Redaktion Der Bund
15. April 2021
60 Beiträge

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Ihr Wohnort/Wohnquartier in Bern

Ueli Furrer

Ich finde, als Zückerchen hätte die Öffnung der Terrassen genügt. Und diese Möglichkeit werde ich auch nutzen. Mit Maske. Wenn ich Bilder von Menschen auf Laufbändern oder Velos in Fitnessstudios sehe, dann verstehe ich die Welt nicht mehr: Das kann man doch draussen machen – auch wenn’s so nicht «in» ist.

Die vielen Öffnungsschritte bei wachsenden Fallzahlen finde ich verantwortungslos und ich glaube nicht, dass «die Masse» damit selbstverantwortlich umgehen wird. Bald gibt’s den nächsten Lockdown – und die Treiber SVP/FDP werden dem «BR-Sprecher» Berset die Schuld in die Schuhe schieben.




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JH B

Wie geht es mir mit dieser Öffnung? Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich bereits haben impfen lassen können, ein Lebensjahr trennt mich noch von der Gruppe C. Auch fehlt mir das Vit. B um trotzdem zu einer Impfung zu kommen, wie es anderen in meinem Umfeld offenbar gelungen ist. Für mich beginnt nun also die gefährlichste Zeit (Drosten und Lauterbach) in dieser Pandemie.

Wie ich mich in den nächsten 2-3 Monaten bis ich mich werde impfen lassen können, schützen kann, wenn sich die Mehrzahl der Menschen an nichts mehr hält, ist mir ein Rätsel. Und Gott wird dabei auch nicht helfen… schade dass nicht Vernunft regiert sondern Glaube!




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Hansjörg Meister

Die Öffnung deprimiert und verängstigt mich, weil ich noch nicht geimpft bin.

Meine Partnerin und meine kleine Tochter übrigens auch nicht. Statt die Fallzahlen durch einen kurzen und harten Lockdown mit Schul- und Kitaschliessungen zu drücken und auf diese Weise Zeit für die Impfkampagne zu gewinnen, lässt man jetzt die Durchseuchung laufen – und ich bin gezwungen, noch vorsichtiger zu sein, meine Kontakte noch stärker zu reduzieren, während ich zugleich durch die Umstände (Arbeitgeber will eventuell wieder Präsenz) gezwungen sein könnte, genau das Gegenteil zu tun, mich also zu exponieren. Merci, Bundesrat – not!




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Reto Müller

Ich halte die beschlossen Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt für verantwortungslos! Die Fallzahlen sind hoch, steigen permanent an und erst wenige Menschen sind geimpft. Es ist einfach nur dumm, so kurz vor dem Ziel alles aufzugeben und hunderte oder schlimmstenfalls tausende zusätzliche Menschenleben zu opfern, nur weil die verwöhnte Spassgesellschaft sich nicht ein wenig länger einschränken kann.

Und wie viele Wellen brauchen wir eigentlich noch, bis die Wirtschaftsvertreter endlich erkennen, dass diese öffnen- und-wieder-schliessen-Politik nicht nur viele Menschenleben kostet, sondern auch der Wirtschaft massiv schadet?

Es darf nicht sein, dass der Bundesrat immer auf diejenigen Kreise hört, die am lautesten Jammern. Es ist Zeit, dass sich die stille vernünftige Mehrheit endlich organisiert und bemerkbar macht! Jetzt muss endlich sie auf die Strasse gehen!




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Gabi Schneider

Als noch nicht geimpfte, junge Risikopatient geht es mir aktuell schlecht. Ich habe ein Jahr lang alles getan, um eine Ansteckung zu vermeiden. Hätte mir so sehr gewünscht, dass ich wenigsten die Chance auf eine Erstimpfung erhalte, bevor Innenräume öffnen und die Zahlen potenziell wieder explodieren. Ein Monat hätte wohl für viele gefährdeten Personen unter 65 einen Unterschied gemacht.

