel oder das Kirchenfeldquartier mit seiner Kirchenfeldbrücke.

    Wir Heutigen profitieren und freuen uns täglich an diesem reichen, schönen und funktionierenden Stadtbild und Stadtorganismus. Nichts von dem wäre entstanden, wenn wir auf die Verwaltung und Obrigkeit gewartet hätten.

    Manchmal waren die Bemühungen nicht erfolgreich. Zum Beispiel jene für einen neuen Bahnhof zwischen Laupenstrasse und Stadtbachstrasse. Der neue Bahnhof entstand dort, wo wir ihn heute haben. Er erzeugt hier eine grosse urbane Dichte, alles ist nah aufeinander. Dadurch ist der öffentliche Raum voller Leben und schön.

    Dasselbe geschieht nun wieder bei der Auseinandersetzung zum neuen zweiten Bahnhofeingang am Bubenbergplatz. Die Lokalpolitik und Verwaltung agiert ungeschickt und mit grösstmöglicher Fantasielosigkeit. Dabei wirft sie mehr aus Unkenntnis und Unfähigkeit denn aus bösem Willen das ganze städtebauliche Inventar des 19. und frühen 20. Jahrhunderts auf dem Hirschengraben über den Haufen. Als wenn dieser spurenreiche, über einen langen Zeitraum gewachsene Stadtraum am Bahnhof wertlos wäre.

    Für mich völlig inakzeptabel aber ist es, dass wir superreichen Erben einer klar konzipierten UNESCO-Welterbe-Stadt es nicht schaffen, mit dem Bahnhofeingang Bubenberg einen würdigen städtebaulichen Beitrag und Baustein zum 829 Jahre alten und immer noch aktuellen Stadtgrundriss zu leisten. Hier müssen wir sofort, d.h. am 7. März 2021, über die Bücher, und zwar mit einem NEIN!




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    7
Andreas Stalder

Ein Bahnhof und sein Ausgang haben eine städtebauliche und gesellschaftliche Funktion, deshalb hiess dieser Bau früher «Empfangsgebäude» und war prominent im Stadtkörper «platz-iert». Ja, der Name sagt es, in Kombination mit einem – richtigen – Platz. Es war nicht nur ein Ausspuckschlund aus dem Untergrund eines 08.15-Geschäftshauses wie am Bubenberplatz.

Leider fehlen in der Stadt Bern ausserhalb der Altstadt wirklich gute, weitsichtige und grosszügige städtebauliche Akzente, von schön gestalteten, die Stadterweiterungen des 19. und 20.Jh prägenden und ausserhalb des Zentrums eigentliche Quartiermittelpunkte (Subzentren) bildenden Plätzen ganz zu schweigen.

Und nun soll ausgerechnet am Rand der Altstadt erneut der aus den 60er Jahren stammende Sündenfall Bubenbergplatz 8-12 für weitere Jahrzehnte zementiert werden? Leider hat man die Chance bereits bei der Planung der Bahnhofserweiterung West und der Erneuerung des sog. Post«parcs» verpasst und beruft sich nun einfach auf Sachzwänge.

Stoppen wir dieses kurzsichtige, vor den geschaffenen Fakten resignierende Projekt mit einem Nein am 7. März und gewinnen Zeit zum Entwickeln neuer Ideen!




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    a boa

    Ja, Empfangsgebäude, was für ein schöner Name! Und heute heisst es immerhin noch Aufnahmegebäude, aber der aktuelle Vorschlag der renditegetriebenen SBB (im Besitz vom Bund, also von uns allen) spottet jeder Beschreibung, es ist ein Ableitungskanal. Und um den Bahnhofplatz, die Bahnhofhalle, einen Ort der Ankunft und einen selbstbewussten öffentlichen Auftritt des ÖV sollen sich andere kümmern… weil man damit kein Geld verdienen kann. Darum bekommen wir in Bern weder eine Empfangshalle mit Baldachin noch einen Bahnhofvorplatz. Ausser wir erkämpfen ihn uns! Und dazu ist halt erst einmal ein NEIN nötig.




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Elena Konstantinidis

Es braucht sehr, sehr dringend eine deutlich verbesserte Lösung für den Fussgänger-Fluss sowie Veloverkehr am Hirschengraben bzw. Zugang zum hinteren Bahnhofseingang.

Wer an einem Werktag morgens einen Zug zu nehmen versucht, wird von den entgegenkommenden Pendlermassen kaum durchgelassen. Ich selbst (mittleren Alters, gross, kräftig) wurde schon mehrfach schmerzhaft angerempelt und fast umgerannt; mein eigenes Ärger- und Stresslevel steigt auf Maximum, wenn ich noch dazu entgegenkommenden Personen ausweichen muss, die stur geradeaus ziehen und dabei aufs Handy oder die Strasse starren.
Bei Regen und Schnee, wird man natürlich noch gnadenlos nass, während man an zwei- drei Ampeln auf grün warten muss, während der Bahnhof schon in Sichtweite ist.

Fahre ich vom Hirschengraben her mit dem Velo zum Bahnhof, ist der Zugang zur Velostation nur äusserst komplizert zu erreichen. Der Zeitgewinn der Velofahrt gegenüber dem Tram geht wieder verloren, weil es die gleichen mehrfachen Ampeln zu überwinden gilt, und dann noch ums Bubenbergzentrum herumkurven, bis das Velo gut verstaut werden kann, und dann noch mit Lift oder Treppe wieder zu den Gleisen hinauf.
Abgesehen davon, dass das sogenannte Bubenbergzentrum wirklich kein schöner Anblick ist.

Das sind die Realitäten. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum die Versetzung der klassizistischen Statue eines grausamen Heerführers aus dem Mittelalter derart wichtiger sein soll, als die Lösung solcher städtebaulicher Probleme (der gute Adrian ist ja übrigens schon mal versetzt worden ;)). Dass der „neue“ Hirschengraben wieder mit Bäumen bestückt werden muss, ist gesetzlich garantiert.

Ich frage mich ernsthaft, wer die Gegner*innen dieses wichtigen Projekts sind. Benutzen diese Menschen regelmässig den Welle-Zugang zum Bahnhof, oder führt ihr Weg sie überhaupt öfter einmal vom Monbijou in die Länggasse? Ich habe ernsthafte Zweifel.




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    Thomas Schneeberger

    Die «Aussage» des Denkmals und dessen Versetzung sind überhaupt nicht der Streitpunkt hier.

    Sondern lediglich die Bieridee, das Denkmal (provisorisch!) MITTEN in die Parkanlage zu setzen! Angeblich bewirkt ja genau dies die Fällung aller Bäume!

    Wenn man aber die Pläne studiert und die Aussagen der Planenden hört, kommt man zur Gewissheit, dass hier mit dem Erschleichen von Agglo-Fonds-Geldern die sehr teure Vorleistung an das als alternativlos dargestellte unterirdische Veloparking finanziert wird. Das ist unlauteres und schädliches Vorgehen und muss mit dem Nein definitiv sanktioniert werden.




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    Christian Müller

    Adrian von Bubenberg war kein grausamer Heerführer, sondern ein Politiker mit einigem Gemeinsinn fürs Ganze.

    Dass er zeitbedingt auch mal in fremden Diensten (Burgund) stand und seine Ziele auch mit militärischen Mitteln verfolgte, ist aus heutiger Sicht weniger schön, aber nicht unbedingt grausam.

    Es hat schon seinen Sinn, dass heute noch dort sein Denkmal steht.




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arpad boa

Ich möchte vor allem, dass eine Lösung ohne Fussgängerunterführung gefunden und der neue Bahnhofausgang mit genügend Raum und Grosszügigkeit geplant wird. Er ist für die nächsten 40 Jahre das Tor zur Stadt und die urbane Visitenkarte Berns! Dazu braucht es eine grosszügige, helle und hohe Ankunftshalle als Treffpunkt und Verteilfläche in alle Richtungen. Die Bogenschützenstrasse könnte diese Halle werden, bis dann in 40 Jahren auch das Bubenbergzentrum neu diskutiert werden kann. Dafür muss aber heute schon der unterirdische Fussgängertunnel aus dem Bahnhof um 40 Meter kürzer gebaut werden, was Einsparungen zwischen 20 und 30 Millionen Franken bringen würde.