Jetzt wird das mit dem Impfen ein Lauf gegen die Zeit. Denn obwohl es viele oft gerne behaupten: gefährdete Personen können sich oft nicht einfach zu Hause einsperren. Viele müssen raus um zu arbeiten, andere haben schulpflichtige Kinder. Bei Behinderung oder chronischer Krankheit ist man auf medizinische Unterstützung und oft auch Pflege angewiesen. Die Entscheidung des Bundesrats bringt unsere Leben in Gefahr. Und das nach einem Jahr Verzicht und Disziplin, wenn man praktisch keine Kraft mehr hat. Vom BAG wurde uns versprochen, es würde erst geöffnet, wenn die Risikogruppen eine Chance hatten, sich impfen zu lassen. Dieses Versprechen wurde gebrochen. Leider wohl mit traurigen Konsequenzen.




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Nick Zürcher

Ich kann die Lockerungen überhaupt nicht nachvollziehen. Die Fallzahlen steigen seit Wochen exponentiell an, diese Wachstum wird durch die Öffnung weiter beschleunigt. Für mich wirken die Öffnungen wie eine Resignation den Virus gegenüber. Ich werde von keine dieser „Freiheiten“ nutzen. Mit einem kurzen aber sehr harten Lockdown gingen es der gesamten Gesellschaft besser, dieses auf und ab zwischen Lockerungen und Verschärfungen ist zermürbend.




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    Hansjörg Meister

    Ich gebe Ihnen recht – und das Teuflische an der Sache: Ob Sie wollen oder nicht, Sie werden gefährdet, ja viktimisiert durch jene, die diese neuen ‚Freiheiten‘ (eher: Möglichkeiten der Selbstgefährdung) gedankenlos nutzen, denn diese Leute könnten Sie (und mich) jederzeit infizieren.

    Trotzdem gibt es noch immer jede Menge Menschen, die diese basale Tatsache der Pandemie nicht begreifen (wollen) und behaupten, wer ‚Angst‘ habe, könne ja einfach zuhause bleiben. Nun, ich habe keine ‚Angst‘, sondern will aus ganz rationalen, nüchternen Erwägungen dieses verdammte Virus weder bekommen noch weitergeben – und daheimbleiben bzw. mich überhaupt nicht exponieren kann ich nicht, da ich nicht von Zinsen, Mieteinnahmen und Dividenden lebe, zuweilen also das Haus verlassen und mich dabei eben unweigerlich den Terrassen- und Fitnessfreund*innen aussetzen muss, ganz zu schweigen von meiner kleinen Tochter, die in der Kita betreut wird.

    Dass wir eine Pandemie nur mittels kollektiver Anstrengungen und gemeinsam getragener Einschränkungen besiegen können und es keine ‚individuelle‘ Risikoabwägung geben kann, ist nach nunmehr über einem Jahr immer noch nicht bei allen angekommen (oder noch schlimmer: Es ist angekommen, aber man schert sich einen Dreck um die Opfer der eigenen egoistischen Verhaltensweisen).

    Das ist für mich eine der betrüblichsten Facetten dieses ganzen Pandemiegeschehens: Es hat offengelegt, dass wir nicht fähig oder willens sind, jene gemeinschaftlichen Anstrengungen zu unternehmen, die nötig sein werden, um das Überleben unserer Spezies angesichts der heraufziehenden Klimakatastrophe zu sichern.




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    Urs Bossy

    Sie schreiben von exponentiellem Zuwachs seit Wochen. Zeigen Sie mir bitte eine Statistik, die dies bestätigt. Wissen Sie überhaupt, was eine exponentielle Kurve ist? Es gibt eine Zunahme, aber sicherlich keine exponentielle. Leute, die solche Äusserungen machen schüren nur unnötig Ängste.




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      Peter Herzog

      Es scheint, als hätten Sie wenig Ahnung, was exponentiell ist und was nicht. Wenn die Corona-Zahlen steigen, ist es praktisch immer exponentiell.

      Dass jede Person immer nur genau jemanden ansteckt (lineares Wachstum) ist praktisch nie der Fall.
      Schon wenn 100 Personen insgesamt 101 Personen anstecken, ist das per Definition exponentielles Wachstum.

      Und genau das ist das perfide am exponentiellen Wachstum: Es geht lange sehr langsam, und dann plötzlich rasend schnell.




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        Urs Bossy

        Da haben Sie natürlich Recht. Es wächst natürlich exponentiell sobald der R-Wert über 1 liegt.

        Die Fallzahlen des BAG zeigen jedoch meines Erachtens keinen exponentiellen Anstieg seit Wochen. Heute vor 2 Monaten (8 Wochen) war der 7-Tagesschnitt bei rund 12 Pers. pro 100’000 vor einem Monat bei 18 Personen und und am 16.4 bei 24 Personen. Das ist mehr oder weniger ein linearer Anstieg.

        Nun gut, immer auf die Fallzahlen zu verweisen find ich eh heikel, die Positivitätsrate ist da wohl schon aussagekräfter aber auch da gefährlich eine Aussage zu machen, da sich wohl auch die Demografie der getesteten Personen ändert. Die Geimpften werden sich kaum noch testen lassen zum Beispiel.
        Realistischer und schneller sind da wohl die Untersuchung der Abwasserdaten.




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André Michel

Ich verstehe alle Jungen, die sich eine Öffnung gewünscht haben. Kein Verständnis habe ich als Ökonom, Unternehmer und Medienberater (63, Risikopatient) für die Forderungen der Wirtschaft (Arbeitgeber- und Gewerbeverband) und der SVP (plus der inzwischen hörigen FDP). Wie die Virologen befürchte ich, dass die jüngsten Massnahmen des Bundesrates ein gigantisches Eigentor sind, die der Wirtschaft mehr schaden als nützen werden und weitere Menscheneben kosten werden. Doch inzwischen weichen ja selbst Ober-Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger und Ober-Impfer -Christoph Berger von ihren ursprünglichen Haltungen und Empfehlungen ab (weil der politische Druck zu gross geworden ist???).

Öffnungen seien möglich, weil die Risikopatienten weitgehend geimpft seien, sagte Engelberger unlängst (stimmt nicht: viele von ihnen haben noch nicht mal einen Termin, das heisst, sie sind im besten Fall in sechs Wochen geimpft). Oder wenigstes ehrlicher, aber nicht weniger frustrierend: Es sei nicht notwendig, weitere Risikopatienten zu schützen (Berger, gemäss NZZ vom 16. April). Wie auch immer: Die Öffnungen erfolgen zu früh und gehen zu weit. Der Bundesrat hat sich erpressen lassen und damit seine Glaubwürdigkeit verloren. Die Wirtschaft hat das Diktat übernommen. Für die zu erwartenden Schäden haften werden aber Leute wie Valentin Vogt und die SVP-Parlamentarier wie Thomas Aeschi natürlich nicht.

Für mich ist der der Fall klar und sehr ernüchternd. Während rund 40 Jahren habe ich mich als Finanzjournalist und als Unternehmer für die Schweier Wirtschaft eingesetzt. Als Manager habe ich bürgerlich gewählt. Das war offenbar völlig falsch. Seit einigen Monaten stelle ich mich konsequent gegen sämtliche Anliegen der Wirtschaft. Und werde künftig Grün wählen. Das ist die einzige Partei, die in den letzten Monaten eine kohärente, glaubwürdige Politik vertreten hat, die geeignet ist uns aus den Krisen herauszuführen und uns eine Perspektive aufzuzeigen.

Als Finanzfachmann und professioneller Anleger (mit Verantwortung für sehr hohe Vermögen in Milliardenhöhe) erachte ich es als meine Pflicht, gegen kurzfristige, geldgierige Ideen anzutreten. Jeder seriöse Unternehmer und Ökonom wird sich, zusammen mit Virologen und Medizinern, für ein behutsames Vorgehen aussprechen. Aber eine solche Haltung widerspricht einigen Schweizern offenbar, weil es damit kaum etwas zu verdienen gibt. Was ich nicht begreife: Weshalb wehren sich die Wähler nicht? Sie hätten etwas zu gewinnen…..
André Michel




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Ich erhalte jeweils den Newsletter des Theaters Narrenpack.
Heute lautet der Titel: „Bundesrat hat entschieden – Narrenpack macht auf“.
Ein schöneres Beispiel von sicher ungewolltem und dennoch treffendem Humor habe ich schon lange nicht mehr gesehen.




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Volker Schwarz

Der Bundesrat macht es sich bestimmt nicht leicht mit dieser Entscheidung einer frühen Öffnung. Ich freue mich einerseits, endlich wieder ins Fitnessstudio zu gehen oder nicht mehr Kultur über das Streamen besuchen zu müssen. Andererseits sind wir noch lange nicht auf der sicheren Seite.