Das jetzige Projekt ist eine Katastrophe für den ÖV und den Tourismus, aber auch für uns BernerInnen und Berner. Funktional wie städtebaulich ist dieses Rolltreppen-Loch keine 13 Meter entfernt vom Trottoir des Bubenbergplatzes ein absoluter Pfusch, der als Tor zur Stadt unbrauchbar und gefährlich ist. Mit einem NEIN zum Verkehrsmassnahmen-Baukredit stoppen wir diese Fehlplanung und zwingen die Behörden zu einem Neustart.




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    Julius Nötzli

    An der Bogenschützenstrasse, im Hinterhof des Bubenbergzentrums also, wird nie ein grosszügiger neuer Bahnhof West als „Tor zur Stadt und urbane Visitenkarte Berns“ entstehen können. Er braucht aber auch nur seinen Teil dieses Parts zu übernehmen. Insbesondere auf Karten wird nämlich schnell klar, dass städtebaulich die Hauptrolle in Berns „Bahnhofquartier“ dem 1741 fertig gestellten „prachtvolle(n) Barockbau“ (so die Burgergemeinde) des Burgerspittels gehört (gehören müsste). Dieser ist allerdings in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts ringsum abgeschottet und dadurch in eine sehr undankbare Nebenrolle gedrängt worden. Aufgabe von Stadt und Burgergemeinde Bern im Rahmen der Zukunft Bahnhof Bern muss es meines Erachtens nun sein, im Rahmen des überhaupt noch Möglichen den Bahnhof Bern West zusammen mit dem Burgerspittel wirklich zum Tor zur Stadt und zur urbanen Visitenkarte Berns zu machen und es nicht bei einem Bahnhofzugang nach technokratischen Kriterien bewenden zu lassen.




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      a boa

      Das ist ein spannender Ansatz, allerdings erfüllt das Burgerspital seit seiner Verwandlung in ein Generationenhaus eine phantastische Aufgabe mitten im Trubel des Bahnhofperimeters: Es ist eine Ruheinsel voller Kultur für gross und klein.

      Ähnlich der Hirschengraben: Auch er hat das Potential zu einer grünen Ruheinsel und Lunge mit Gartencafés unmittelbar beim Bahnhof und dem Bubenbergplatz. Hoffentlich können wir ihn vor der geplanten Umnutzung zum Tramperron und Pendlertrottoir bewahren.

      Sinnvollerweise sollten die Trottoirs entlang der Häuser und Läden des Hirschengraben für die Fussgänger verbreitert werden. Genau an der kritischen Stelle vor dem Glatz auf der Westseite verschlechtert das 36-Millionen-Projekt die Situation aber nochmals mit einer Längsstufe, die die Fläche in Gehrichtung zerteilt. Knöchelbrüche und Unfälle sind vorprogrammiert…

      Mit einem NEIN zu den Verkehrsmassnahmen können wir einen Neustart wagen nach dieser Fehlplanung.




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Kurt Scheidegger

Die aktuelle Diskussion würde sich nicht stellen, wenn die SP in den 90ern den Schanzentunnel nicht massiv bekämpft hätte. So hätten wir schon seit mindestens 20 Jahren einen verkehrsfreien Bahnhofplatz und ein Zugang könnte jetzt anders gestaltet werden.

Der Bubenbergplatz ist ein unattraktiver Veloparkplatz geworden und ist alles andere als attraktiv zum Verweilen im Sommer. Dass die Stadt Bern so ideenlos geworden ist ärgert mich und zeugt, dass die SP seit 30 Jahren nur sture Ideologiepolitik betreibt. Die Trams könnten schon lange vom Theaterplatz via Amtshaus- und Schauplatzgasse zum Bahnhof fahren. So hätte man endlich eine verkehrsfreie – müsste zwingend auch für Velos gelten – Flanierzone Markt- und Spitalgasse .




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Markus Thut

Bei diesem Thema müsste es primär darum gehen, wie die Menschen aus dem neuen Tiefbahnhof – der keine Vision mehr ist, sondern an dem bereits tüchtig gebaut wird – so aus der Tiefe ans Tageslicht geführt werden können, dass sie rasch mit Tram und Bus oder zu Fuss ihr Ziel erreichen können (und umgekehrt). Schon zu «Vor-Corona-Zeiten» war letzteres nicht einfach wegen der doppelten Strassenquerungen mit Fussgängerstreifen und Ampeln. Nun werden neu zusätzlich die Passagiere aus dem RBS den neuen Bahnhofzugang nutzen wollen. Soll wirklich riskiert werden, dass der heutige Zustand als einzige Lösung bestehen bleibt?