Da das Virus keine Ländergrenzen kennt, empfinde ich die Lockerungsmassnahmen zwar verständlich, aber zu früh. Ich habe mich schon fast an den Zustand gewöhnt. Da ich glücklicherweise in meinem Job nicht ans Homeoffice gebunden bin, ist mir auch nie die sogenannte Decke auf den Kopf gefallen. Ich hoffe sehr, dass wir nicht unvernünftig werden und brasilianische Zustände bekommen werden, denn dann ist ein harter Lockdown unvermeidlich und wir sind wieder am Anfang.




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Reto Richener

Die Terrassenöffnung und der Aussensport werden für mich die einzigen wiedergewonnenen Alltagsmöglichkeiten, die ich nutzen möchte und welche mir in letzter Zeit auch das ein oder andere mal gefehlt haben. Fitnesscenter, Kinos, Theater… All das stimmt mich im Gedanken an Aerosol-Ansteckungen aber eher nachdenklich, längere Aufenthalte in öffentlichen Innenräumen werde ich deshalb weiterhin meiden.

Ich bin der Meinung, der Bundesrat hat einen risikoreichen Schritt getätigt, die Wiedereröffnung der Terrassengastronomie und anderer Aussenbereiche hätte gereicht. Sowohl vom Standpunkt der persönlichen Freiheiten, als auch aus epidemiologischer Sicht wäre diese Lockerung für mich von vielsagender symbolischer Natur gewesen. Ein vorsichtiger Weg Richtung Ziel, mit Blick auf verhältnismässige Normalität in den Sommermonaten.

Nichtsdestotrotz darf der Fortschritt von Impfkampagne und medikamentöser Behandlungen auf keinen Fall ausser Acht gelassen werden, schwere Verläufe und Todesfälle werden proportional immer seltener auftreten: 2500 Neuansteckungen sind im April 2021 eine grundlegend andere Zahl, als sie es im Jahr 2020 noch waren.
Ich hadere persönlich einzig und allein noch sehr stark mit den vielen Fällen von Long Covid: Sie treten bei jung und alt, vorerkrankt oder kerngesund auf. Solange man noch so wenig über Dauer und Behandlung dieses Krankheitsbildes weiss und man sich die teilweise gravierenden Symptome bei Betroffenen ansieht, kann keine vollständige Rückkehr zum Normalzustand gefordert werden.




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Ich weiss noch nicht so recht, was sich für uns alles verändert. Ja, essen gehen werden wir so bald als möglich, in den lieb gewonnen Stammbeizen, die wir letztes Jahr fleissig besucht und unterstützt haben.

Aber ehrlich gesagt habe ich wenig Lust auf Theater, Kino usw. mit Maskenpflicht und Konsumverbot. Da werd ich wohl noch zuwarten, bis das vorbei ist. Schutzmassnahmen führen bei mir nämlich nicht wirklich dazu, dass ich mich wohlfühle, im Gegenteil. Ich komme mir dann jeweils vor wie im falschen Film. Einem Katastrophenfilm, notabene.




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Sebastian Egli
    Ueli Furrer

    .“.. dass es höchste Zeit für Lockerungen ist.“
    Fachleute sehen das anders und dies auch noch begründet.




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      Sebastian Egli

      Es ist tatsächlich so, dass ein Teil der Fachleute mit den Lockerungen nicht einverstanden sind. Ihre Begründung ist auch vollständig nachvollziehbar, da die Ansteckungszahlen relativ hoch sind. Deshalb war mir bei den Lockerungen auch unwohl rein vom Gefühl her.

      Allerdings bin ich überzeugt, dass die erwähnten Fachleute sozusagen bei den rein gesundheitlichen Aspekten der Coronalage etwas steckengeblieben sind und andere wichtige Faktoren nicht miteinbeziehen. So ist der Zugang zu einer guten Coronabehandlung mit entsprechender Infrastruktur glaube ich wichtiger, als nur tiefe Fallzahlen zu haben. Aus diesem Grund wurden anfänglich ja überhaupt Massnahmen getroffen. Aufgrund der Ungewissheit der Krankheit war es nicht sicher, ob unsere damalige Infrastruktur Platz für alle benötigten Behandlungen anbieten konnte. Aus dem gleichen Grund wurde sich die Situation in Italien katastrophal, nicht weil die Coronakrankheit dort an sich tödlicher war, sondern weil die nötige Infrastruktur für die gefährdeten Personen einfach fehlte.

      Mittlerweile wissen wir viel mehr über die Krankheit und es gibt auch zahlreiche erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten der stark gefährdeten Personengruppen. Zusammen mit der Impfung und des Ziels des Bundesrats, für die beste verfügbare Behandlung bezahlen zu wollen, wird diese Infrastruktur noch weniger belastet.

      In Anbetracht dieser Erläuterungen habe ich die Aussage über die passande Zeit der Lockerungen gemacht. Ausserdem muss ich auch sagen, dass wenn jetzt keine Lockerungen in Frage kommen, wo die Infrastruktur der Coronabehandlungen erweitert wird und die Imfungen am laufen sind, dann wird es nie einen zulässigen Zeitpunkt für die Wiederkehrung der einstigen Freiheiten geben. Corona, andere Viren und Krankheiten oder sonstige gefahren im Leben wird es leider immer geben, uns muss einfach vernünftig zugesichert werden, dass wir einen umfangreichen Schutz (vollständig kann er nie sein wenn wir Freiheiten verlangen) gegen diese Gefahren haben. Dieser Schutz ist m.E. mittlerweile gegeben. Aber nur unter der Einhaltung der Bedingung, dass Menschen wie Sie, die sich einen erhöhten Schutz wünschen, diesen auch bekommen und dabei keinerlei Nachteile erfahren.




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Patrick Mühletaler

Wir haben uns trotz allem Lockerungen gewünscht und danach geschrien. Jetzt sind sie da. Nutzen wir sie verantwortungsvoll. Ich freue mich unheimlich auf Kultur und das erweiterte Sportangebot!




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Christian Müller

Da ich knapp 65 bin, aber wohl erst im Juli geimpft werde (optimistische Schätzung), mache ich von den sogenannten neuen Freiheiten bis dahin keinen Gebrauch.

Das Ganze steht und fällt damit, wie schnell geimpft wird. Im Kanton Bern geht es nicht schnell. Die politischen und wirtschaftlichen Gründe dafür sind wohl bekannt: Impfen rentiert halt nicht, sondern kostet.

ich frage mich schon, wie lange die Geduld der Bevölkerung noch dauert. Dass es Impfungen überhaupt schon gibt und diese gratis verteilt werden, ist an sich erfreulich. Ebenso, dass der Bundesrat versucht, allen Interessen gerecht zu werden und einen vernünftigen Mittelkurs zu fahren.

Was dabei in der wirtschaftlich orientierten und föderalen Schweiz in der Praxis herauskommt, wissen wir: Einschränkungen, Verlust von sozialen Kontakten und wirtschaftlichen Existenzen, Horror in Altersheimen, Frust der Jungen.

Es ist leicht, Regierung und Behörden Vorwürfe zu machen. Was würden wir selbst Besseres tun können? Ausser natürlich, dass jede und jeder sich tagaus tagein so vernünftig wie möglich verhält. Wenn das aber nach über einem Jahr noch immer nicht zum Ziel führt und die einzig mögliche Lösung, das Durchimpfen der Bevölkerung, immer weiter nach hinten verschoben wird, kanns explosiv werden.




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Sebi Meier
“Das müssen Sie mir erklären. Mit FFP2 Maske, schützt man sich selbst. Kinder braucht man nicht zu schützen, weil für diese Corona ungefährlich ist. In 14 Monaten Corona, sind 3 Personen im Alter bis 20 an oder mit Corona gestorben.”

Müssen Jugendliche nur sterben, damit sie für Sie relevante Corona-Opfer sind?




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Andy S

Ich kann nicht sagen, wie es mir mit der Öffnung geht, weil die Öffnung erst ab Montag gilt.

Auch gefällt mir der Ausdruck «wieder deutlich lockerer» nicht wirklich. Fast auf der ganzen Welt ist man sich einig, dass Restaurants keine Hotspots sind. Selbst das RKI musste dies zugeben. Natürlich ist es schön, dürfen jetzt wenigstens die Terrassen öffnen, mit max. 4 Personen an einem Tisch. Wir sind eine 5er Gruppe, die sich regelmässig getroffen hat. Geht seit einem halben Jahr nicht mehr und mal ehrlich, 4 Personen am Tisch ist safe, 5 Personen würde zur Katastrophe führen?