Es mag sein, dass keine nachhaltige Vision für den neuen Bahnhofzugang besteht oder mehrheitsfähig wäre- oder aber, dass Geld, Zeit und der Wille dazu fehlen. Mir ist in dieser Situation trotzdem der Spatz in der Hand (die Fussgängerunterführung) deutlich lieber als die Taube auf dem Dach (MIV-freier – aber ehrlicherweise wohl nicht verkehrsfreier – Bubenbergplatz) oder gar der Status quo.




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Edith Siegenthaler

Am Hirschengraben hat es schon heute viele Leute, die auf den Zug gehen. Weil die RBS ihren Bahnhof zur Welle hin verlegt, werden künftig in jedem Fall mehr Menschen beim Hirschengraben auf den Zug gehen.

Ich bin froh, dass die Stadt diese Planung vorlegt. So kann ich auch in Zukunft mit dem Velo ohne riesige Wartezeiten von der Laupenstrasse Richtung Bollwerk fahren und ich werde auch weiterhin meinen Zug erwischen, wenn ich mit dem Tram am Hirschengraben ankomme. Wenn die Planung abgelehnt wird, darf ich mich in Zukunft erst durch Massen von Pendler*innen quetschen, um dann meinen Zug nur noch von hinten zu sehen. Für mich ist darum klar, dass es diese Planung braucht.




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Konrad Hugentobler

Ein echter Wurf wäre, die Trams vom Hirschengraben bis zur Zytglogge unterirdisch zu führen, und auch den Schanzentunnel für den Privatverkehr zu bauen, sofern keine andere Route genügend Kapazitäten hat. Diese Pseudo-Fussgängerzonen, wo dann trotzdem noch Taxis, ÖV, Polizei, Lieferanten und und und durchfahren können bringen niemandem etwas.

Wird aber in Bern leider niemals geschehen, da Visionen für uns etwas Negatives sind. Da kann man nur neidisch auf andere Städte blicken.




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    Die Idee kommt immer wieder. Aber wie genau wollen Sie die Trams am Zytglogge in den Untergrund bringen? Können Sie sich die Graben von der Kornhaus- und der Kirchenfeldbrücke bis zum Zytglogge vorstellen, welche für die Ein-/Ausfahrt in den Tunnel benötigt würde?

    Gehen Sie nach Zürich zum Milchbuck und schauen Sie sich an, welche Bauwerke dazu nötig sind. Oder schlagen sie etwa vor, die Kornhaus- und Kirchenfeldbrücken abzureissen und durch zweistöckige Bauwerke zu ersetzen, damit die Trams auf dem tieferen Niveau auch gleich noch die Aare überqueren?

    Auf Seite Kursaal könnte man dann ja eine Zahnradstrecke einbauen, damit das Tram aus dem Untergrund an den Viktoriaplatz hochklettern kann. Sorry, so nett die Idee tönt: Sie ist schlicht nicht umsetzbar in der Berner Altstadt.




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      Thomas Schneeberger

      Für die Altstadt ist es tatsächlich etwas abwegig.

      Nicht aber für die Zukunft, zum Beispiel die vieldiskuterte zweite oder gar dritte Tramachse durchs Zentrum: In den Steigungen der Monbijoustrasse, in der Effingerstrasse oder in der Belpstrasse könnte so ein Auf- und Abtauchen von Tramtunneln relativ einfach gemacht werden. Dann untendurch, ev. mit Verbindung zum RBS-Bahnhof, und bei der Schützenmatte wieder raus über die Lorrainebrücke. Das ist zwar auch teuer, aber nicht unrealistisch, und würde oberirdisch unendlich viel Gestaltungspielraum ergeben.




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Marc Hofer

Wenn ich von der Schanzenbrücke zum Bubenbergplatz komme, gelange ich an einen Unort, den ich möglichst schnell hinter mir lassen will. Wenn die neue Perronunterführung mit dem neuen RBS-Bahnhof in Betrieb geht, wird das noch schlimmer werden. Dann werden wir vor allem mehr Platz benötigen, damit die Fussgängerströme sich verteilen können. Also das Haus Bubenbergplatz 10/12 abreissen und nicht wieder aufbauen.