Da ich kein regelmässiger Theater- und Kino-Besucher bin und mein Fitnesscenter eh Zuhause habe, sehe ich nur bei Sportveranstaltungen eine Lockerung. Wobei: Das Freiluftstadion Wankdorf hat Platz für 32’000 Personen. Max. 100 Personen dürfen auf einem vorreservierten Platz sitzen und müssen Maske tragen. In der Stadt laufen auf weniger Fläche, mehr Menschen ohne Maske wild durcheinander.

Ich würde nur zu gerne eine Erklärung eines Epidemiologen dazu hören aber was ich in 14 Monaten Corona gelernt habe ist, wer Fragen stellt ist ein Covidiot.

Damit kann ich die Fragen wie folgt beantworten:
„Wie werden Sie die neugewonnene Freiheit nutzen?“ Welche Freiheiten?

„Was hat Ihnen bisher am meisten gefehlt? Worauf freuen Sie sich nun am meisten?“ Reisen – Nichts

„Welche Massnahmen treffen Sie, um sich vor einer Ansteckung zu schützen?“ Als ob wir eine Wahl hätten – Wir haben uns an die staatlichen Vorschriften zu halten.

„Welche Schutzmassnahmen müssen Veranstalter und Gastronomen treffen, damit Sie sich wohlfühlen?“ Siehe Antwort zur vorherigen Frage.




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Andy S

Ich habe mir ja jetzt einen Tagespass gekauft, nur um zu lesen, wie dieses Stadtgespräch im Abo-Beitrag bewertet bzw. ausgewertet wird.

Und, ich muss gestehen, dass ich positiv überrascht bin, weshalb ich mir jetzt auch ein bisschen mehr Zeit nehme, um meine Haltung ausführlicher zu erklären statt nonchalant heraus zu posaunen 😉
Nun, wo fange ich an? Am Besten an meinem 49. Geburtstag. Der war nämlich fast auf den Tag genau vor 2 Jahren, als die Pandemie, Europa (Norditalien) erreicht hat.

1,5 Monate davor, war ich in Südostasien im Urlaub bzw. Familie und Freunde besuchen. Schon bei der Abreise Mitte Januar, häuften sich die Meldungen über ein Virus, was sich von China her ausbreiten soll. Bilder und Berichte über den Ausbruch in Wuhan, erreichten uns über alle TV Stationen und an den Flughäfen, wurden bereits Vorkehrungen getroffen. 2 Wochen später reisten Freunde von uns auf fast der gleichen Route zurück und da gab es schon erhebliche Sicherheitsvorkehrungen.

Viele Länder in Südostasien, hatten spätestens Ende Januar Reisen von und zum chinesischen Festland ausgesetzt und ein unliebsamer Präsident eines grossen Landes, erliess darauf ebenso eine Einreisesperre für China-Reisende.
Europa hat diese Warnsignale nicht nur ignoriert, sondern man beschimpfte den Präsidenten dieses einen, grossen Landes. Ein lieber Freund von mir, Italiener, berichtete mir später mal, dass China-Town in Mailand bereits ab Anfang Februar quasi komplett geschlossen war. Diese Menschen wussten, was da kommen würde.

Wie gesagt, fast punktgenau auf meinen Geburtstag hin, brach die Pandemie in Europa aus und ich war einer der Ersten, welcher einen Lockdown, insbesondere Grenzkontrollen/-Schliessungen gefordert hatte aber man hatte mich damals deswegen beschimpft; Okay, sagen wir kritisiert 😉

Obschon man eigentlich seit Januar damit hätte rechnen müssen, war Europa wohl in einer Schockphase, denn man hat auf den Ausbruch, nicht grad viel gemacht und so gelangte Corona Anfang März nach New York. Erst ab da hat Europa das Ausmass realisiert und mit Massnahmen reagiert. Für die vielen Menschen im Tessin und in der Genferseeregion, war dies aber verherend. Dann geschah folgendes. Die relevanten Zahlen sanken relativ schnell. Sie sollten bis Ende Mai auf fast Null zurück gehen aber die Panik hatte Europa jetzt fest im Griff und man tat sich schwer, langsam wieder zur Normalität zurück zu finden. Ein Expertenteam der Wissenschaft, prophezeite in einem Worst-Case Szenario für Deutschland, 1 mio Tote bis Ende Mai – Man ist auch heute, nach 14 Monaten, sehr sehr weit davon entfernt.

Bis Ende Juni, sollten die Zahlen auf Null bleiben, doch danach stiegen sie wieder leicht an und „zufälligerweise“ deckt sich das mit der Einführung der Maskenpflicht im ÖV. Die Maske schützt! Punkt, Schluss. Der Beobachter hatte eine Testauswertung verschiedener Masken publiziert. Die untersuchten Maskentypen reichten von einer FE von 98% (sehr gut/geschützt) bis 9% (miserabel/ungeschützt). Wurde der Handel mit miserablen Masken verboten? Nein. Man durfte mit miserablen Masken in einen Bus steigen aber ohne nicht. Damals stellt ich noch Fragen aber die Antwort war immer dieselbe. Die Maske schützt! Punkt, Schluss. Auch hier im Stadtgespräch, wurde dies behandelt. Damals sagte ein Experte auch folgendes dazu (Gedächtnisprotokoll): Die Maske ist das kleinere Übel als ein Lockdown. Das war ungefähr der Zeitpunkt, als ich nicht mehr Fragen stellte (da man eh keine vernünftige Antwort bekommt) sondern anfing, die Massnahmen zu kritisieren.

Nun, SARS-CoV-2 ist ein Virus, ähnlich wie Influenza. Bis in den Herbst letzten Jahres, habe ich immer gesagt, wir hätten eine normale Grippesaison. Mittlerweile hat es sich zu einer schweren Grippesaison ausgeweitet. Von einer gefährlich Seuche aber, wo das SRK mit der Armee zusammen „Zeltlager“ erreichten muss, um die Flut an schwer erkrankten Menschen zu bewältigen, sind wir meilenweit entfernt oder wurde jemals während einer gefährlichen Seuche zB Schönheitsoperationen durchgeführt?…

Berset hat neulich in Aussicht gestellt, dass schon bald wieder Grossveranstaltungen mit max. 1000 Personen stattfinden könnten und man plane, dies auf 5000 im Herbst auszuweiten. Wenn schon, wenn man der Logik, des Verhalten des Virus folgt, sollte es eher umgekehrt sein aber eben, ich stelle keine Fragen mehr, sondern kritisiere nur noch (mittlerweile manchmal halt einfach auch nonchalant) aber bislang hatte ich noch allermeistens mit meinen Prognosen recht.

Bin ich wirklich ein Öffnungsturbo? Ja, absolut richtig erkannt. Dies, weil ich, wie eben auch richtig erkannt, an die Eigenverantwortung appeliere. Berset hatte letztes Jahr etwas gesagt, was mich hoffen liess, nur seinen Worten, folgten keine Taten. Er sagte, wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Übrigends, diesen Satz sagte ich schon seit Ende April. Mit Verweis auf die bekannten Mutanten, wurde dieses Konzept ad acta gelegt. Und man wird sehrhöchstwahrscheinlich auch bei allen, noch kommenden (dh jetzt unbekannten) Mutanten, mit dem Verweis darauf, dieses Konzept nicht wieder aufnehmen. Vielleicht braucht es 3, 4 Runden, bis man zur Erkenntnis gelangt, dass ein Ausweichen keine Option ist, also weshalb nicht sofort damit anfangen?

Wenn wir jetzt sämtliche Massnahmen aufheben, kann wieder jede einzelne Person, ganz für sich selbst entscheiden, ob es ein Risiko eingehen will oder nicht. Wenn zB das Wankdorf wieder uneingeschränkt offen ist, darf eine 20 jährige Person für sich entscheiden, dass sie ins Stadion geht und eine 80 jährige Person, darf ebenso für sich entscheiden, dass sie jetzt noch nicht ins Stadion geht. Ich bin mittlerweile 50 und würde jetzt, wenn ich dürfte, für mich ganz selbst entscheiden, dass ich noch NICHT ins Stadion gehe aber ich will einer 20 jährigen Person dies nicht verbieten; Ich will es auch nicht einer 80 jährigen Person verbieten – Gerade in diesem Alter ist jeder Tag ein Geschenk, das man ausleben dürfen sollte.