So erhalten wir einen erweiterten Bubenbergplatz. Dann kann die neue Gestaltung des erweiterten Platzes und des Hirschengrabens angepackt werden mit neuen, oberirdischen Fussgängerverbindungen und Verkehrsachsen für Velos, Tram und Bus. Wahrscheinlich wird man dann entdecken, dass auch das Haus Bubenbergplatz 8 nicht nur hässlich, sondern auch störend ist und abgerissen werden sollte.

Und der Hirschengraben? Da braucht es nicht viel. Die Velos müssen verschwinden (weshalb keine Velogarage im Untergeschoss des ehemaligen Bubenbergcenters?). Der Widmann-Brunnen sollte restauriert und wieder in Betrieb genommen werden. Alles andere kann bleiben wie es ist, ergänzt mit einigen Bänken und einem Park-Café.




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Neshaanth Sarvananthan

Aus meiner Sicht sollte der Widmann Brunnen bestehen bleiben. Schon jetzt haben wir zu wenige Brunnen in der Stadt, die eine grosse Rolle spielen dem Stadtklima positiv entgegenzuwirken. Alle Jahre werden die Sommer Monate wärmer und in der Stadt, wo überall überbaut ist, ist dies noch stärker zu spüren. Daher sollte der Brunnen bestehen bleiben und mehr Grünflächen errichtet werden, um auch einen wohlfühlenden Begegnungsort zu erschaffen.

Zudem stellt der Brunnen eine 24-Stunden Quelle für die Bevölkerung sicher, die man auch nicht ganz unterschätzen sollte; selbstverständlich ausserhalb der Wintermonate ist dies zu verstehen.




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    bettina keller

    Leider ist genau dieser Brunnen in Gefahr. Der Verkehrsmassnahmen-Baukredit finanziert nämlich nichts anderes als das Abräumen des ganzen Hirschengrabenanlage und das Pflästern des Pendlertramperrons nach dem Bau einer Mega-Tiefgarage unter dem Park!

    Dafür würde eine 12 Meter tiefe Baugrube den Verkehr für 3,5 Jahre mitten im Zentrum von Bern lahmlegen. Über diese unterirdische Velostation Hirschengraben schreibt der Gemeinderat an 21 Stellen im Vortrag zur bevorstehenden Abstimmung, dass er sie sofort nach der gewonnenen Abstimmung dem Volk vorgelegt will: Totale Salamitaktik

    Als Stimmbürger macht mich so etwas enorm sauer. 36 Millionen für den Zugang und den Deckel einer Velostation, von der wir noch nicht einmal wissen, wie teuer sie wird? Eine Zumutung an der Urne, zu der unbedingt nein gesagt werden muss und für die der Gemeinderat einen Denkzettel verdient hat!




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Der Berner Bahnhofplatz soll den Menschen dienen! Immer mehr Menschen sind unterwegs – darum wird der Bahnhof in den nächsten Jahren umgebaut und mit einer zusätzlichen Personenunterführung erweitert. Dabei gilt es in erster Linie auf die Bedürfnisse der Menschen zu achten, die dort täglich verkehren.

Eine Personenunterführung an sich mag städtebaulich zwar kein grosser Wurf sein. Aber sie ist praktisch, weil sie gleichzeitig verschiedene Bedürfnisse abdeckt. Einerseits müssen die vielen Menschen, die aus dem Bahnhof strömen, auf die andere Seite des Bubenbergplatzes geleitet werden, wo sie auf die Busse und Trams umsteigen können.

Andererseits müssen die Menschen auf den Velos, in den Trams, Bussen und Taxis sowie die Zuliefer- und Notfallfahrzeuge ebenfalls auf dem Bubenbergplatz verkehren können – auch wenn dieser dereinst autofrei würde. Ohne Personenunterführung kämen die sich kreuzenden Verkehrsströme kaum aneinander vorbei.

Alle Beteiligten müssten deutlich längere Rotphasen und Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Verkehr auf dem Bubenbergplatz würde zusammenbrechen. Da die Menschen im Bahnhof ohnehin schon im Untergrund sind, dürfte es für sie kein Problem sein, noch zusätzliche 100 Meter unterirdisch weiterzugehen, bevor sie direkt im Hirschengraben ans Tageslicht kommen, wo sie auf das nächste Tram oder zu Fuss ins Büro gehen können.




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Ich denke nicht, dass man die Leute durch eine Unterführung in den Hirschengraben leiten sollte. Wer dort aus dem Bahnhof kommt will nicht in den Park, sondern entweder Richtung Altstadt/Baldachin, zum Tram/Bus oder ins Quartier.

Gebt den Fussgängern den Platz vor dem Ausgang, also die Strasse, und der Rest an Privatverkehr, der heute noch dort durchfährt, soll den Umweg über die Nordtangente machen. Ein Bahnhof muss nicht zwingend von Privatverkehr umbraust werden. Alles andere ist ein teures Provisorium, denn früher oder später kommt es eh so. Früher ist besser und letztendlich günstiger.

Das Gebäude, das dort steht und eh abgerissen wird, muss man ja nicht wieder aufgebaut werden, wenn es dort an Platz fehlt. Stattdessen könnte eine halbwegs einladender und verkehrsfreier Platz entstehen, von wo sich die Fussgängerströme verteilen, ohne dass sie vorher einen Park aufsuchen müssen.

Man käme von dort zur Tramhaltestelle Hirschengraben oder zum Baldachin, ohne dem Privatverkehr zu begegnen, ohne Fussgängerstreifen oder Lichtsignale. Der ganze Perimeter würde einen riesigen Gewinn machen ohne Autos zwischen Hirschengraben und Baldachin. Darauf müssten wir hinarbeiten, und zwar jetzt.

Das Denkmal ist mir relativ egal.




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Christoph Lanz

Beim Projekt Hirschengraben fehlt der Mut, wirklich einen grossen und guten Wurf zu schaffen!

Ich wünsche mir einen Platz, der diesen Namen auch wirklich verdient. Dazu wäre die Sperrung des Strassenverkehrs notwendig, die Führung durch die kleine Nordtangente beim Bahnhof. Dann Fussgängerzone sowohl beim Bahnhofplatz wie auch beim Hirschengraben und vor dem Burgerspital. Weisch wie schön!! Das wäre mal ein städtebaulicher Wurf!




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Dominik Hopf

Seit RGM in Bern das Sagen hat, sind mehrere Plätze neu gestaltet worden: Casinoplatz, Bundesplatz, Bahnhofplatz, Kornhausplatz und Waisenhausplatz kommen mir in den Sinn. Einzig dem Bundesplatz kann eine gewisse würdevolle Eleganz zugesprochen werden, die übrigen Plätze zeugen hingegen von ästhetischer Ignoranz und Lieblosigkeit. Nun droht dem Hirschengraben leider das gleiche Schicksal. Von dort müssten nur die Velos verbannt werden, damit der Platz wieder an Aufenthaltsqualität gewinnt, mehr ist nicht nötig.




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Mathias Kläy

Das Bubenbergdenkmal gehört dort hin, und sollte auch dort bleiben. Ein neuer Zugang zum Bahnof stellt für mich kein Problem dar, solange dafür das Denkmal nicht verschoben werden muss.




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Martin Zulauf

Die Abstimmung bringt dem Hirschengraben aktuell etwas mehr Aufmerksamkeit als üblich wo er von den Vorbeieilenden oft kaum wahrgenommen wird. Dazu passt, dass der bei aufmerksameren Hinsehen attraktive Ort seit langem als provisorischer Abstellplatz für Velos zweckentfremdet wird. Diese Geringschätzung kommt auch im aktuellen Projekt zum Ausdruck – nicht im Abstimmungsbüchlein – da erfährt man fast nichts zu den konkret geplanten Baumassnahmen. Vorgesehen ist u. a. das Fällen aller alten Kastanien und neue Bäume in betonierten Töpfen als Ersatz .

Daran stört mich zusätzlich und ganz besonders, dass diese rabiaten Massnahmen gar nicht durch den neuen Bahnhofzugang und auch nicht durch die umstrittene Unterführung begründet sind. Sie sind nur notwendig, wenn die Velostation Hirschengraben realisiert werden kann; das ist aber wegen der ablehnenden Haltung der Eidgenössischen Denkmalpflege sehr fraglich. Schon nur deshalb wäre es richtig gewesen, über den Hirschengraben Umbau zusammen mit der Velostation abzustimmen.