Wir haben und werden hoffentlich wieder, ganz allgmein im Alltag Risikoabwägungen und Entscheidungen daraus treffen dürfen und meiner Meinung nach, ist die Aufgabe eines Staates nicht, der Bevölkerung diese Freiheit zu nehmen. Es verstösst mMn auch gegen grundlegende Menschenrechte aber das ist ein anderes Thema.

Die Aufgabe eines Staates ist es, das System am Laufen zu halten und erst einzuschreiten, wenn dies nicht mehr gewährleistet werden kann. Wie wir nun wissen, können wir jederzeit, in kürzester Frist, einen Lockdown installieren. Einen Lockdown zu installieren, weil statistische, wissenschaftliche Modelle darauf hindeuten – an dieser Stelle verweise ich nochmal auf das Strategiepapier Zuhanden des Deutschen Bundesinnenministerium, welches in einem Worst-Case Szenario mit 1 mio Tote in Deutschland bis Ende Mai 2020 gerechnet hat – dass es ev. soweit kommen könnte, also ein Lockdown auf Vorrat, ist menschenunwürdig.




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Robert Nyffenegger

Was die Regierung auch macht, es ist falsch. Jeder darf in der Aare schwimmen, aber auf eigene Verantwortung. Die angekündigten Lockerungen bedingen auch Selbstverantwortung . Wer Bedenken hat, muss sie ja nicht wahrnehmen. Natürlich wäre es von Vorteil, wenn vollständig Geimpfte ca. 90`000 und Corona Genesene ( nach Bestimmung der Antikörper) ca. 60`000 im Kanton Bern einen Ausweis hätten. Das sind zusammen rund 15% der Berner Bevölkerung. Natürlich noch weit weg von einer Durchseuchung. Aber diese könnten weitgehend gefahrlos an Kultur und anderen Anlässen teilnehmen. Ungerecht? Nein, die meisten haben altersgemäss eine kürzere Lebenserwartung.




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Elsbeth Hobmeier

Ich war gestern zum ersten Mal wieder auf Stadt-Terrassenbummel, Apéro vor dem Casa Novo, Znacht vor dem Postgässli, mit Decke über den Knien. Einfach nur schön, rundum genossen, fast wie einst. Gut, dass die Schweiz sich ein wenig öffnet und nicht wie Deutschland alle einsperrt. Ich erhalte bald die zweite Impfung und hoffe dann auf ein möglichst normales Leben!




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Benjamin Mor

Ich freue ich mich über die Terrassenöffnung etc., hoffe es wird viel getestet und die Leute werden nicht allzu fahrlässig. Hoffe auch, dass die Leute aus dem nahen Ausland De, Fr, It nicht die Schweiz überfluten weil bei ihnen Lockdown ist. Ansonsten vermisse ich die Sauna sehr, denke die ist auch gesund für die Abwehrkräfte. Finde Saunas sollten öffnen mit Sicherheitskonzept.




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Wir haben am Montag gemerkt, dass wir neuerdings auch bei <10° draussen sitzen und es geniessen können. Offenbar haben die letzten Monate unsere Abwehrkräfte nur gestärkt. Drinnen sitzen können wir dann im Juli oder so.




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Daniel M. Moser

Es gibt nur den Weg der Impfung, leider hat das sozialdemokratisch geführte BAG geschlafen, der Chef war zu bequem mit den in der Schweiz ansässigen Pharmafirmen konkrete Impfstoffproduktionen zu organisieren, dafür müsste er später die Verantwortung tragen. Es ist sehr peinlich, tragisch solche Bundesräte in Krisenzeiten zu ertragen. Wir brauchen auch kein Jammern über fehlende Covidkredite. Eine Pandemie ist nur möglich wegen der zu grossen Dichte der Humanpopulation,, der Mobilität etc. Da braucht es klare Korrekturen und ganz sicher nicht noch finanzielle Hilfen, die das Problem noch verschärfen. Die Korrektur ist nur mit der strikten Verminderung der Grösse der Humanpopulation möglich, der K-Wert ist mehrfach stark überschritten. Das nächste Problem kommt sofort, wenn wir nicht Selbstverantwortung tragen.




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