Wenn ich nun mit dem Hirschengrabenteil nicht einverstanden bin, sei es wegen den Kastanien, aus städtebaulichen oder ökologischen Gründen, bleibt mir nur die Wahl, die ganze Vorlage abzulehnen. Das werde ich.




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Thomas Hügli

Ich brauche den Hirschengraben als Umsteigeort. Schön wäre es mit viel Grün und im grünen gemütliche Bänke. Für mich wäre positiv eine helle Passage ohne den Auto/Tramverkehr zu kreuzen. Das Bubenbergdenkmal kann von mir aus einen neuen Platz bekommen; diesmal sollte er nur in die richtige Richtung zeigen.




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Gabriela Neuhaus

Ich quere den Hirschengraben in der Regel von der Welle herkommend, auf dem Weg ins Büro oder an eine Sitzung – und am Feierabend auf dem gleichen Weg wieder zurück. Vor oder nach der Arbeit treffe ich mich sehr gerne mit FreundInnen auf einen Kaffee, ein Bier im Hirschengraben. Im Sommer natürlich am liebsten auf dem Platz selber, oder in einem der angrenzenden Lokale. Die Lage ist einmalig zum Abmachen, gerade für PendlerInnen. – Was ich mir wünsche: Weniger parkierte Velos, mehr Raum unter dem Schatten der Kastanien; künftig keine 40-Tönner mehr, die während der Stosszeiten Blumen liefern. Der Adrian soll bleiben, wo er ist – genauso wie der Widmann-Brunnen. Weniger motorisierten Verkehr über den Bubenbergplatz und ja keine Verlängerung der unterirdischen Wege.




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Patrick Kummer

Momentan nutze ich den Hirschengraben als Umsteigeort. Dies könnte auch anders sein. Nämlich wenn der Hirschengraben/Bubenbergplatz attraktiv und menschenfreundlich umgestaltet würde.

Das bedeutet, anstelle von trostlosem Asphalt möglichst viel Grün mit Blumenbeeten, Sträuchern, Bäumen, Sitzbänken und Wasserlementen.

Das Bubenbergzentrum müsste trotz Widerständen der Besitzer abgerissen und durch einen neuen repräsentativen Bahnhofsplatz mit kleinerem Baldachin ersetzt werden. So entstünde ein zweiter Bahnhofsplatz Bubenberg, ein Treffpunkt zum Verweilen, zum Regenerieren, zum gemeinsam in der Stadt leben.

Das Bubenbergdenkmal soll bleiben wo es ist.

An der geplaten Variante mit Unterführung fehlt jegliche Vision. Es scheint eine Kompromisslösung, die die Stadt Bern nicht lebenswerter macht. Dabei müsste die Begrünung unbedingt vorangetrieben werden. In unseren Städten gibt es schon genug Asphalt. Was wir brauchen sind menschenfreundliche Räume zum gemeinsam leben! Uns bietet sich eine Chance, die von der geplanten Variante kaum genutzt wird.




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André Mathyer

Ich erlebe den Hirschengraben als unattraktiven Ort. Dort verweile ich nie sondern benütze ihn nur zum umsteigen. Die aktuelle Situation ist chaotisch – es fehlt der Platz. Schön wäre darum wenn er autofrei würde. Aber das ist wohl kaum mehrheitsfähig. Zum Hirschengraben selber: gerne viel grün und Bänkchen und kies weg. Das Denkmal kann gut verschoben werden. Habe ich persönlich keine Bindung zu.




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Paul Wälti

Ich erlebe die Situation so, dass beim Hirschengraben alle wie aufeinander sind und einfach der Platz einfach fehlt.

Ich nutze den Hirschengraben eigentlich nur zum umsteigen. Ich wünsche mir, dass es geräumig ist, d. h., dass es Platz für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen hat, als auch für Pendler und ich wünsche mir auch, dass es genug Licht/ Beleuchtung hat. Als Vorbild: Eindeutig Zürich.

Meiner Meinung nach soll der Hirschengraben moderner werden, aber auch das Bubenbergdenkmal beinhalten, da es den Hirschengraben ausmacht




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Elena Konstantinidis

die Unterführung wäre ja immerhin mal ein Verbesserungsversucht. Ich kann nur den Kopf schütteln über solche Statements: Es ist schlecht, also lassen wir es so.




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